Meine Mama, da!, Papa!, Nein! – erste Wörter!

Der letzte Stand in Sachen Mama war der, dass er durchaus schon „Ma Ma!“ sagte, allerdings nur als Abfolge zweier Silben, die noch nichts mit mir als Person zu tun hatten.

In der Tat folgte dann längere Zeit wenig mehr als „Ma Ma!“, welches langsam in ein, gerne auch länger anhaltendes „mamamamamamamamamamamamamaaaa!“ überging und schließlich sogar ein „maaaa“, welches eindeutig mich als seine Mama meinte. Immer öfter nutzte er diesen Laut, um mich herbeizurufen, erst recht, da ich dann ja immer so lustig sagte: „Ja, fein! Ich bin die MAMA!“.

Eines schönen Tages Ende August war es dann soweit. Der kleine Mann kam am 28.8.2013 vom Spaziergang mit der Oma nach Hause und als er mich sah, wurde er ganz ruhig und strahlte mich an, bevor er ganz sanft „Mama“ hauchte. Noch bevor dann auch die Bezeichnung für den netten Herrn an Mamas Seite dazu kam, beherrschte der kleine Mann die essentiell wichtige Silbe „Da!“. Den genauen Tag kann ich nicht benennen, ich weiß nur noch dass es Mitte Oktober war, als er damit anfing, die Benennung von Dingen mit der Silbe „Da!“ einzufordern.

Anfang November folgten dann die ersten Versuche, nach Papa zu fragen. Ganz zaghaft ging es über von „baba“ zu „pa“ und schließlich zu „Papa!“. Traurigerweise kann ich auch hier den Tag nicht mehr genau eingrenzen.

Dafür weiß ich noch, dass der kleine Schlawiner pünktlich zu seinem Geburtstag, das Wörtchen „Nein!“ das erste Mal in den Mund nahm. Ganz energisch lag er auf seinem Wickelplatz, sagte „Nein!“ und schüttelte dabei ganz süß sein Köpfchen. Ich weiß auch noch, dass ich mich fragte, was das wohl über uns als Eltern aussagt, dass sein viertes Wort „Nein!“ ist. Aber allzu schlimm kann es nicht sein, denn das fünfte Wort, das bereits zwei Tage später folgte war „Ei!“ und zwar in doppelter Ausführung und mit der entsprechenden Geste. „Ei, ei!“ sagte er und streichelte meine Wange. Das letzte wirkliche Wort, das wir bislang erlernt haben, ist „Bumm!“ und zwar am 21.12.2013.

Ansonsten besteht Babys Sprache im Moment hauptsächlich aus den Versuchen, die Worte der Erwachsenen nachzuahmen und dabei erstaunliche Erfolge zu erzielen – manchmal lässt sich nämlich schon das Wort erahnen, dass er da wiederholt hat. Und wenn das nicht der Fall sein sollte, dann macht es trotzdem wahnsinnigen Spaß, dem kleinen Mann bei seinem Gebrabbel zuzuhören, denn Tonhöhen und -längen, die er von sich gibt, hören sich schon richtig nach Gespräch an.

© frhoppe 05.01.2014

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04.08.2013 Mama rückt näher!

Ich lausche den Klängen,
bin richtig verzückt.
Du lässt dich nicht drängen.
Ich werd‘ noch verrückt.

So nah ist das eine entscheidende Wort,
so nah und dennoch so fern.
Die Silben sind schon am richtigen Ort
und du wiederholst sie auch gern.

Doch noch weißt du nur, dass ich komm, wenn du’s sagst.
Weißt noch nicht, dass ich dieses „Mama“ bin.
Ich warte darauf, dass du zu erfassen vermagst,
dass diese Silben ergeben auch Sinn.

Denn ich weiß, dieser Tag wird sicherlich kommen
und ich sehne ihn innigst herbei.
Denn hat eine Mutter dies Wort erst vernommen,
ist alle Trauer und Missmut vorbei.

© frhoppe 04.08.2013

01.08.2013 Das entscheidende Wort – es rückt näher!

Bereits seit einiger Zeit brabbelt der kleine Mann munter und sehr deutlich vor sich hin. Blabla, Dada, Atta, Krrr, Agngudaba und noch einige andere Kombinationen. Es ist eine wahre Freude, ihm dabei zuzuhören, wie er die Sprache für sich entdeckt.

