05.09.2013 Krabbelnator!!!

Am gestrigen Tage verlegten wir mit guten Freunden im Wohnzimmer unser tolles, preiswert erstandenes Laminat. Wir sind auch tatsächlich fertig geworden und so bestand dem kleinen Mann heute eine große Überraschung bevor, als wir mit ihm die Wohnung betraten.

Er ist ja nun, wie schon erwähnt, sehr mobil und will sich dementsprechend im Krabbeln ausprobieren. Das Problem an der Sache ist, dass in der alten Wohnung überall Kisten, Möbel und andere potenziell gefährliche Dinge stehen und in der neuen Wohnung der Boden noch mit Farbresten, Schmutz und Folie bedeckt war. Beide Umgebungen sind also nicht unbedingt krabbelgeeignet.

Dies hat sich mit der Verlegung des Laminats grundlegend geändert. Während der Papa also das Kinderzimmer zu Ende tapezierte – den größten Teil hatte gestern der weibliche Part unserer guten Freunde und ihreszeichens Raumausstatterin übernommen – machten wir uns heute einen Spaß daraus das Kind am einen Ende des Zimmers auszusetzen und dann schnell zum anderen Ende zu eilen. Mit was für einer Begeisterung krabbelte das Bärchen laut giggelnd und krakelend ein ums andere Mal von hier nach dort. Sogar ein Video konnte ich davon machen, wie glücklich er war, sich endlich frei bewegen zu dürfen.

Und als wäre das noch nicht genug, schlief er doch tatsächlich fast sofort ein, als wir zu Hause waren.

19.05.2014 frhoppe

Das Laufenlernen – Teil 1

Um laufen zu lernen, musste unser kleiner Mann erst einmal etwas anderes beherrschen, nämlich das Krabbeln. Bei meinem letzten Eintrag waren wir ja gerade erst soweit, dass der Gnom sicher sitzen konnte und von dort aus robbend in die Gegend startete. Einige Tage später traute ich meinen Augen kaum, als er sich plötzlich in den Vierfüßlerstand erhob, dann auf die Knie und sich schließlich an unserer Schrankwand hochzog und freudig dort stand. Und das noch BEVOR er krabbeln konnte – das gab natürlich den Mutmaßungen, er werde laufen bevor er krabbelt, neues Futter.

Es blieb jedoch bei den ersten Stehversuchen, zumindest in Sachen laufen, denn erst einmal entschied sich unser Sonnenschein, dass Umzugsvorbereitungen der perfekte Rahmen für den Beginn mit dem Krabbeln seien, denn binnen weniger Tage war er kaum noch zu bremsen. Die ganze Wohnung gehörte ihm und seinen kleinen, mittlerweile bläulich gefleckten Beinchen, denn auch Türschwellen wurden gnadenlos überrannt – im Übrigen blieb es bei dieser Haudrauf-Krabbeltechnik … wenn Baby irgendwohin möchte, dann geht die Reise los, gleichgültig wie viele Bauklötzer ihm im Weg liegen – und am Ende des Tages war ich immer ein wenig schockiert über das Aussehen seiner Schienbeine, aber den kleinen Mann schien es so gar nichts auszumachen, Hauptsache seine Reichweite wurde nicht eingeschränkt. Ich kann dazu bei allem Stolz nur sagen: Eine Wohnung krabbelsicher zu machen während eines Umzugs, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sogar sein Fort aus Kisten – immerhin immer zwei Bananenkisten übereinander –, dass ich ihm auf dem Bett gebaut hatte, damit ich – im selben Zimmer befindlich – weitere Kisten packen konnte, begann er zu erklimmen, kaum dass ich ihm einmal den Rücken zukehrte.

© frhoppe 04.01.2014

30.07.2013 Gerade lernt er Krabbeln…

… und schon versucht er zu stehen.

Stehen mag der kleine Mann ja schon lange unheimlich gerne. Schon mit fünf Monaten bei der U4 musste er Frau Doktor beweisen, dass er das nicht nur grundsätzlich kann, sondern auch gleich auf einem Bein. Trug ihm einen Rüffel von der Ärztin ein, interessierte ihn aber nicht sonderlich. Er stand weiter munter bei jeder Gelegenheit, auch wenn er vorher weder sitzen noch krabbeln konnte.

