22.03.2013 IMFEN – Die vorerst letzte Klappe!

Tja, kaum aus dem Urlaub zurückgekehrt, stand heute der nächste Kinderarzttermin an. 10 Uhr morgens bei Frau Doktor in der Praxis – zum Impfen! Wir haben das Ganze ja immerhin schon zweimal durch, wussten also so langsam was auf uns zukommt – dachten wir zumindest…

Dieses Mal hatte der kleine Mann erstaunlich gute Laune, als er zu Frau Doktor rein musste. Gelacht hat er, gegurrt und geschäkert, dass sich die Ärztin richtig gefreut hat. Und dann kamen die Spritzen. Wie immer: Eine links in den Oberschenkel, eine rechts. Heute hat mal der Papa das Kind gehalten. Sah auch ganz gut aus, denn die erste Spritze ging sogar ganz ohne Protest rein. Frau Doktor äußerte sich sogar schon erfreut. Vielleicht war es das, vielleicht auch die Tatsache, dass er mich etwas entfernt sitzen sah … auf jeden Fall begann er auf einmal ganz herzerweichend zu weinen. Soweit, so schlecht, das kannten wir ja auch schon. Womit wir nicht gerechnet hatten, war die Tatsache, dass so ein kleines Würmchen mit vier Monaten schon so viel Ausdruck im Gesicht hat. Wie er mich angesehen hat … dicke Tränchen kullerten, die Augen weit aufgerissen, die Unterlippe vorgeschoben und dann dieses zitternde Schluchzen … furchtbar!!! Unser Trost ist, dass wir jetzt ein Jahr Ruhe haben, bevor die nächsten Impfungen dran sind.

Ach ja und natürlich der Umstand, dass sich unser Sohn wieder einmal aus Rache derartig beschissen hat, dass wir ihn komplett umziehen mussten. Und das hat er nicht etwa gleich gemacht. Nein, er hat bis ungefähr 10 Minuten bevor der Fotograf kam, gewartet.

© frhoppe 22.03.2013

 

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12.02.2013 Das IMPFEN! – Klappe die 2. mit Augenzwinkern!

Verraten erwiderst du meinen Blick.
Hinfort ist alles empfundene Glück.
Du weinst dicke Tränen über den Schmerz.
Du schreist: „Ach Mami, hast du kein Herz?“
Dein Blick irrt zum Vater, der hinter mir steht.
Du fragst: „Begreifst wenigstens du, worum es hier geht?“
Doch Graus, auch Vater schreitet nicht ein.
Wie können das meine Eltern sein?
Dieselben die täglich und nächtens mich pflegen,
Dieselben, die immerfort lieb mit mir reden.
Dieselben die immer so schön für mich singen
Und Tag und Nacht das Futter mir bringen.
Mich tragen beim ersten bekümmerten Ton
So schnell, ihr Eltern, verlasst ihr mich schon?
Und plötzlich, ganz schnell ist alles vorbei,
Die Eltern, die trösten und eilen herbei.
Sie nehmen dich fest in den sicheren Arm
Und lächeln und gurren und kuscheln dich warm.
Voll Liebe erwiderst du unseren Blick
Und plötzlich ist wieder alles voll Glück.
 
© frhoppe 12.02.13

15.01.2013 Das IMPFEN!!!

Warum ist dieses Wort groß geschrieben? Ganz einfach, weil es sich ungefähr genauso groß auf den Tag auswirkt, an welchem das IMPFEN von statten geht. Wir haben uns nach langem hin und her und sorgsamer Überlegung dafür entschieden und so war heute DER Tag.

Pünktlich um zehn Uhr morgens standen wir bei unserer Kinderärztin auf der Matte – zuerst die positive Nachricht: unser kleiner Fraßbär wiegt nicht sooo viel, wie wir dachten, sondern nur 6540g. Wir hatten ehrlich gesagt schon mit etwa 7 kg gerechnet. Die Laune war also gut, unser kleiner Mann war prima drauf und sah sich mit großen Augen in der Praxis um. Dann ging es zur Frau Doktor rein und ein erster Protestlaut entrang sich der kleinen Kehle, dräuend tauchten dunkle Wolken am sonnigen Himmel auf, die sich zunächst jedoch durch ein kunterbuntes Flugzeug noch fernhalten ließen. Dann kam die Schluckimpfung gegen die Rotaviren – auch noch annehmbar, weil offenbar wohlschmeckend, wenn auch schon ein Krokodilstränchen vergossen wurde, ob des unsäglichen Leides, diesen Impfstoff per Pipette in den Mund gedrückt zu bekommen. Du hast ja keine Ahnung, dachte ich bei mir, denn ICH wusste ja, dass noch zwei Spritzen folgen sollten. Ich hatte aber auch keine Ahnung, wie sich herausstellte, denn ICH sollte dem kleinen Mann die Ärmchen festhalten. Papa war fein raus, denn der hatte sich rechtzeitig eine Bronchitis eingefangen und musste sich deswegen vom Baby fernhalten. Die Schwester hielt seine Beinchen und die Ärztin legte los. Die erste Spritze ließ er halbwegs über sich ergehen, die zweite – die gegen Tetanus – nicht mehr, denn die piekt nicht nur, die tut auch noch beim reinspritzen weh. Zu diesem Zeitpunkt ließ sich der kleine tapfere Mann aber noch einmal von mir beruhigen.

Jetzt – etwa 8 Stunden später – möchte ich mich am liebsten mit ihm hinlegen und mitweinen, denn wenn er nicht schreit, dann nur, weil er sich vor Erschöpfung in den Schlaf geschrieen hat. Und wenn ich daran denke, dass wir das ganze in vier Wochen schon wieder vor uns haben, wird mir ganz anders. Allerdings gibt es eine gute Nachricht, denn er hat kein Fieber. Und an alle Eltern, die noch vor der Klärung der Frage stehen, ob ein Fieberthermometer an entsprechender Stelle wirklich die Darmtätigkeit anregt: Tut es! Sehr gut sogar!

© frhoppe 15.01.13