17.03.2013 Irgendwas hat er :(

Der arme kleine Mann!!! Nachdem er heute Nacht etwa 6 Stunden am Stück geschlafen hat – leider von sieben bis eins und dank „Schlag den Raab“ konnten wir nicht früher ins Bett – war der Rest der Nacht etwas unruhiger. Und das setzte sich morgens fort.

Ab um sieben war der kleine Mann mehr oder weniger wach und unleidlich. Er wachte schon weinend auf und war nur durch Tragen und dann auch nur schwer zu beruhigen. Er hat dann zwar von acht bis zehn noch mal einigermaßen geschlafen, aber der Rest des Tages sah ähnlich aus wie der Morgen. Eigentlich immer ein wenig weinerlich, bloß nicht ablegen und eigentlich hat er etwa alle eineinhalb Stunden trinken wollen – normalerweise bekommen wir immer irgendwie mindestens zwei, manchmal auch drei Stunden rum, aber heute war da nix zu machen. Zwischendurch hat er immer mal gelacht und geschäkert, machte aber immer recht schnell wieder einen überforderten Eindruck. Schlafen wollte er aber auch nicht. Gerade mal zwei halbe Stunden hat er geschafft und das obwohl ich ihn im Tragetuch hatte – da schafft er gerne mal zweieinhalb Stunden. Jetzt abends sieht es auch nicht besser aus. Er hat sich zwar wie immer ins Bett legen lassen, war aber nach einer dreiviertel Stunde wieder wach und weint seitdem sofort, wenn er alleine im Zimmer ist.

Jetzt hat gerade der Papa Schicht und versucht ihn zum Einschlafen zu bringen. Und ich frage mich, was meinen armen Schatz wohl plagt? Die gestern erwähnten Zähne, ein Pups oder vielleicht wieder ein Schub? Vielleicht hat er ja aber auch einen echt schlechten Tag erwischt. Geht uns Erwachsenen ja auch manchmal so. Warum also nicht auch Babys?

© frhoppe 17.03.2013

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01.02.2013 Die Mini-Jukebox

Als unser kleiner Mann auf die Welt kam, hat er erst einmal ganz ordnungsgemäß geschrieen. Dann allerdings war erst mal Ruhe, denn von der schweren Reise in unsere Welt war er natürlich ganz erschöpft und verschlief den größten Teil der nächsten zwei Tage, gab allerhöchstens mal einen hochfrequenten ultraschallartigen Ton von sich, wenn er richtig Hunger hatte – was jedoch  auch an einer leichten Neugeborenengelbsucht lag, wie wir später erfuhren. Aber nach zwei Tagen kündigte sich der Wechsel an:

Ich hatte ja schon einmal angedeutet, dass die „Pupse“ und „Bäuerchen“ unseres Sohnes einem Bauarbeiter zur Ehre gereichen. Nun, einen ebensolchen „Pups“ ließ der kleine Mann mitten in der Nacht seines zweiten Tages fahren und zwar während des Wickelns. Es knatterte dermaßen auf dem Wickeltisch und er sah danach so erleichtert aus, dass ich in Gelächter ausbrach – und jede Mama weiß, wie sich das so kurz nach der Geburt anfühlt. Das war aber erst der Auftakt zu einer Odyssee aus Geräuschen. Dieses winzige Wesen furzt, rülpst, knattert, krächzt, grunzt, schnorchelt, keucht, kräht, gurrt, singt, stöhnt, plappert und lacht vor sich hin, dass es eine wahre Freude ist. Ich liebe es, ihm zuzuhören, wenn er mir Märchen erzählt oder vor sich hin meckert oder auch, wenn er mit mir zusammen „singt“. Und ich liebe vor allem dieses Seufzen, das er macht, wenn er zufrieden an der Brust nuckelt und aber eigentlich schon satt ist. Das ist so eine Art hohes „Uff“ oder „Hach“, das er mit jedem Atemzug ausstößt. Besonders im Schlaf haben wir aber schon die tollsten Dinge erlebt. Er schafft es nämlich regelmäßig uns einen mordsmäßigen Schrecken einzujagen und dabei wollten wir nichts anderes als nach ihm schauen – aufmerksame Leser erinnern sich vielleicht an „Schläft und atmet“. Wir schleichen uns also an sein Bettchen heran und verharren dort regungslos über dem Kind, um seine Atmung zu erhören. Mitunter ist diese nicht direkt zu erkennen, was uns immer noch – hört das eigentlich mal auf? – dazu verleitet, sanft die Hand auf den Bauch des kleinen Mannes zu legen, um die Bewegung zu spüren. Allerdings wird dieses Vorhaben häufig schon frühzeitig vereitelt. Wenn sich unsere Hand auf halber Strecke befindet, dann schießen alle vier Glieder des Kindes in die Höhe und er grunzt wie ein Wildschwein auf Nahrungssuche. Ich gestehe, dass ich jedes Mal zusammen zucke und ich habe schon beobachtet, dass es dem Papa genauso geht.