Zu Anfang dieser Woche kam dann ein neuer Laut dazu, ein heiß ersehnter neuer Laut. „Ma!“ tönte es aus Babys Mund, dicht gefolgt von „MmmmMam!“ Mir ist vor freudiger Erwartung fast das Herz stehen geblieben. Da Baby ja schon fast von Beginn an „Baba“ artikulierte, stand zu erwarten, dass sein erstes Wort „Papa“ sein würde. Und auch wenn mir diese Art von Wettbewerb fremd ist, wäre ich, wenn ich ganz ehrlich bin, ein bisschen traurig, wenn es nicht „Mama“ ist. Keine Frage, dass ich natürlich sofort begann wie eine Idiotin immer wieder zu sagen: „Ja, ich bin die Mama! Mama!! MAma!!! MAMA!!!! Ma-Ma!!!“ Das hatte sogar einen Effekt, nämlich das Baby ganz begeistert Mamamamamamamamam sagte. Und auch wenn das schon Musik in meinen Ohren war, ging es nicht darüber hinaus.

Und an dieser Stelle muss ich einmal betonen, wie sehr ich meinen wunderbaren Mann liebe. Sofort, als Baby anfing „Baba“ zu sagen, begann er verstärkt, das Wort „Mama“ zu benutzen. Ohne dass ich es ihm gesagt hätte – ich schwöre, ich habe keinen Ton gesagt – spürte er, dass es mir irgendwie – ich gebe zu absurderweise – wichtig ist, dass Baby zuerst „Mama“ sagt. Jetzt, wo der kleine Mann endlich den Laut „Ma“ für sich entdeckt hat, arbeitet der Papa unermüdlich daran, dass daraus ein „Mama“ wird.

Und so kam es dann, das der kleine Mann heute ein ganz zartes „Mama“ von sich gab. Ich weiß, dass es noch nicht in Bezug auf mich geschah, denn es war eher ein voneinander getrenntes „Ma Ma!“, aber ich bin mir sicher, das ist der Anfang. Bald kann er diese beiden simplen Laute der Frau zuordnen, die ihn bis jetzt 19 Monate mit Nahrung – und noch vielem mehr, aber für die kleinen Wurmis ist ja Nahrung primär wichtig 😉 – versorgt hat.

© frhoppe 01.08.2013

24.04.2013 Winke, winke!

Im Moment vergeht wirklich kein Tag, an dem der kleine Mann nicht irgendetwas neues kann. Wir sind morgens schon immer ganz gespannt, womit er uns heute wieder überrascht und wenn ich den ganzen Tag weg bin, frage ich mich aufgeregt, was er wohl alles neues kann, wenn ich wieder komme.

Heute hat er gelernt winke, winke zu machen. Ganz süß sieht das aus, wie er da in seinem Wagen liegt und zur Oma aufschaut und wenn sie winke, winke macht, dann krümmt er strahlend die Fingerchen seiner Hand immer wieder, bis Oma auch aufhört. Soooo goldig!!! Und der Blick dazu: „Hey, das ist aber lustig, was du da machst, das probier ich auch mal…Hui, das macht wirklich Spaß und du freust dich auch, dass ich es mache, na dann mach ich mal weiter!“ Ich glaube genau das geht in seinem Köpfchen vor 😀 Und ich habe mich heute ganz unverfälscht über den neuen Schritt gefreut, den Baby in meiner Abwesenheit gemacht hat

Als er sich neulich in meiner Abwesenheit das erste Mal gedreht hat, war das nämlich schon eher schwierig für mich. Mein erster Gedanke war: „Warum bist du nur weggegangen? Was bist du für eine Mutter, dass du die erste Drehung deines Kindes verpasst?“ Mein zweiter Gedanke war: „Ich kann ja nicht den ganzen Tag zu Hause hocken und das Kind beobachten. Da wird der ja gestört!“ Ich weiß, es ist absolut gut und richtig, dass ich meinen Interessen und auch Pflichten nachgehe, denn wenn ich ausgeglichen bin, ist es auch das Kind, aber manchmal, wenn der kleine Mann viel weg war bei seinen diversen Omas, dann ist da dieses leise Stimmchen in meinem Kopf, das mich fragt: „Glaubst du, er erkennt dich noch als Mama, wenn er immer soviel bei anderen ist?“ Ich kann nur sagen, diese Stimme ist ein fieses Arschloch!!! Hört nicht auf sie, denn sie will euch nur verunsichern. Woher ich das weiß?

