19.01.2016 Zeit, um glücklich zu sein!

Wir denken immer, wir haben noch Zeit,
zu lieben, zu leben, zu lachen.
Doch niemand ist jemals wirklich bereit,
diese letzte Reise zu machen.

Wir wissen nicht wann wir sie machen müssen,
wir wissen nur irgendwann ist es soweit.
Und dann werden wir all die Chancen vermissen,
für die wir dachten, wir hätten noch Zeit.

Drum lebt ihr Leute, lebt, liebt und lacht
lebt gestern und heute und morgen.
Denn einst wird sie kommen die ewige Nacht
dann habt ihr nichts mehr zu verborgen.

Besinnt euch auf das, was wirklich zählt,
auf Freunde, Familie und Glück.
Prangert nicht an, was euch vielleicht fehlt
und schaut nicht andauernd zurück.

Holt euch das Glück und nehmt euch die Zeit,
bewundert die Wunder des Lebens.
Denn dort, wo die Liebe und Glück reich gedeiht,
glaubt mir, da war nichts vergebens.

Frhoppe 19.01.2016

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29.05.2015 Zeit!

Die Zeit vergeht so rasend schnell,
sie dreht sich wie im Fluge.
Erst ist es Nacht, dann wird es hell,
Sie wandert Zug um Zuge.

Die Kleinen wachsen Tag für Tag
sie werden größer, älter, schlauer
Und was man heut‘ kaum glauben mag
trifft’s morgen noch genauer.

Soeben war’n sie noch ganz klein,
sie konnten sich kaum regen.
Jetzt woll’n sie schon die Großen sein,
so ist es halt, das Leben.

Und wir? Wir schauen dabei zu.
Wir lachen, staunen, weinen.
Und woll’n in der Erinnerung,
all unser Glück vereinen.

Die Zeit vergeht so rasend schnell
sie dreht sich immer weiter,
Und ist mal dunkel und mal hell,
mal traurig und mal heiter.

Und eines Tag’s in fünfzig Jahren
da schauen wir zurück.
Und freu’n uns weise und erfahren
an unserm ganzen Glück.

Frhoppe 29.05.2015

23.04.2015 „Regretting Parenthood“ – warum ich nichts bereue, aber diese Eltern verstehe!

Seit einiger Zeit geht ja der Geist des sogenannten „Regretting motherhood/fatherhood/parenthood“ durch das Internet. Es handelt sich dabei um Eltern, die bereuen Mütter/Väter/Eltern geworden zu sein. Die wenigsten von ihnen bereuen die Existenz ihrer Kinder, im Gegenteil: Sie lieben sie von Herzen! Aber sie hatten sich ihr Leben oder die Elternschaft anders vorgestellt, finden das Elterndasein an sich bescheiden schön, um es diplomatisch auszudrücken.

Ich habe in letzter Zeit einige weniger schöne Reaktionen auf dieses Thema gelesen, Anfeindungen und Unverständnis schlagen diesen Müttern/Vätern/Eltern entgegen. „Wie kann eine Mutter ihr Kind nicht lieben?“ wird pauschal gefragt und dabei Reue über die Elternschaft mit mangelnder Liebe gleichgesetzt! Rabenmutter ist noch der harmloseste Ausdruck und es wird gar nicht versucht zu betrachten, wie es im Einzelnen zu dieser Erkenntnis, zu diesem Gefühl gekommen ist.
Ich denke, das größte Problem ist, dass Eltern heutzutage zu große Ansprüche an sich selbst haben, z.T. von sich selbst aufgestellt, z.T. von den Verwandten aufoktroyiert und zu einem ganz großen Teil von Medien und Gesellschaft verursacht.
Junge Eltern haben perfekt zu sein. Am besten sollen sie rund um die Uhr für das Kind da sein, den Haushalt ganz allein perfekt managen und dabei noch beide Vollzeit arbeiten. Dabei sehen sie natürlich immer wie aus dem Ei gepellt aus. Wenn eines der beiden Elternteile zu Hause bleibt, dann hat es voll in dieser Rolle aufzugehen, für das Hausmann-/Hausfrauen-Dasein und natürlich für die Kinder zu leben, während eigene Interessen ganz weit hinten anstehen. Sehnsüchte nach Beruf oder Erfüllung gibt es nicht! Andersherum wird von berufstätigen Eltern erwartet, dass sie es nach der Arbeit kaum erwarten können, nach Hause zu kommen, um dort endlich wieder die vollgekackte Windel des neugeborenen Glücks wechseln zu dürfen und sich vollkotzen zu lassen. Kurzum: Ein Kind zu bekommen ist pures Glück – quasi ein Regenbogen, der aus dem Hintern eines Einhorns kommt und Glitzer sprüht!

