05.10.2014 Alles auf Anfang!

Wieder herrschte langes Schweigen auf meiner Seite und ich habe lange überlegt, wie ich damit umgehe.
Den Blog aufgeben? Möchte ich eigentlich nicht! Ich denke nach wie vor, dass es interessant ist, wie andere Kinder so leben, lieben und lachen, wie sie einfach größer werden und sich entwickeln.
Weiterhin alles nachtragen, was noch fehlt? Möchte ich schon! Schaffe ich aber einfach nicht. Und dadurch, dass ich das versuche oder mir vornehme, blockiere ich mich für die neuen Erlebnisse unseres kleinen Mannes. Ich schreibe sie kaum mehr auf und merke jetzt schon, wie vieles ich vergesse. Das ist so unheimlich schade, weil unser kleines Wunder jeden Tag so unendlich viele neue Dinge lernt und kann.
Wie also weiter?
Ich habe mich entschieden, einen Cut zu machen. Ich werde nicht mehr akribisch alles nachreichen, sondern von vorne anfangen und zwar mit dem morgigen Tag. Das ist ein guter Tag, denn aus unserem kleinen Mann wird ein großer, kleiner Mann. Er geht nämlich zum ersten Mal in die KITA. Und dann gibt es sicher wieder mehr als genug zu schreiben. Vielleicht nicht jeden Tag, vielleicht auch nicht jeden zweiten, aber auf jeden Fall regelmäßig. Und vielleicht, werde ich ab und an mal einen Rückblick über ein bestimmtes ganz tolles oder besonders lustiges Ereignis verfassen.

Fürs erste gibt es aber für Euch eine kleine Zusammenfassung, einen Stand der Dinge also über den kleinen Mann:
Er ist jetzt fast 23 Monate alt, schon knappe 88cm groß und wiegt je nach Häufung der Großelternbesuche zwischen 12 und 13 Kilo. Seine Füße verlangen schon nach einer stolzen Größe 23/24. Er verfügt über 8 Schneidezähne, 4 Backenzähne und 3 Eckzähne, der vierte bricht auch bald durch. Darüber hinaus ist er kerngesund, hat so gut wie gar nicht mit Erkältungen zu tun – wobei ich mich darauf einstelle, dass dies in der Kita anders wird – und ist auch grundsätzlich ganz prima entwickelt.
Er kann sagen, wie er heißt und zwar beide Namen, er weiß, dass er im November 2 Jahre alt wird und er weiß, wo er wohnt und auch, wo seine 3 Paar Großeltern und seine Urgroßeltern wohnen.
Das Sprechen hat er ja schon mit einem Jahr ganz fleißig geübt, einzelne Wörter waren gar kein Problem und sehr bald folgten dann auch Kombinationen aus zwei Wörtern. Mitte April, am 12. ganz genau, gab es dann den großen Durchbruch. Der kleine Kerl gab seinen ersten Dreiwortsatz von sich: „Kimmi unter Spüle“. Anlass war tatsächlich eine unter der Küchenspüle versteckte Katze namens Kimmi. Danach ging es Schlag auf Schlag. Bereits am 8. Mai stellte er des Morgens fest: „Mama hat Brille ab“ – ein Umstand, den sogar unsere Kinderärztin sofort in ihren Akten notierte. Mittlerweile können wir gar nicht mehr mitschreiben, was er alles kann. Vor knapp einem Monat ließ er anlässlich einer Erkältung seines Papas verlauten: „Papa ist krank, weil er ein fauler Apfel ist.“ Nun mag das nicht viel Sinn ergeben, aber wenn man weiß, dass wir ihm im Garten unlängst des Öfteren erklärten, dass man die heruntergefallenen faulen Äpfel im Garten nicht essen darf, weil man davon krank wird, dann ist das schon ein erstaunlicher Satz für einen nicht einmal Zweijährigen. Natürlich sind Eltern immer ganz besonders davon überzeugt, dass ihr Nachwuchs das besonders toll macht, aber anhand der Reaktionen von anderen, verwandten und nicht-verwandten, Personen lässt sich doch vermuten, dass dies nicht nur eine rein subjektive Einschätzung ist. Wir sind gespannt, was die KITA dazu sagt.
Ansonsten kann der kleine Kerl schon Treppen auf und ab sehr sicher steigen, was nun in Kombination mit seinem Sprachvermögen zu hitzigen Diskussionen über seine Fähigkeit, dies ganz allein zu tun, führt. Auch seine anderen motorischen Fähigkeiten sind gut entwickelt. Steckspiele kann er sowieso schon lange – vor allem diese flachen aus Holz mit Tieren oder Autos und auch den Steckwürfel von Eichborn beherrscht er mittlerweile quasi fehlerfrei – den, der innen hohl und aufklappbar und mit Steinen gefüllt ist, die in entsprechende Löcher an den Seiten und auf der Oberseite passen.
Bücher sind sowieso ganz großartig, die mag er ja schon lange und wenn er morgens doch mal vor uns wach ist – schlafen tut er nachts nämlich immer noch lange und tief und vor allem durch – dann sitzt er häufig in seinem Zimmer und schaut sich ganz ruhig Bücher an.
Und zu guter Letzt: Schon im Mai hatten wir ja das große Erlebnis, dass er beim Spiegeltest – dem wo das Kind einen Klecks ins Gesicht bekommt und dann geschaut wird, ob es den Klecks im Spiegel oder im eigenen Gesicht verwischt – ganz zielsicher in sein eigenes Gesicht fasste, um die Creme zu verwischen. Ich hatte, um sicher zu gehen, dass er nicht nur dahin fasst, wo er was spürt, mehrere Kleckse im Gesicht verteilt und bis auf einen alle verschmiert. Und er schaute einen Moment in den Spiegel und fasste dann an seine Nase, um die Creme zu verschmieren. Ein großer Erfolg, bedeutete es doch, dass er begann sich selbst, als eigene Person wahrzunehmen. Zunächst jedoch blieb es dabei. Aber seit etwa 3 Wochen benutzt er immer mal wieder in Satzkonstruktionen, das kleine, aber ganz entscheidende Wort: „Ich“! Unser kleiner Mann wird groß, er erkennt, dass er unabhängig von Mama und Papa ein eigener, ganz wundervoller, besonderer Mensch ist.
Und dass ist gut so.
Denn im nächsten März wird er ein großer Bruder sein.