Ich erkenne es an der Art, wie der kleine Mann mich anschaut, mit diesem besonderen Blick, wie er mich ganz sanft und ruhig fixiert, mir tief in die Augen schaut und dann, wenn er gefunden hat, was er sucht, ganz fröhlich lacht. Ich erkenne es daran, wie er vor Freude mit Armen und Beinen rudert, wenn er mich sieht und daran, dass er sich heute mit gestreckten Ärmchen fast aus Omas Arm gestürzt hat, um zu mir zu kommen.

Und soll ich ehrlich sein? Das gefällt mir! Sosehr ich es liebe, dass mein Baby ganz unkompliziert seine Omas und Opas annimmt und liebt, ich liebe es noch mehr, dass ich für ihn (mit atemloser erleichterter Freude zu lesen) MAMA!!!! bin.

© frhoppe 24.04.2013

29.01.13 Die Mama ist bekloppt!

Ohne mich jetzt selbst beleidigen zu wollen, aber ich bin wirklich bekloppt geworden. Ich meine, ich war ja schon immer etwas verhaltensoriginell, aber seit das Baby da ist, lass ich meinen inneren Irren auch mal ans Tageslicht. Was heißt hier mal – eigentlich täglich und das auch gerne mehrmals.

Es gibt nämlich etwas, das alle Eltern sehr schnell lernen. Glückliches Baby = Tiefenentspannung. Dementsprechend tut man in der Regel alles, damit das Baby glücklich ist. Und damit meine ich, wirklich ALLES! Ich singe, tanze, mache komische Geräusche und erfreue den kleinen Mann mit allerlei Gesichtsentgleisungen. Besonders beliebt sind auch Kombinationen aus oben genannten Varianten. Also singen und tanzen, oder tanzen und komische Geräusche, gerne aber auch singen und dabei das Gesicht entsprechend der besungenen Emotion verziehen. Und das Witzige ist, es macht mir selber einen Riesenspaß – wie ich ja oben schon sagte: glückliches Baby = Tiefenentspannung! Und zwar nicht, weil das alles so entspannend ist – im Gegenteil, es fordert einen ganz schön, immer was Neues abliefern zu müssen. Sie müssen nämlich nicht denken, dass etwas, das einmal lustig ist, auch wieder hilft. Hin und wieder haben Sie vielleicht Glück, aber in der Regel wird ALLES in kürzester Zeit langweilig. Nein, Tiefenentspannung erreicht man dadurch, dass man in Babys Nähe einfach aufhört, darüber nachzudenken, wie man nach außen wirken könnte.

Egal, wie bekloppt man aussieht oder klingt, es spielt keine Rolle, solange es Baby zum Lachen bringt. Es ist keine Entspannung im eigentlichen Sinne – also wie man sie nach einem Wochenende im Spa erreicht – sondern eine viel wesentlichere, denn in diesem Moment bleiben die Welt und all ihre kleinen und großen Katastrophen außen vor.

© frhoppe 29.01.13

27.01.13 Ein Hohelied auf die Verwandtschaft

Heute soll es mir mal gar nicht so sehr ums Baby gehen – auch wenn er nach den gestrigen Problemen beim Schlafengehen dann noch fantastische sechs Stunden geschlafen hat – sondern mehr um Babys liebe Verwandtschaft. Die ist nämlich ganz und gar fantastisch! Zwar können aufgrund der Entfernung nicht alle immer so da sein, wie sie es gerne hätten, aber jeder von ihnen nimmt regen Anteil am Leben des kleinen Mannes.

