21.04.2013 Heute will er es wissen!

Haha! Ich habs gesehen! Juhu und Freu und Jubelschrei!!! Der kleine Mann kann sich drehen – ach nee, wirklich, mag sich so mancher fragen, das hat sie doch gestern schon geschrieben! Hat sie! Aber solange Mama es nicht gesehen hat, können die anderen ja viel erzählen 😉

Gleich morgens früh erwachte der kleine Mann mit einem Strahlen im Gesicht, so sehr freute er sich, mich zu sehen – die letzten Morgen war ich ja immer schon weg. Dann begann er zu schnattern und nachdem ich ihn endlich von seinem Schlafsack befreit hatte, auch zu strampeln und dann: ZACK!!! Lag er auf dem Bauch – diesmal komplett, über den Arm hatte er sich einfach rüber gewalzt – und gab so ein lustig-überraschtes Ooh von sich, als könne er es selbst nicht glauben. Und wie Eltern eben so sind: Statt sich einfach nur eine Weile über Babys Erfolg zu freuen, haben wir ihn gleich wieder umgedreht und geschaut, ob er das nochmal schafft. Hat er! Fünf Mal und immer wieder mit diesem süßen Ooh! Fast als wollte er Mama dafür entschädigen, dass sie das erste Mal verpasst hat.

Mit der Entschädigung war aber noch lange nicht Schluss. Als wir heute Mittag in einem Restaurant einen 80. Geburtstag feierten, war der kleine Mann nicht nur bombastisch gut drauf, sondern schlief auch – nachdem er plötzlich furchtbar müde geworden war – ganz friedlich an meine Brust gekuschelt bestimmt eine halbe Stunde. Und das in einer nicht gerade leisen Umgebung. Das war so wunderschön, denn das hat er schon bestimmt seit zwei Monaten nicht mehr gemacht. Mittlerweile will er nämlich lieber gucken als bei Mama an der Brust schlafen.

Und jetzt gerade entdeckt er seinen Fuß. Zusammen gefaltet wie eine Mundharmonika sitzt er auf meinem Bauch und untersucht das lustige Ding am Ende seines Beines. Und ich musste herzhaft lachen, denn als ich beim Guten-Morgen-Lied – ja wir singen das manchmal auch abends, da sind wir ganz verrückt – die Stelle „Beweg deine Füßchen, der kleine Zeh der schläft noch. Da hilft ihm das Küsschen.“ vorsang, biss er beherzt in seinen Fuß.

© frhoppe 21.04.2013

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28.01.2013 Wo man singt, da lass dich ruhig nieder…

Spötter mögen wieder einmal sagen: Jaaa, die Eltern, was die sich immer so alles einbilden. Heute aber hat unser Sohn das erste Mal gesungen. Wirklich und wahrhaftig gesungen. Das waren wirklich aneinander gereihte Töne in Reaktion darauf, dass ich ihm vorher vorgesungen habe. Hach nee, ich muss wirklich sagen, dass mein Musikerherz vor Freude auf und ab springt, wenn es sieht, wie sehr der kleine Mann Musik jeder Couleur genießt. Das hat ja schon im Bauch angefangen, dass Baby immer an ganz bestimmten Stellen des Liedes getreten hat – der Beweis schlechthin, dass die kleinen Würmchen sehr wohl schon mitbekommen, was da so außerhalb ihrer kleinen Einzimmerwohnung passiert. Erfreulicherweise setzt es sich jetzt fort.

Eigentlich ist es dem kleinen Mann egal, was für Musik läuft, hauptsache da dudelt was. Er zeigt aber schon eindeutige Präferenzen. Mittagsschlaf allein im Schlafzimmer geht zum Beispiel nur, wenn Radio Paradiso läuft, Deutschlandradio geht da mal gar nicht. Noch viel schöner ist es aber, wenn wir ihm vorsingen – ja, bei uns singt auch der Papa! Ich hatte ja schon erwähnt, dass der Gesang fest zu unserem Abendritual gehört, Naja sagen wir, das Abendritual besteht hauptsächlich aus Gesang. Dazu kommt noch ein bisschen wickeln und Schlafanzuganziehen vor dem Singen und eine kleine Mahlzeit während des Singens. Besonders schön ist dabei zu beobachten, wie der kleine Mann so richtig runterkommt. Er wird ganz entspannt und schaut mir ruhig und gelöst in die Augen, bevor er einschläft. Und dann schläft er meistens auch bis Mitternacht. Aber damit hört es ja nicht auf.

