13.10.2013 Erinnerungen an Wunder!

Heute ist es 11 Monate her, dass unser wundervoller, kleiner Mann das Licht der Welt erblickt hat und gerade heute entdeckte ich diesen kurzen Artikel in dem es heißt, dass der Körper eines Menschen bis zu 45 Schmerz Einheiten aushalten kann, dass bei der Geburt eines Kindes die Mutter aber bis zu 57 Schmerz Einheiten empfindet, was in etwa dem Schmerz entspricht, der entsteht, wenn ein Mensch sich 20 Knochen gleichzeitig bricht.
Und da musste ich zurück denken an die Schmerzen, die ich bei der Geburt empfunden habe. Ich weiß noch, dass ich währenddessen dachte: „Ich muss sterben!“ Ich hatte noch nie in meinem Leben solche Schmerzen. Gleichzeitig dachte ich aber: „Gestorben wird nicht, du musst jetzt deinen Sohn auf die Welt bringen.“
Und heute? Wenn mich heute jemand fragt, wie die Schmerzen waren, kann ich darauf nicht mehr antworten! Ich meine, ich weiß, ich hatte Schmerzen – irgendwann verordneten mir die Ärzte sogar eine PDA – aber ich kann beim besten Willen nicht mehr sagen, wie sich diese Schmerzen angefühlt haben!Ich weiß noch, dass ich während der Geburt dachte: „Nie wieder!“ Ein paar Stunden später mit diesesm wundervoll duftenden, warmen Bündel im Arm dachte ich: „Na vielleicht irgendwann wieder!“ Und am nächsten Tag war ich schon bei „Der bleibt kein Einzelkind!“
Das ist phänomenal! Ein Wunder, das ich bis heute noch nicht wirklich fassen kann! Ich weiß nur, dass ich diese Schmerzen jederzeit wieder auf mich nehmen würde, denn die Belohnung ist so unfassbar groß, dass sich dafür alles lohnt!

Frhoppe 03.07.14

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31.05.2013 Mittagsschlaf und Regengüsse!

Dein Mündlein gähnt, die Augen sind klein,

Du reibst immer mehr vom Schlafsand hinein.

Du bist so müde, kannst kaum mehr gucken,

geschweige denn, deinen Mittagsbrei schlucken.

Und doch kämpfst du immer noch tapfer weiter,

lächelst mich an, ganz lieblich und heiter,

als bräuchtest du gar keinen Schlaf.

Doch Mama ist älter, sie kennt die Zeichen,

dem Mittagsschlaf kann niemand entweichen.

Und schon gehen sie zu, die Äuglein, ganz sacht,

Mama wünscht noch ganz leis‘ eine gute Nacht.

Ihr Halstuch ganz fest ans Gesichtchen gedrückt,

schlummerst du ein und lächelst entrückt.

Bestimmt siehst du im Traum ein Schaf.

 

PS: Soeben haben wir unseren ersten Gewitterschauer ganz bewusst erleben dürfen. Wir standen in der Balkontür und sahen den Wassermassen zu und ich konnte förmlich sehen, was Baby dachte. Der kleine Mann starrte mit großen Augen auf den Regenguss, dann wanderte sein Blick zurück ins Wohnzimmer und wieder zurück zum Regen. Das war ein riesiges Wunder für ihn, dass vor ihm nasses Zeug vom Himmel kommt und hinter ihm alles trocken ist. Und ich bin gerade so dankbar, dass mein Sohn mir zeigt, dass so ein Regenschauer so ein völlig unbegreifliches Wunder sein kann.

© frhoppe 31.05.2013

 

26.04.2013 Die Welt ist voller Wunder und Abenteuer.

Wenn man sich einfach mal einen Tag lang sein Kind ganz genau anschaut, dann fällt einem etwas ganz Besonderes auf, etwas, für das wir Erwachsenen schon lange blind geworden sind:

Die Welt ist voller Wunder und Abenteuer.

Es beginnt gleich morgens nach dem Aufwachen, wenn mir aus den Augen meines kleinen Mannes die pure Liebe entgegen strahlt. „Hey, da bist du ja wieder, Mama!“ scheinen sie zu sagen und er freut sich ganz unverfälscht, dass er mich morgens wieder sieht. Ganz klar, er weiß noch nicht, dass das jeden Morgen so ist, er muss das erst noch lernen.

Wenn ich Baby dann aus seinem Schlafsack befreie, ist die Freude so groß, dass erst einmal wie wild mit den Beinen gestrampelt wird. Dazu strahlt der kleine Mann ganz breit. Er freut sich einfach riesig, dass er sich endlich wieder frei bewegen kann. Meistens nutzt er dann auch gleich die Gelegenheit, um sich auf den Bauch zu drehen. Und obwohl er das jetzt schon ganz gezielt macht – mit einem immer gleichen Bewegungsablauf – guckt er immer noch ganz süß, so als wollte er sagen: „Huch, wie ist das denn jetzt passiert?“ oder als wäre er überrascht, dass es geklappt hat. Dann kommt dieser tolle Blick entweder zu Papa oder zu mir, der uns fragt: „Na, was sagst du jetzt?“ Natürlich loben wir ihn immer wieder überschwänglich.

Das größte Wunder birgt aber das Spielen und Entdecken. Dabei sind aber nicht die Dinge interessant, die wir für solche halten! Nein, weit gefehlt! Heute war es eine Seite der Zeitung, die der kleine Mann drückte, zog, zusammenknüllte, anknabberte, sich übers Gesicht legte, kurz, ganz genau untersuchte. Dabei juchte und lachte er übermütig bestimmt eine Viertelstunde lang. Genauso interessant war wieder einmal sein Fuß. Den kann er jetzt nämlich unter großen Mühen in den Mund nehmen. Also wird das natürlich auch ausgiebig versucht. Blöd nur, wenn dieselben von Strumpfhosen bedeckt sind, die verrutschen. Zum Schluss hatte Baby in beiden Händen jeweils ein Bein seiner Strumpfhose und bekam das irgendwie nicht zusammen, dass er die Strumpfhose wieder loslassen muss, wenn er seine Beine wieder bewegen will. Ich hätte mich todlachen können, wie er sich darüber geärgert hat – ich weiß, das ist gemein, aber der Gesichtsausdruck war zu herrlich!

Ich könnte noch seitenlang so weiterschreiben, denn dieser heutige Tag war so wunderschön und so erfüllt und erfüllend, weil ich mich ganz auf den kleinen Mann eingelassen habe. Mit ihm gespielt, gelacht, seine Füße untersucht, die Zeitung betrachtet und ganz ausgiebig mit ihm gekuschelt. Und ich habe beschlossen, dass ich versuchen möchte, solche „Nur-Baby-Tage“ öfter zu haben. Man kann dabei so viel lernen!

© frhoppe 26.04.2013