Da wäre zunächst mal meine Mama. Immer mittwochs kommt sie den kleinen Mann nach der Arbeit holen und macht mit ihm einen ausgedehnten Spaziergang. Wenn sie dann mit ihm hier wieder auf der Couch sitzt, kann nichts und niemand sie von Baby ablenken, sosehr genießt sie es mit ihm zu schäkern. Dabei leuchten ihre Augen und sie gibt die lustigsten Geräusche von sich, mal ganz zu schweigen von den verrückten Grimassen. Und wenn ich ab April wieder zur Uni muss, hat sie sich bereit erklärt, einen Tag in der Woche frei zu nehmen, um auf ihn aufzupassen. Ohne zu zögern, hat sie nach der Geburt ihre Wohnung zur Verfügung gestellt, damit meine eilends angereiste stolze Schwester – die kam gleich an zwei Wochenenden hintereinander, weil sie es nicht aushalten konnte –  Quartier hat und damit wir den Geburtstag von Babys Papa feiern konnten. Das wäre mir nämlich zwei Wochen nach der Geburt zu anstrengend gewesen. Und an Sylvester hat sie es ebenfalls möglich gemacht, dass wir nicht nur fantastisch speisen, sondern vor allem zum Jahreswechsel auch ganz entspannt mit meiner Schwester und meinen Eltern feiern konnten. Meine Schwester musste bis nach Mitternacht warten, bevor die Oma den kleinen Mann mal abgegeben hat. Als nächstes haben wir meine Schwiegermama und meinen Schwager. Nun ist das ja meistens so eine Sache mit Schwiegermamas und ihren Schwiegertöchtern, bei uns allerdings war das Verhältnis von Anfang an fantastisch. Wie auch nicht, wir sind beide Widder – sie hat nur zwei Tage nach mir Geburtstag – und ich mache ihren Sohn glücklich. Und nun, wo ich ihr endlich das heiß ersehnte Enkelchen geschenkt habe, gibt es glaube ich wenig, was ich noch falsch machen kann. Jedenfalls würden Schwiegermama und der stolze Onkel jeden Tag spazieren gehen, wenn wir sie lassen würden. So aber können wir jederzeit anrufen und schon kommen sie begeistert angeritten und sind jedes Mal wieder hin und weg vom kleinen Schatz. Mindestens genauso toll sind meine Großeltern, welches Babys Urgroßeltern sind. Und was für stolze Urgroßeltern. Jede Woche kommen sie vorbei und machen dann immer ganz fleißig Fotos, bevor sie den kleinen Mann zu einer großen Runde mitnehmen. Und nicht nur das, ich darf gerne mit Baby zu ihnen kommen. Sie betreuen dann den kleinen Mann, damit ich an meinen Hausarbeiten schreiben kann – ich gehe allerdings davon aus, dass da auch eigennützige Motive unter Umständen eine Rolle spielen könnten. Meine Großtante, die immerhin schon 86 ist, kann leider nicht mehr sehr gut laufen, aber auch sie lässt es sich nicht nehmen, ganz regelmäßig anzurufen. Und wenn wir es dann mal schaffen, sie zu besuchen, dann wird sie immer ganz sanft und vergisst alles andere, außer der Bewunderung für ihren Urgroßneffen.

Ganz besonders rührend finde ich aber ehrlich gesagt die Männer unserer Familie: Mein Papa ist sofort nach der Geburt ganz aufgeregt von der Ostsee angereist und konnte sich an dem kleinen Schatz gar nicht satt sehen – sogar das Wickeln hat er gleich gefilmt. Ich glaube ihm fällt es im Moment genauso schwer wie meiner Schwester – aber ehrlich gesagt auch wie mir –, dass die Entfernung es unmöglich macht, sich öfter zu sehen. Mein Opa wiederum zwingt mit schöner Regelmäßigkeit meine Oma, hier doch mal anzurufen und nicht immer nur den Blog zu lesen. Nicht, dass er etwa selber zum Hörer greift – Nein! Das machen echte Männer nicht! Außerdem ist mein Opa dafür viel zu beschäftig, der plant nämlich schon detailliert die Organisation der Spielplatzausflüge. Und dann erst mein Schwiegerpapa. Der ist noch die ganz alte Schule, so nach dem Motto, für Kinder sind die Frauen zuständig – dachten wir zumindest!!! Jetzt macht es ihm gar nichts mehr aus, die Windel wegzubringen und aus dem manchmal etwas grummeligen, älteren Herren wird auf einmal ein ganz begeisterter Opa, dessen Gesicht ganz weich wird, sobald er sein Enkelchen sieht. Dann spricht er mit ganz hoher verstellter Stimme und butzt Babys Näschen mit seiner Nase ganz sanft an. Und ich wette, wenn unser kleiner Mann in zwei Jahren anfängt in Opas heiß geliebten Garten die Blumen auszubuddeln, dann reicht der ihm noch die Schaufel an.

Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben, einfach weil sie alle uns mit diesen kleinen und großen Gesten, den Alltag so unfassbar erleichtern. Alle Eltern wissen, wie wichtig diese ein bis zwei Stunden Ruhe sind, alle Eltern kennen diese tiefe Dankbarkeit für das Besorgen von  etwas so Simplen wie dem vergessenen Honig oder dem benötigten Brot und alle Eltern genießen es zu sehen, wie sehr ihr Kind geliebt wird. Zu sehen, wie viel Freude unser kleiner Mann in ihre Gesichter bringt und zu erfahren, wie sehr Baby von ihnen geliebt wird, erfüllt mich mit maßlosem Staunen über die Macht, die ein solch kleines Wesen über uns alle hat. Und, um es noch mal mit aller Deutlichkeit zu sagen: Mit unendlicher Dankbarkeit dafür, dass IHR alle bereit seid, diesen kleinen Mann bedingungslos zu lieben. Denn damit kann er alles im Leben schaffen!!!

© frhoppe 27.01.13

26.01.2013 Der Schluckspecht wird zum Spuckspecht!

Zunächst habe ich mal eine gute Nachricht: Dem kleinen Mann geht es wieder besser. Er hustet kaum noch und auch die Nase ist schon immer mal wieder frei. Und Fieber hat er Gott sei Dank die ganze Zeit nicht bekommen, ich hätte ihm nämlich nicht auch noch ein Fieberzäpfchen verabreichen wollen.

So langsam sind wir aber recht froh, dass es ihm wieder besser geht. Natürlich schon allein deswegen, weil es ihm wieder besser geht, aber auch, weil dann die blöde Medikamentengabe ein Ende hat. Das ist ja sowieso schon immer so eine eher heikle Geschichte, dem kleinen Mann seine Vitamin-D-Tabletten täglich zu geben. Unbedarfte Nicht-Eltern mögen jetzt fragen: Wieso? Mund auf, Tablette rein. Ist doch ganz einfach, oder? EBEN NICHT!!! Mal ganz davon abgesehen, dass Babys sich an Festkörpern übel verschlucken können und diese darum grundsätzlich nicht in Babys Mund gehören, muss das Ding laut Packungsanweisung aufgelöst werden. In Wasser oder auch Tee, da hat man dann die Qual der Wahl. Ist aber eigentlich auch egal – unser Sohn mag keins von beiden. Wenn er einen schlechten Tag hat, braucht es zwei Erwachsene, den Löffel in sein Mäulchen zu bekommen – einer der den Löffel fest hält, der zweite zum Bändigen von Babys acht Armen – an guten Tagen lässt er es stoisch über sich ergehen. Das große Problem ist aber eigentlich nicht das Hineinbekommen sondern das Drinnenbehalten. Und damit wären wir beim Hustensaft. Wenn er die Tablette nämlich wieder ausspuckt, ist das nicht ganz so schlimm. Den Hustensaft muss er aber bekommen. Und zwar zweimal am Tag. Manchmal schmeckt er ihm, dann macht er den Mund weit auf und schluckt das Zeug einfach. Manchmal hat er aber so gar keinen Bock drauf. Dann gibt es keine Möglichkeit, ihn dazu zu bewegen den Saft zu schlucken. Und dabei hat er es wirklich drauf uns zu überlisten. Er kann nämlich den Schluckreflex ausschalten. Wirklich! Der behält den Pamps solange im Rachen bis wir mal eine Sekunde wegschauen und zack, lässt er es zu beiden Seiten aus seinem Mund laufen. Schön am Hals entlang in den Nacken hinein. Prima! Ist ja nicht so, als würde das Zeug kleben. Ach iewo!

Naja, falls er wirklich zu wenig abbekommen hat, dann gibt es ja noch das leckere Fichtennadel-Eukalytus-Öl zum Inhalieren. Das muss aber zum Glück nur auf den Schlafsack getropft werden und nicht in den Mund. Dafür riecht aber unser Schlafzimmer auch wie eine finnische Dampfsauna.

© frhoppe 26.01.13

23.01.2013 Wenn du glücklich bist…

Eine ganz entscheidende Frage, die man sich relativ bald nach der Geburt, zumeist auf der Höhe einer Schreiattacke, stellt, ist: Warum haben wir das nur getan? Das heißt keinesfalls, dass man sein Baby nicht mehr haben möchte – Sie können ja gerne mal versuchen mir meins wegzunehmen, regeln Sie aber bitte vorher ihre Angelegenheiten – aber man denkt manchmal eben doch über das Warum nach.