Ich gestehe auch, dass ich die Geräusche, die er nächtens, aber auch während einer Mahlzeit so von sich gibt manchmal ein wenig befremdlich finde, aber eigentlich trotzdem immer irgendwie süß. Komisch eigentlich, denn wenn der Papa sich zu einem derartigen Verhalten hinreißen lassen würde, dann würde ich ihn wahrscheinlich als Schwein betiteln.

© frhoppe 01.02.13

13.01.2013 Wann ist ein Mann ein Mann?

Auf die Gefahr hin Klischees zu verbreiten: Sofort! Die Pubertät hat damit nichts zu tun, da ziehen bloß Körper und Hormone nach! Wie ich darauf komme, werden Sie sich jetzt fragen. Ganz einfach: Ich habe einen kleinen Mann!!!

Zunächst einmal gibt dieses kleine Wunderwesen nicht kleine, zarte Babypupse von sich, sondern Fürze – und zwar solche von der Sorte, wo Männer untereinander gerne mal ein kultiviertes „Respect, Alter!“ von sich geben. Mit seinem Bäuerchen gestaltet sich das ganze ähnlich – das sind Bauern und zwar so laute, dass er sich sogar schon selbst erschrocken hat! Nun mögen Sie vielleicht noch sagen: Fein, dass machen Mädchen aber auch! Weiß ich, hab ich ja auch selbst schon bei Freunden erlebt – deren Tochter pupste und rülpste, dass so mancher Kerl errötet wäre – aber es gibt eben doch noch einen kleinen Unterschied: die Mamabrust oder besser die Reaktion auf dieselbe. Und damit will ich nicht sagen, dass Mädchen weniger auf Mamas Brust fixiert wären – wie auch, sie ist ja auch für Mädchen die vorerst einzige oder zumindest wichtigste Nahrungsquelle – nur eben anders.

Sobald unser kleines Kerlchen die Brust auch nur sieht, dann weiten sich seine Augen erfreut und er fängt an zu hecheln, ja wirklich zu hecheln wie ein Hund! Sein Atem beschleunigt sich und er streckt die Zunge raus. Wird er dann angelegt und wir schaffen es nicht sofort ihn anzudocken, dann geht die muntere Suche los. Laut grunzend und sabbernd und den Kopf hin und her werfend – ich fühle mich mitunter an ein kleines Trüffelschwein erinnert! Der Oberknaller ist dann aber der Moment, wenn er fertig ist, denn dann lässt er nicht etwa los, sondern bleibt mit dem Mund an der Brust liegen und legt zusätzlich noch die Hände drauf – „Alles Meins!“ will er uns damit wohl sagen. Und wenn ich dann versuchen sollte abzurücken – man will ja auch nicht die ganze Zeit neben dem Kind im Bett liegen – dann runzelt er sofort die Stirn und greift fuchtelt mit den Händen in der Luft rum, bis ich, respektive meine Brust, wieder an Ort und Stelle sind. Und das im Tiefschlaf!!!

Ich habe nun natürlich keine unwiderlegbaren Beweise, dass dies bei Mädchen nicht ähnlich ist, denn ich habe ja selber keins, aber ein letztes eindeutiges Indiz habe ich dann doch noch für Sie: Dieses Lächeln, das sich nach vollendeter Mahlzeit auf seinem Gesicht nur dann ausbreitet, wenn er an der Brust liegen bleibt – das ist eindeutig männlich!

© frhoppe 13.01.13