21.01.2016 Der wird mal ein guter Mann!

Also sind wir mal ehrlich: Kinder können manchmal ganz furchtbar, schrecklich gemein sein. Sie meckern, schimpfen, schreien uns an, sie verletzen uns und provozieren uns so lange, bis wir manchmal – gar nicht so selten – denken:

Was habe ich nur falsch gemacht?!

Man hofft ja immer, dass das eigene Kind höflich, hilfsbereit, empathisch, aufmerksam, dankbar und überhaupt ganz unfassbar fantastisch ist. In den Momenten, in denen es auf die Frage „Findest du das schön, wenn deine Schwester weint?“ mit einem entschiedenen „Ja!!!“ antwortet, in denen es vor deinen Augen, die gerade eingeräumte Spielzeugkiste grinsend wieder ausKIPPT, in denen es statt „Danke!“ „Bäh!“ sagt oder vorwurfsvoll bemerkt, dass es gar nicht schön sei, wenn die Nachbarin heute nichts vor die Tür gelegt hat – in diesen Momenten zweifelt man an der Verwirklichung dieser Hoffnung.

Und dann gibt diese besonderen Tage!

Tage, an denen das Kind einen Blumenstrauß mit nach Hause bringt.
Tage, an denen das Kind einen fest in den Arm nimmt und sagt: „Mama, ich gehe jetzt ins Bett, damit du dich ausruhen kannst.“ Und dann auch wirklich geht.
Tage, an denen das Kind – leichtfertig, ich gebs zu – verspricht, Papa und Mama zu füttern und ihnen den Hintern sauber zu machen, wenn sie alt und wieder klein sind!

Und Tage wie heute!

An denen uns die Kita-Erzieherin erzählt, dass unser Sohn seit zwei Tagen etwas wirklich sehr schönes macht.
Die Tochter meiner Freundin, die mit unserem kleinen Mann in die Kita geht, darf im Moment nur noch sehr wenige Dinge essen, weil sie unter einer Fructose-Intoleranz leidet. In der Kita gibt es aber hauptsächlich Obst, das sie nicht verträgt. Das hat leider zur Folge, dass die wenigen Dinge, die sie essen darf, schnell weg sind und meistens nichts für sie übrig bleibt.
Während besagte Erzieherin gerade noch die Kinder an jenem Tisch bat, doch etwas für die kleine aufzuheben, kam mein Sohn von seinem Tisch herüber, die Hände voller essbarem Obst!
„Guck!,“ sagte er. „Ich hab die extra für dich aufgehoben, damit du auch was zum Essen hast!“
Und das wiederholte er heute genau so!

Das sind die Tage, in denen man gar nicht weiß wohin mit seinem Stolz und seiner Liebe, mit seiner Bewunderung für so einen unfassbar tollen, kleinen Menschen.
Das sind die Tage, an denen man weiß:

Aus dem wird mal ein guter Mann!

Frhoppe 21.01.2016

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07.08.2013 Plötzlich neu verliebt!

Immer öfter, wenn ich Baby sehe, dann empfinde ich plötzlich solche Liebe und solchen Stolz, dass es mich fast umhaut. Ich stehe dann da und bin völlig überwältigt von diesem kleinen Wesen, das es binnen einer Zehntelsekunde schafft, mich zum Lächeln zu bringen und das mich so tief und monumental empfinden lässt, wie ich es mir vorher nicht einmal vorstellen konnte – und ich dachte eigentlich immer, dass ich ein emotionaler Mensch bin!

Ich kann einfach nicht anders, als zu lächeln, wenn der kleine Mann aus tiefster Versunkenheit heraus aufblickt, mich sieht und übers ganze Gesicht grinst. Wenn ich seinen kleinen Bauch knutsche und darauf puste, dann lacht er so herzhaft, dass ich mitlachen muss. Und wenn er mich morgens nach dem Aufwachen ganz zärtlich anlacht, dann wird mir ganz warm vor lauter Glück.

Ich liebe diesen kleinen süßen Mann so tief und innig und so unaufhörlich, dass ich es manchmal selbst kaum glauben kann.

© frhoppe 07.08.2013

09.03.2013 Tetris für Fortgeschrittene!

Wir sind da! Endlich…und es war jetzt auch nicht sooo schlimm … wir sind immerhin mit nur zwei Stunden Verspätung losgefahren. Das finde ich fürs erste Mal verreisen mit Baby gar nicht mal so schlecht!

Es lag auch fast gar nicht daran, dass wir irgendwie unorganisiert waren, denn dafür hatten wir ja einen ausreichenden Zeitpuffer eingeplant. Das Problem war schlicht und einfach die gestern schon erwähnte Masse an Gepäck und die Tatsache, dass auch der Kofferraum des Autos meiner Mama bereits mit dem Kinderwagen quasi voll war. Wir fingen also an zu packen … und packten ein … und wieder aus … und wieder ein, um dann noch mal die Hälfte wieder aus- und umzupacken. Quasi wie Tetris, ich hatte auch die ganze Zeit diese Melodie im Kopf! Und mittendrin der kleine Mann, der uns mit großen Augen bei der ganzen Aktion zusah. Wahrscheinlich hat er sich auch seinen Teil dazu gedacht. Er saß nämlich mit großen Augen auf der Rückbank und hatte skeptisch seine Augenbraue gehoben.

Schließlich und endlich ging es dann aber los und was soll ich sagen? Der kleine Mann war so lieb. Er hat fast die ganze Zeit geschlafen. Nur zwischendurch hat er immer mal geguckt, so als wolle er sagen: Was’n sind wir immer noch nicht da? Nicht? Na gut, dann kann ich ja auch weiter schlafen. Vor allen Dingen hat er aber vier Stunden ohne füttern durchgehalten! Das macht mich ja irgendwie wieder ganz stolz. 🙂

© frhoppe 09.03.2013