Und dann kommt er: Der Moment in dem Baby restlos glücklich ist. Nicht nur satt und zufrieden und aufgrund dieses Umstandes selig schlafend, sondern wach und glücklich. Meistens hält diese Phase nicht viel länger als 20 bis 30 Minuten an, denn Babys sind schnell mal reizüberflutet, aber für die Dauer dieser Phase, liegt der Himmel in den Augen der kleinen Wesen. Denn sie sind unverfälscht glücklich und genießen diesen einen Moment. Wo wir irgendwie doch immer unsere „Erwachsenensorgen“ im Hinterkopf haben, lacht der kleine Mann einfach los. Quietschend und strampelnd zeigt er seine Freude über das, was Mama oder Papa gerade machen.

Unser Baby liebt es total, wenn ich zurückgelehnt sitze, die Beine aufgestellt habe und ihn auf meinem Bauch sitzend nach hinten an die Beine gelehnt. Ich bin eine menschliche Babywippe. Das scheint die ideale Sitzposition zu sein. Da ist quasi alles möglich. Er liegt auf dem Rücken, kann dabei aber unser Gesicht sehen und vor allem kann er selbst entscheiden, wann er hingucken will oder wann es genug ist. Gleichzeitig kann Mama da ganz toll Babymassage üben. Außerdem lässt es sich so aufgrund der leicht angewinkelten Beine ganz wunderbar  pupsen. Und schlafen kann man da sowieso prima. Sie sehen also, eine Multifunktionsposition. Und genau hier haben wir diese tollen Momente, in denen ich ihm vorsingen darf und er mich dabei anlacht, weil er das Lied kennt, in denen er aktiv meine Hände greift und sie befühlt, in denen er seinen Körper entdeckt, indem er die Beine und Arme in die Luft streckt oder sich gedankenverloren den Bauch krabbelt. Und das sind auch die Momente, in denen er sein erstes quietschendes Lachen von sich gab.

Und für dieses Lachen, für diese Freude machen wir das alles!!!

© frhoppe 23.01.13

19.01.2013 Hat er gerade gehustet?

So schnell kann es gehen!!! Von wegen Nestschutz! … hmpf … Unser kleiner Mann ist das erste Mal krank. Nachdem ich dann gestern noch richtig mit Fieber im Bett gelegen habe, fing mitten in der Nacht auf einmal Baby an zu husten. Wir beide schreckten hoch, der Blick sofort adlergleich auf den kleinen Mann gerichtet. „Hat er gerade gehustet?“ fragte der Papa.

Hat er und zwar nicht trocken, sondern gleich rasselnd. Und dann fing er an, ganz furchtbar zu schnorcheln, weil die Nase auch nicht mehr frei war. Und wie das die typischen Neueltern so tun, sind wir auch ganz brav erstmal in Panik geraten. Was machen wir jetzt? Gleich zum Kinderarzt in die Rettungsstelle – das schlaue Buch sagt mit Husten immer zum Kinderarzt, na toll es ist aber Wochenende – oder doch erst mal die Nacht abwarten? Und haben die im Krankenhaus nicht gesagt, Babys sind Nasenatmer? Heißt das jetzt die können nicht durch den Mund atmen? Die letzte Frage stellte übrigens der Papa – es kommt also entgegen der landläufigen Meinung nicht nur den Frauen ein Hauch rationalen Denkvermögens abhanden, wenn es Baby nicht gut geht.