Klar ist es das! Also so vom Grundsatz her!

Aber es ist eben auch, als würde ein Meteorit in dein Leben einschlagen und einen riesigen Krater hinterlassen. Die Geburt an sich ist schon eine umwälzende Erfahrung – für beide Partner! Sie kann schön sein, aber eben auch nicht und nicht immer stellen sich sofort nach der Geburt die Glücks- und Muttergefühle sofort ein. Ein Kind zu bekommen ist für den Körper einer Frau Hochleistungssport und für den Mann – so er denn dabei ist – eine große psychische Belastung, mitunter auch eine körperlich, wenn die Frau – so wie ich – ihren Schmerz über seine Hände abzuleiten versucht. Auf dieses anstrengende Ereignis folgen dann die zwei bis drei Tage, in denen das Kind quasi ununterbrochen trinken muss, damit die Milch gebildet werden kann. An Schlaf ist da nur im Sitzen zu denken. Und auch wenn sich der Trinkrhythmus nach diesen Tagen so langsam einpendelt, tut es der Schlafrhythmus nicht. Die sogenannte Stilldemenz ist kein Mythos – sie liegt begründet in den Hormonen, die der Körper nach der Geburt ausschüttet und vor allem auch im veränderten sprich gestörten Nachtschlaf. Das Kind schreit eben, wenn es Hunger hat und wenn Mama und Papa da gerade in der REM-Phase ihres Schlafes sind, dann haben sie Pech gehabt. Und gerade diese Phase ist es, in der sich die Gehirnzellen erholen können. Dazu kommen dann noch Bauchschmerzen und im Laufe der Jahre schlechte Laune, Zipperlein, Böcke, die Entwicklung eines eigenen Willens und und und und …

Normalerweise gleichen Kinder das aus durch ihre Freude am Leben und die Liebe, die sie einem entgegen bringen. Meine Kinder sind da wirklich tolle Beispiele – Die kleine Maus lächelte mich heute morgen über das ganze Gesicht an, als sie mich erblickte, nachdem sie einmal 6 Stunden und dann noch einmal 5,5 Stunden geschlafen hatte und sie ist gerade mal 5 Wochen alt. Unser Sohn geht nicht ins Bett, bevor er uns nicht beiden einen Gute-Nacht-Kuss gegeben hat und schließt darin seit kurzem seine Schwester mit ein. Er streichelt mir abends beim Singen den Kopf, während er eigentlich schon fast schläft und umarmt uns aus ganzem Herzen und ganz fest. Er ist unheimlich intelligent und clever und hat eine Freude am Leben und am entdecken, die einfach umwerfend ist. Außerdem ist er wirklich witzig: Heute kamen wir nach Hause und er entdeckte, dass sein Wickelzeug noch auf dem Bett lag. „Ich räume das jetzt GANZ SCHNELL weg!“ verkündete er und grinste mich dabei verschmitzt an, denn er hatte das „ganz schnell“ genauso drohend betont, wie ich es immer tue, wenn er etwas „GANZ SCHNELL“ sein lassen soll. Er hat wirklich genau den Tonfall getroffen. Wenn wir Grimassen ziehen, dann lacht er erst herzhaft und sagt dann „Du kleiner Nasenbär“ zu uns oder „Du kleiner Schlingel!“ und ebenfalls heute Abend bestand er darauf, dass er kein Engelbär ist. „Nein Mama, ich bin kein Bär“, sagte er. „Ich bin dein kleiner Engel! Ihr habt mich ganz, ganz, ganz doll lieb!“ – und das ist ein O-Ton!
Wir sind wirklich gesegnet mit unseren Kindern, das ist mir durchaus bewusst und doch ist auch uns das alles manchmal zu viel, die Nerven liegen bloß und man ist froh, wenn die Kinder endlich endlich schlafen. Es gibt Momente, in denen ich den größeren Sohn weder sehen noch hören will – wenn er nämlich wieder einmal sämtliche Grenzen gleichzeitig austestet und das über Stunden mit all den Mitteln, wie jammern, schreien, hauen, treten, Haare ziehen hinwerfen, rumschmeißen, kaputt machen und so weiter – es gibt Augenblicke, in denen ich meine süße kleine Tochter einfach nur noch loswerden will – weil sie nämlich in der Nacht nur höchstens eine Stunde am Stück geschlafen hat und mir seit einer Stunde ins Ohr brüllt oder vielleicht nicht einmal brüllt, sondern einfach nur den ganzen Tag getragen werden wollte.