Gleich morgens nach dem Aufstehen, gibt es das Guten-Morgen-Lied aus dem Traumzauberbaum und hinterdrein gleich noch das Regenlied – das hilft nämlich mit integrierter Bauchmassage auch gleich beim morgendlichen Pups. Überhaupt steht er total auf interaktives Singen. Möglichst viele Tonbewegungen synchron mit Körperbewegungen beschäftigen ihn mitunter eine ganze Stunde und lenken ihn sogar manchmal vom Hunger ab. Unsere Favoriten sind da im Moment „The Owl and the Pussycat“ von Rutter und „Aschenbrödel“ von Weber&Beckmann. Das Schönste ist aber, dass man den kleinen Mann mit Liedern beruhigen kann. Früher oder später lauscht er andächtig dem Lied – ich hab da SEHR gute Erfahrungen mit „Hush Little Baby“ von Carly Simons gemacht! Dieses Lied holt ihn sogar aus dem größten Wutanfall.

Ich bin also hellauf begeistert, dass er das Singen so wunderbar annimmt, denn Gesang ist für so viele Dinge gut, nicht nur für die Seele. Die Atmung verbessert sich, die Sprache entwickelt sich besser und schneller und die Gehirnentwicklung wird auch gefördert. Und das gilt nicht nur für schönen Gesang – die Hauptsache ist, dass überhaupt gesungen wird und zwar egal wo. Denn wer sagt eigentlich, dass man in der Öffentlichkeit nicht singen darf. Doch nur irgendwelche Miesepeter, die sich selber nicht trauen.

© frhoppe 28.01.13

10.01.2013 Die Sonne scheint, auch wenn wir sie nicht immer sehen!

Gerade weil wir heute einen besonders schwierigen Tag mit unserem Kleinen haben – ja heute ist definitiv ein Tag für die am 08.01. ins Spiel gebrachten Ohropax – komme ich nicht umhin, über die besonders schönen Momente zu sprechen. Denn gerade wenn Sie mit Ihren Nerven völlig am Ende sind, sollten Sie die „guten“ Momente bewusst genießen. Diese „guten“ Momente können ganz unterschiedlich beschaffen sein.

Zum Beispiel kann ich gar nicht anders, als über Babys erleichtertes Gesichtchen nach einem besonders lauten Pups zu lachen. Also ich weiß nicht, wie’s Ihnen geht, aber ich kann das nachvollziehen – geht uns ja allen so, nur dürfen wir es nicht mehr zeigen. Außerdem hoffe ich, dass gerade dieser Pups die Ursache für das anhaltende Geschrei war – na ja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Und wenn der kleine Fraßbär nach vollendeter Mahlzeit satt und zufrieden an meiner Brust einschlummert, dann nutze ich diese kleine Ruheoase, um mich für die nächste Schreistrecke zu stärken. Faszinierenderweise schaffen wir es sogar auch nach zweieinhalbstündiger Wanderschaft durch unsere Wohnung, gemeinsam darüber zu lachen, dass der Kleine selbst im Tiefschlaf sofort merkt, wenn wir auch nur daran denken, uns etwa hinzusetzen. Ist ja auch eine Frechheit, so etwas auch nur in Erwägung zu ziehen, wenn der kleine Prinz zu laufen wünscht!

Unseren bislang schönsten Moment hatten der kleine Mann und ich heute Vormittag. Ich hatte schon in der Schwangerschaft angefangen, ihm bestimmte Lieder regelmäßig vorzusingen – ich glaube nämlich nicht nur fest daran, dass Musik mit die beste Förderung ist, die ein Kind bekommen kann, sondern auch daran, dass Babys sich an das erinnern, was sie im Mutterleib gehört haben. Jedenfalls habe ich ihm wie jeden Morgen das Guten-Morgen-Lied aus dem Traumzauberbaum vorgesungen – ja genau, das mit dem fliegenden Küsschen, dass Näschen kitzelt und dem kleinen Zeh beim Aufwachen hilft. Kaum hatte ich die ersten Töne gesungen, riss der kleine Sonnenschein erfreut die Augen auf, wandte mir den Kopf zu und lachte mich übers ganze Gesicht an. Und was noch besser war, er zeigte mir nicht nur, dass er das Lied kennt, sondern auch, dass er sich gemerkt hat, was da so alles passiert. Er krauste nämlich sein Näschen, das ich immer anstupse und wackelte bei der Textzeile „Beweg deine Füßchen, der kleine Zeh der schläft noch!“ ganz hektisch mit den Beinchen, weil ich ihn ja immer an den Zehen kitzle.

Ein winziger Moment nur, der nicht mal zwei Minuten gedauert hat, aber für mich wird er immer unendlich lang sein, denn dies ist einer dieser „guten“ Momente, die uns Eltern stark machen für alles, was so kommen mag!

© frhoppe 10.01.13