Wir haben uns dann dafür entschieden, die Nacht erst mal abzuwarten und den kleinen Mann nicht dem Stress der nächtlichen Rettungsstelle auszusetzen, zumal er auch kein Fieber hatte. Es erklärt sich allerdings von selbst, dass wir nicht besonders gut geschlafen haben. Wir waren zu sehr damit beschäftigt, den Kleinen zu überwachen. Nach dem Aufstehen stellte sich dann erneut die Frage: Rettungsstelle oder reicht der Kinderarzt am Montag? Schließlich sind Husten und Fieber bis zu einem gewissen Grad ja sinnvolle Reaktionen des Körpers, die den Krankheitskeimen den Weg aus dem Körper zeigen. Man sollte sie also nicht sofort unterdrücken. Andererseits soll Husten bei Babys immer abgehört werden. Gott sei Dank habe ich eine Ärztin im Freundeskreis, die selbst auch schon erfolgreich Mama ist, also wurde erst mal schnell da angerufen. Und sie bestätigte mich dann auch in der bevorzugten Variante, den kleinen Mann nicht in die Rettungsstelle zu schleppen, sondern bis Montag zu warten, solange er kein Fieber bekommt. Und dann gab sie mir noch eine Erkenntnis mit, die ich wirklich hilfreich fand: Ich stille, obwohl ich krank bin – was soll ich auch anderes machen! Und gerade das ist am besten, denn da ich selber schon fleißig am produzieren von Abwehrstoffen bin, muss Babys kleiner Körper das nicht alleine tun. Denn meine Abwehrstoffe gehen durch die Milch direkt an den kleinen Mann – vermutlich ist er sogar schneller wieder fit als ich.

Trotzdem stelle ich mir die Frage, ob ich nicht doch den Mundschutz hätte in Erwägung ziehen sollen. Allerdings ist ja der Papa schon seit einer Woche krank. Um wirklich sicher zu sein, hätten wir schon eine Woche mit den Dingern herum rennen müssen. Das macht ja auch keiner!  Sollte zumindest niemand!!!

© frhoppe 19.01.13

18.01.2013 Krank – was nun?

Wie ich ja schon vor einigen Tagen am Rande mal erwähnt hatte, hatte der Papa sich erkältet. So richtig mit Husten und Schnupfen und Gliederschmerzen. Er hat sich also auch ganz brav vom Kind ferngehalten, damit er unseren kleinen Mann nicht ansteckt.

Die Folge dessen war aber, dass  ich mich nun um den Kleinen quasi alleine kümmern musste. An sich ja nicht schlimm, das muss so manch andere Mutter tagtäglich tun – meinen tief empfundenen Respekt an dieser Stelle mal für alle alleinerziehende Mütter!!! Allerdings gestalten sich seitdem die Nächte etwas rastloser. Zwar schläft der kleine Mann mittlerweile fast immer länger als vier Stunden – einmal sogar acht! – allerdings tut er das nur einmal die Nacht! Ja natürlich, werden Sie meinen, ich schlaf ja auch nur einmal die Nacht, ich meine damit aber folgendes: Wenn er seine lange Schlafphase einmal hinter sich hat, dann kommt er in etwa alle zwei Stunden. Auch noch ein Zeitabschnitt, der nach entsprechender Gewöhnungsphase, eine gewisse Erholung gewährleistet, jetzt jedoch kommt der kranke Papa ins Spiel. Immer im Wechsel mit dem Kind – nicht etwa gleichzeitig, dass wäre ja zu einfach – erwachte er schnaubend und hustend. Keine Frage, dass ich natürlich mit wach war. Und wenn Sie jetzt gut aufgepasst haben, erkennen Sie, dass das Summa Summarum eine Stunde Schlaf am Stück für mich bedeutet. Dementsprechend gerädert fühle ich mich seit einigen Tagen – vergessen Sie bitte die Kinderbetreuung tagsüber nicht – und dementsprechend bin ich jetzt natürlich auch krank.

Und jetzt stellt sich die große Frage: Was mache ich mit dem kleinen Mann? Mich fernhalten ist eher schwieriger umzusetzen, denn meine Brust ist und bleibt mit mir verwachsen. Also muss Google ran! Und da fand ich etwas wirklich Absurdes! Da wurde doch ernsthaft und wirklich dazu geraten, das Kind nur mit Mundschutz zu stillen!!! Ich stelle mir das jetzt mal aus Babys Perspektive vor. Es wird endlich wieder an die geliebte, wohlig warme Milchquelle angelegt, blickt vertrauensvoll dahin auf, wo es zu Recht Mamas liebendes Gesicht erwartet und wird empfangen von einem Gesicht, das statt Mund und Nase einen weißen, wahlweise chirurgisch grünen Fleck hat.

Nein danke, da riskiere ich lieber, dass der kleine Mann einen Keim abbekommt, als ihn zu traumatisieren. Es gibt ja auch noch den Nestschutz!!!

© frhoppe 18.01.13