Und wenn ich dann über „Regretting Parenthood“ lese und nachdenke, dann stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn mein älterer Sohn nur schreien, hauen, schlagen würde und nicht so gut schlafen. Oder wenn unsere Tochter durchgehend schreien würde ohne jegliche Ruhepause. Wenn ich vielleicht mit meinen zwei Kindern alleine wäre ohne jegliche Hilfe und niemals wirklich zur Ruhe kommen könnte. Es gibt solche Kinder. Kinder, die einfach unheimlich anstrengend sind, mit denen jeder Tag ein Kampf ist. Für die man immer da sein muss und immer eine doppelte Portion Aufmerksamkeit braucht. Ich verstehe, dass man diese Kinder zwar von Herzen lieben und sich trotzdem fragen kann, ob es das wert ist!
Ich möchte damit nicht sagen, dass nur Eltern von „anspruchsvollen“ Kindern ihre Elternschaft bereuen oder dass nur sie ein „Recht“ dazu haben bzw. ich das nur in diesem Fall verstehe. Es ist auch immer eine Frage, wie viel man von sich selbst aufzugeben bereit ist und inwieweit das mit dem vereinbar ist, was man tatsächlich aufgeben muss. Wenn ein Kind erst einmal da ist, dann würden die meisten Eltern alles für es tun, aber das muss nicht heißen, dass sie damit glücklich sind. Eine Mutter/ ein Vater mit einem tiefenentspannten, lebensfrohen, intelligenten, durchschlafenden Kind kann trotzdem bereuen, dass sie/er nicht mehr einfach so verreisen kann, dass ihr gesellschaftliches Leben sich verändert oder verringert hat oder oder oder. Eine Frau/ ein Mann kann sich bewusst dafür entschieden haben, zu Hause zu bleiben bei den Kindern und gleichzeitig bereuen, dass sie/er keine Karriere gemacht hat.

Ich für meinen Teil und für mich ganz allein kann und werde es nicht bereuen, Mutter zu sein. Für mich ist das ein tiefgreifender Teil meiner Zukunftswünsche und dessen, was mich glücklich macht. Meine Kinder nach der Geburt in den Arm nehmen zu können, war für mich ganz klischeehaft das schönste Gefühl der Welt und ließ mich tatsächlich alles vergessen, was zuvor geschah. Ich genieße jedes Lächeln, mein Herz blüht auf beim Lachen meines Sohnes, ich platze vor Stolz, wenn er mit seinen nicht einmal zweieinhalb Jahren zweistellige Zahlen von allein erkennt und wenn er Satzkonstruktionen baut, die manch Fünf- oder Sechsjähriger nicht beherrscht. Ich breche in absurde Freude über den Pups meiner kleinen Maus aus, wenn sie vorher so lange dafür gekämpft hat, dass er heraus kommt und ich liebe das entspannte Gesicht, das sie hinterher zur Schau trägt.
Aber ich versuche das alles auch ganz bewusst wahrzunehmen. Wenn meine Tochter lacht, dann ist das immer etwas besonderes. Wenn sie 4, 5 oder 6 Stunden am Stück schläft, dann sage ich mir jedes Mal, was ich für ein Glück ich habe. Ich weiß, wie ungewöhnlich es ist, dass unser Sohn 12 – 14 Stunden pro Nacht schläft, seit er ein Jahr alt ist und mir ist bewusst, welch großes Glück es ist, dass ich beide Kinder völlig problemlos stillen kann bzw. konnte. Wir haben keine Allergien und keine Krankheiten und ich bin dankbar für meinen Mann, der mir sehr viel Arbeit abnimmt und noch mehr Verständnis aufbringt. Und wenn an manchen Tagen doch alles den Bach runter geht, alle gleichzeitig sauer oder genervt oder weinerlich sind und ich sie dann alle zum Mond schicken könnte, dann erinnere ich mich bewusst daran, dass das normal ist! Und okay!