Seit einigen Wochen übt Baby sich ja jetzt fleißig im Krabbeln. Ich sage bewusst „übt“, denn der kleine Mann kommt zwar vorwärts – und das auch durchaus in einem beachtlichen Tempo – aber mit dem klassischen Krabbeln hat das nicht viel gemein. Eher robbt er sich auf seinen Unterarmen durch die Wohnung und macht dabei einem Soldaten im Unterholz alle Ehre. Je nach Untergrund und Bekleidung variiert das Tempo und die Art der Fortbewegung. Teppich ist ganz blöd, vor allem, wenn er nur einen Body anhat. Da heißt es mühsam auf die Knie gehen, arschwackelnd Anlauf nehmen und sich vorwärts schmeißen. Einfacher ist es da schon, wenn sich Baby auf Rasen befindet, vorzugsweise mit Hosen, da kann man dann nämlich die Unterarme aufstützen und sich vorwärts ziehen. Am besten läufts aber mit Laminat – welches sich praktischerweise fast überall in unserer Wohnung finden lässt – erst recht, wenn Baby etwas Langes anhat. Dann pappt er seine beiden Händchen auf den Boden uns zieht sich mit bloßer Armkraft vorwärts!

Und selbige Armkraft verhalf Baby nun heute zu seinem ersten Steherfolg. Der kleine Mann saß auf Omas Bein – Oma lag derweil ausgestreckt auf dem Boden – und packte mit beiden Händen das vor ihm befindliche Stuhlbein. Und bevor wirs uns versahen, hatte er sich hochgezogen. Leider kippte in diesem Moment der Stuhl. Oma hinderte ihn zwar am Umfallen, allerdings hatte diese schnelle Bewegung zur Folge, dass der kleine Mann wieder auf seinen Hintern plumpste und sich nicht mehr dazu herabließ, es noch einmal zu versuchen.

© frhoppe 30.07.2013

 

03.07.2013 Er kann es!!!

Na gut, ich gebe zu auf allen vieren ist er noch nicht, aber heute morgen hat der kleine Mann einen weiteren großen Schritt in Richtung Mobilität gemacht. Er kann jetzt nämlich vorwärts robben – und das in einem Affenzahn! So schnell kann man nicht schauen, da ist er übers ganze Bett gerobbt.

Ganz stolz rief mich der Papa in der Uni an und berichtete von diesem tollen Ereignis! Seiner Aussage nach schafft es Baby, sich unter energischem Gestrampel beider Beine vorwärts zu schieben. Und wie ich mich heute Abend selbst überzeugen konnte, kommt dieses Gestrampel dem „wirklichen“ Krabbeln schon sehr nah. Die Beinchen bewegen sich schon genau so, wie sie es müssen, nur den Bauch bekommt der kleine Mann noch nicht hoch.

Oh man, ich bin so stolz!!!

Und gleichzeitig wieder einmal ein bisschen traurig und ängstlich. Traurig, weil ich ja in der letzten Woche ausdauernd geübt habe und der Papa dann die Lorbeeren einstreichen darf – aber das ist eher ein humorvolles Traurigsein und auch eines, dass vom Stolz ganz schnell verschluckt wird. Anders sieht es da schon mit der Angst aus. Ich weiß nicht mal, ob ich es wirklich Angst nennen sollte, es ist eher so ein beklemmendes Gefühl, aber nicht schlimm beklemmend, sondern einfach nur merkwürdig. Denn mit jedem neuen Schritt den Baby macht, wird mir bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Gerade heute habe ich Baby ersten Schlafsack umgepackt und, mein Gott, der ist so winzig und wenn ich daran denke, dass der kleine Mann am Anfang da nicht einmal rein gepasst hat und wie groß er jetzt ist, fühle ich mich als rinne mir die Zeit durch die Finger. Im gleichen Moment kann ich es kaum erwarten, dass er alles lernt und entdeckt, was die Welt für ihn bereit hält. Ich denke, daher kommt dieses beklemmende Gefühl. Ich bin zerrissen zwischen dem Gefühl der rennenden Zeit und der Freude über jeden neuen Schritt, den der kleine Mann macht.