Frhoppe 05.10.2014

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26.05.2013 Freundlicher kleiner Kerl!

Da die werte Mama ja heute unbedingt wieder einmal weg musste – heute war’s der Probentag vom Chor – und sie gestern keine Möglichkeit hatte, irgendwelche Milch abzupumpen – in diesem gesamten Haus gestern gab es keinen Ort, wo das ging, man schickte mich auf die Toilette, nur gab es da keinen Strom und außerdem TOILETTE, HALLO?* – standen der kleine Mann und sein Papa heute ohne Nahrungsgrundlage da. Sicherlich hätte der Papa auftauen können, aber so langsam gehen uns diese Vorräte auch zur Neige und so beschlossen wir kurzerhand, die relative Nähe des heutigen Probenortes zu unseren Gunsten zu nutzen.

Kurz: Der Papa kam mich mitsamt Sohn in der Mittagspause besuchen, so dass ich stillen konnte! Den Brei verschoben wir ganz revolutionär auf den Nachmittag.

Nun wurde also der kleine Mann in seinem Wagen in die Mitte vieler Leute geschoben, von denen er nur wenige gut, einige wenig und wieder andere kaum kennt und nachdem er sich ausgiebig über den Anblick meiner Wenigkeit aka Mama gefreut hat und auf meinem Arm thronte, lachte er erst einmal fröhlich in die Runde. Jeder bekam sein Lächeln ab und das, obwohl Baby Mordshunger gehabt haben muss, denn er hatte seit dreieinhalb Stunden nichts gegessen. Da geht mein Mutterherz auf 😉

Leider ging der Tag nicht ganz so fröhlich weiter: Der Papa berichtete mir, das der Sohn bereits bei der Breifütterung aus heiterem Himmel wie am Spieß anfing zu schreien und erst nach einiger Zeit wieder zu beruhigen und weiterzufüttern war. Als ich ihn dann nachmittags in seine Wiege legte, wiederholte sich ebenjener spitze, hochfrequente Schrei, gefolgt von herzzerreißendem Weinen. Wir versuchten zu trösten, Nucki zu geben, zu singen und schließlich gaben wir dem kleinen Mann den gekühlten Beißring und es war schlagartig erleichterte Ruhe. Also vielleicht kommen ja diesmal wirklich die Zähne!

Und trotz der Schmerzen lachte er uns zwischendurch immer wieder an, schäkerte mit uns und war gut drauf – freundlicher kleiner Mann!

*Eine liebe Freundin, welche die Veranstalterin kennt, meinte, ich solle dieselbe fragen, ob ich in ihr Büro darf, aber erstens war sie nicht aufzutreiben und zweitens war mir das dann doch zu blöd – nur um der Vollständigkeit Genüge zu tun!

© frhoppe 26.05.2013

17.03.2013 Irgendwas hat er :(

Der arme kleine Mann!!! Nachdem er heute Nacht etwa 6 Stunden am Stück geschlafen hat – leider von sieben bis eins und dank „Schlag den Raab“ konnten wir nicht früher ins Bett – war der Rest der Nacht etwas unruhiger. Und das setzte sich morgens fort.

Ab um sieben war der kleine Mann mehr oder weniger wach und unleidlich. Er wachte schon weinend auf und war nur durch Tragen und dann auch nur schwer zu beruhigen. Er hat dann zwar von acht bis zehn noch mal einigermaßen geschlafen, aber der Rest des Tages sah ähnlich aus wie der Morgen. Eigentlich immer ein wenig weinerlich, bloß nicht ablegen und eigentlich hat er etwa alle eineinhalb Stunden trinken wollen – normalerweise bekommen wir immer irgendwie mindestens zwei, manchmal auch drei Stunden rum, aber heute war da nix zu machen. Zwischendurch hat er immer mal gelacht und geschäkert, machte aber immer recht schnell wieder einen überforderten Eindruck. Schlafen wollte er aber auch nicht. Gerade mal zwei halbe Stunden hat er geschafft und das obwohl ich ihn im Tragetuch hatte – da schafft er gerne mal zweieinhalb Stunden. Jetzt abends sieht es auch nicht besser aus. Er hat sich zwar wie immer ins Bett legen lassen, war aber nach einer dreiviertel Stunde wieder wach und weint seitdem sofort, wenn er alleine im Zimmer ist.

Jetzt hat gerade der Papa Schicht und versucht ihn zum Einschlafen zu bringen. Und ich frage mich, was meinen armen Schatz wohl plagt? Die gestern erwähnten Zähne, ein Pups oder vielleicht wieder ein Schub? Vielleicht hat er ja aber auch einen echt schlechten Tag erwischt. Geht uns Erwachsenen ja auch manchmal so. Warum also nicht auch Babys?

© frhoppe 17.03.2013