Ich glaube, dass größte Problem in unserer Gesellschaft ist, dass alle denken, Kinder zu haben macht einen IMMER und UNABDINGBAR glücklich! Und wenn man nicht permanent vor Glück strahlt, dann stimmt etwas nicht – entweder mit einem selbst oder mit den Kindern. Wenn wir alle ein bisschen offener damit umgehen würden, dass nicht immer alles gut ist, wenn aber vor allem Mütter/Väter/Eltern, die über die negativen Seiten und Gefühle des Elterndasein sprechen, nicht immer sofort verteufelt würden à la „Wie kannst du nur…?“, dann würde nicht eine solch hohe Erwartungshaltung an sich selbst und an Eltern überhaupt entstehen.
Eltern sind Menschen! Eltern dürfen sich schlecht fühlen, überfordert sein, raus wollen aus alledem! Und ja Eltern dürfen bereuen, dass sie Eltern geworden sind! Schließlich kann man nicht wissen, was das richtige für einen ist, bevor man es nicht probiert hat! Und mit Kindern ist es nun einmal so, dass man sie nicht zurück geben kann, falls es doch nicht das richtige ist! Man wird ins kalte Wasser geschmissen und muss schwimmen ohne je eine Schwimmstunde gehabt zu haben. Und nur weil ich das Schwimmen nicht mag, kann ich trotzdem das Wasser lieben, nicht wahr?

Frhoppe 23.04.2015

30.06.2013 Ich ziehe mit!

Kinder sind in einer Familie das letzte Glied in einer langen Kette aus Bindungen. Sie sind es gewöhnt – oder sollten es sein – dass die Menschen um sie herum sich um sie kümmern, ihnen ins Leben helfen, auf ihrer Seite stehen gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt. Dazu gehört natürlich auch die Verantwortung der Älteren – nicht nur der Eltern – einem Kind den Kopf zurecht zu rücken, ihm zu sagen, wenn es sich verrennt, allerdings sollte das immer in einer Art und Weise geschehen, die dem Kind trotzdem versichert, dass nicht nur es selbst, sondern auch sein Lebensweg geschätzt und unterstützt wird.

Ein Kind – und auch ein erwachsenes Kind ist im Kreis der Familie ein Kind – braucht irgendwann vielleicht nicht mehr die Anerkennung der Familie, aber es wird IMMER davon verletzt sein, wenn es erfahren muss, dass jemand aus dieser Familie gering von seinem Leben denkt. Ich persönlich kann schon grundsätzlich nicht verstehen, dass in unserer Gesellschaft immer wieder versucht wird, anderen Menschen in ihr Leben hinein zu reden. Ich weiß, es ist ein utopischer Wunsch, dem ich selber auch oft genug nicht entspreche, aber ich würde mir wünschen, dass wir andere Menschen ihr Leben so leben lassen wie sie es für richtig halten. Warum bin ich in den Augen mancher weniger Wert, weil ich noch keine Karriere hingelegt habe, warum verurteilen wir Menschen, weil ihnen die Karriere wichtiger ist, als andere Dinge? Entscheidend ist, ob derjenige mit dem, was er tut, glücklich ist. Ist er es nicht, dann haben wir als Freunde und Familie, die Pflicht einzugreifen. Ist er es, dann sollte man ihn in Ruhe lassen, sollte stolz auf ihn sein, weil er es schafft, nach seinem Glück zu greifen und es festzuhalten, wie auch immer er Glück für sich definiert.

Wir alle sind Kinder von jemanden, wir alle waren einmal oder sind noch dieses letzte Glied und sollten uns dieser Verantwortung unseren Kindern gegenüber bewusst sein. Seit unser wundervoller Sohn uns zu einer eigenen kleinen Familie gemacht hat, bin ich mir dieser Verantwortung noch bewusster als vorher. Ich verspreche hier und heute meinem Sohn – und auch weiteren Kindern, die ich vielleicht haben werde – ganz bewusst schriftlich, dass ihr Glück für mich immer am wichtigsten sein wird! Es ist egal, ob ihr Banker oder Künstler werdet, Anwalt oder Klempner, ob ihr Frauen oder Männer oder alles beides liebt. Eure Vorstellung vom Leben und vom Glück mag vielleicht nicht meiner entsprechen, aber: Wenn euer Lebensentwurf euch glücklich macht, ziehe ich mit! Ich verspreche euch allerdings auch: wenn nicht, dann kämpfe ich mit allen Mitteln darum, dass ihr glücklich werdet.