Im Grunde bin ich aber heute nur eins: wahnsinnig stolz 😀

© frhoppe 03.07.2013

21.06.2013 Ich liebe dieses Kind!

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich liebe dieses Kind!!!

Der kleine Mann ist einfach so unfassbar toll, hübsch, lebhaft, intelligent, freundlich, interessiert und bei allem, was er tut so unfassbar süß. Heute haben wir drei eine wunderschöne Stunde damit verbracht einfach nur zusammen auf dem Bett liegen. Baby hat dabei zwischen uns gelegen und hat die ganze Zeit munter vor sich hin geplappert. Mittlerweile ist das schon richtig verständlich, was er da von sich gibt. Ich spreche zwar seine Sprache nicht, aber täte ich es, würde ich sagen, er spricht sehr deutlich – kein Nuscheln, sondern klare Artikulation von Atta, Dada und Blabla. Ich könnte ihm stundenlag zuhören.

Und zwischendurch schaute er uns dann immer an, mit gerunzelter Stirn und so ernst, dass wir uns besorgt fragten, was ihn wohl bedrücken mochte, nur um dann plötzlich ganz breit über das ganze Gesicht zu grinsen, mit schelmischem Funkeln und gekrauster Nase. Und wenn wir dann zurück lächelten, dann schmiss er vor Freude sein Gesichtchen in die Matratze, drückte sich mit den Ärmchen ab und katapultierte sich begeistert etwa zehn Zentimeter rückwärts.

Überhaupt hatte er heute eine Menge zu bieten in Sachen Bewegung. Nicht nur, dass er sich soweit nach hinten verdreht hat, dass er mit seinem Kopf fast seine Füße berühren konnte – erstaunlich diese Beweglichkeit, die Babys haben – er macht jetzt wirklich langsam eindeutig Anstalten, mit dem Krabbeln anzufangen. Für einige wenige Sekunden schafft er es jetzt immer schon, seinen kleinen Bauch anzuheben – nur einen oder zwei Zentimeter zwar, aber immerhin! Wenn er es gerade nicht schafft, dann versucht er es aber energisch. Seine Füßchen an der Wand abgestützt wackelt er vor und zurück wie ein Wackeldackel, so als würde er Schwung holen, um sich im nächsten Moment auf Hände und Knie zu erheben.

Ich staune jeden Tag über dieses riesige Wunder, dass wir da geschaffen haben. Noch immer komme ich nachts ins Zimmer und kann nicht fassen, welches Glück wir haben, dieses wunderbare, liebe- und temperamentvolle Bündel bei uns zu haben. Er bereichert unser Leben und unsere Beziehung so sehr, dass es kaum zu glauben ist. Und manchmal, wenn ich ihn sehe, dann ist mein Herz so voll von Liebe für ihn, dass es fast wehtut.

© frhoppe 21.06.2013

07.06.2013 Wie bewegen uns fort….

… zwar noch nicht sehr weit und in der Regel auch nicht vorwärts, aber es wird langsam was mit dem Thema Krabbeln 🙂

Erst manifestierten sich die Fortbewegungsversuche unseres kleinen Mannes in unkoordiniertem Strampeln. Dieses sah dergestalt aus, dass er auf dem Bauch liegend alle viere nach hinten weg streckte, als wolle er fliegen. Er begriff relativ schnell, dass er damit nicht weit kommen würde und war dementsprechend dann auch öfter mal frustriert, denn zurück auf den Rücken drehen konnte er sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Als er dies dann aber endlich hinbekommen hatte, ging es rasant vorwärts.

Angefangen hat es damit, dass der kleine Mann seine Knie unter seinen kleinen süßen Wanst gezogen hat, während er zeitgleich sein Gesicht seitlich, wahlweise aber auch frontal in den jeweiligen Untergrund drückte. Dies wurde irgendwann erweitert durch stetiges Vorwärtsrobben über den Boden, sofern er für seine Füßchen einen wie auch immer gearteten Widerstand fand

Mittlerweile schafft es tatsächlich schon für etwa eine Zehntelsekunde seinen Bauch anzuheben, bevor er wieder wie ein nasser Sack auf den Boden plumpst. Das ganze sieht SEHR anstrengend aus, darum gibt er meistens auch nach wenigen Versuchen auf und versucht es auf andere Weise. Und dies gestaltet sich so: Er liegt auf dem Bauch, das Köpfchen so weit es geht angehoben und auf seine Arme gestützt. Dann drückt er das Köpfchen mit Schmackes in die Unterlage, während er gleichzeitig seine Beinchen unter sich zieht. Nun kann er sich mit Hilfe seiner Stirn und einem erheblichen Kraftaufwand rückwärts schieben.

Beeindruckend!!! Nur mache ich mir ehrlich gesagt Gedanken, was passiert, wenn er das auf einem nicht so weichen Untergrund versucht. Naja … Babys sind ja klug!!! Eigentlich!

© frhoppe 07.06.2013

06.05.2013 Ich liebe dieses Kind!

Obwohl der kleine Mann heute ganz viel erlebt – er war ja wieder bei den lieben Urgroßeltern -, ganz viel gemacht hat – er übt sich im Krabbeln, was allerdings im Moment eher dergestalt von statten geht, dass Baby seine Füße unter seinen kleinen Hintern schiebt, den er in die Höhe streckt und sich dann mit dem Gesicht auf dem Boden vorwärts schiebt – und es darum viel zu erzählen gäbe, ist eines heute am bemerkenswertesten:

Immer wenn ich den kleinen Mann ins Bett gebracht, ihn gestillt und in den Schlaf gesungen habe, gebe ich ihm zum Schluss noch einen Kuss auf die Wange, sage ihm, dass ich ihn lieb habe und dass er gut schlafen und träumen soll. Dann gehe ich raus und Baby schläft bis 11 oder 12. Heute habe ich allerdings zuerst seinen vollen Windelbeutel in den Flur gestellt und bin dann noch einmal rein.

Und da lag er und schaute mich mit großen Augen an. Als ich ihm dann seinen Kuss gab und ihm seinen Wunsch zur Nacht flüsterte, schloss er die Augen, lächelte und schlief sofort ein.

Ich liebe dieses Kind!!!!

© frhoppe 06.05.2013

23.04.2013 Da macht der doch Anstalten zu…

Nein, nicht wirklich! DAS ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder? Du hast gerade eben erst geschafft, dich auf den Bauch zu drehen, da kannst du dir mit dem nächsten Schritt noch Zeit lassen. Wie wäre es denn, wenn du erst mal lernst dich vom Bauch zurück auf den Rücken zu drehen? Dann müsstest du nämlich nicht immer meckern, damit das einer für dich übernimmt.

Irgendwie sieht das der kleine Mann aber anders, denn er dreht sich munter immer wieder auf den Bauch. Blöd nur, dass er die Bauchlage meistens nicht leiden kann. Also wird so lange gequengelt, bis wir ihn wieder umdrehen. Keine Frage, dass er sich dann natürlich sofort wieder auf den Bauch rollt. Spannend ist dabei nun, dass er nicht etwa übt, sich selbstständig wieder zurück zu drehen – wozu auch, dafür hat er ja Personal – sondern, dass er allen Ernstes munter seine Beinchen unter sich zieht, so als würde er krabbeln. Den kleinen süßen Hintern in die Höhe gestreckt, fehlt nur noch das Bäuchlein, welches irgendwie noch mit der Schwerkraft kämpft. Aber er schafft es so immerhin schon sich manchmal vorwärts zu schieben. WAS SOLL DAS??? Ich bin noch nicht so weit!

Das ist natürlich alles Quatsch. In Wirklichkeit bin ich stolz wie Bolle und außer mir vor Freude über die Agilität dieses Wunders. Und kann es kaum erwarten, dass er es schafft, seinen Wanst vom Boden zu heben, auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass das noch einige Zeit dauern kann.

© frhoppe 23.04.2013