© frhoppe 30.06..2013

22.06.2013 Zu wollen, was man hat…

… ist eine Kunst, die größtes Glück birgt!

Diese Worte kamen mir heute in den Sinn, als ich mit meiner Familie im Garten saß und den schönen Tag genoss. Es ist der vorletzte Tag unseres Mini-Urlaubs hier  im Norden Berlins im Garten meiner Großeltern. Nur morgen noch können wir diese Idylle genießen und so tun, als gäbe es die Welt nicht. Diese wenigen Tage waren für mich so entspannend und erlebnisreich wie ein Strandurlaub in der Dominikanischen Republik oder am Mittelmeer. Einen See vor der Gartentür, einen Pool vorm Haus, jede Menge Sonne, wunderschöne Blumen und saftige grüne Wiesen. Und mittendrin unser kleines Wunderbaby, das jetzt schon erkennen lässt, dass es später einmal nur Blödsinn im Kopf haben wird – und das meine ich ganz liebevoll!

Was will man mehr?

Wir Menschen wollen so viel und brauchen doch so wenig zu unserem Glück! Schon seit einer Weile beobachte ich mit Besorgnis die Entwicklung in unserer Gesellschaft, in der Besitz und die Anhäufung desselben wichtiger zu sein scheint, als Freunde und Familie. Bereitwillig opfern die Menschen ihre Zeit, um für die Anschaffung von Statussymbolen noch mehr zu verdienen und vergessen darüber, dass diese Zeit knapp bemessen ist. Der neueste, größte oder schärfste Fernseher liefert zwar ein realistischeres Bild, aber er ersetzt kein echtes Lächeln. Teure Parfums riechen gut, aber sie sind nicht vergleichbar mit dem Duft eines sonnigen Tages auf Babys Haut. Und so sehr uns Smartphones sozial vernetzen, sie können nicht mithalten mit einem Grillabend in Familie und mit Freunden.

Viele junge Menschen können sich heutzutage nicht mehr vorstellen, Kinder zu bekommen. Sie wollen reisen, Party machen und Karriere natürlich, um sich all die tollen Dinge leisten zu können und übersehen dabei, dass ein Kind zu haben – oder auch mehr 😉 – nicht nur Verantwortung, Arbeit und weniger Freiheit bedeutet. Das alles kommt zwar auf einen zu und alle Eltern fühlen sich von Zeit zu Zeit überfordert, aber das alles ist nichts gegen die Freude, die ein Kind bedeutet, diese unschuldige Lebenslust, die Kinder verströmen, diese wundervolle Neugierde, das Interesse an allem Neuen und diese reine, bedingungslose Liebe. Es klingt wie ein Klischee, aber es ist nichts als die reine Wahrheit: Kinder bereichern das Leben so unendlich und ein Lächeln von ihnen entschädigt für alles.

Ich möchte hier kein Plädoyer gegen den Konsum halten. Ich selber gehe gerne einkaufen und ich kaufe bestimmt auch oft unnütze Sachen, die ich nicht unbedingt brauche, die mir aber Freude machen. Nur sollten wir vielleicht alle öfter einmal darüber nachdenken, ob dass was wir haben wollen, es wert ist, dass wir dafür Zeit mit unseren Lieben verlieren.

„Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, sondern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücksgefühl!“ sagte der im 19. Jahrhundert lebende, einflussreiche britische Politiker Charles Huddon Spurgeon. Er hat Recht!

© frhoppe 22.06.2013

03.06.2013 Nur weil du atmest!

Du wunderschönes, fröhliches Kind

du bist so toll und verrückt,

machst, dass wir endlich vollkommen sind

und täglich aufs neue verzückt!

Gibst Liebe in jeder wachen Sekunde

und selbst wenn in tiefem Schlummer du liegst.

Mit dir gibt es keine traurige Stunde,

weil du stets neue Freude uns gibst.

Du gibst schon so unendlich viel zurück

obwohl du eigentlich hilflos noch bist.

Nur weil du atmest, lebe ich Glück

und weiß, wie tief Liebe wirklich ist.

© frhoppe 03.06.2013

 

 

15.03.2013 Unser ganzes Glück

Auf den heutigen Tag sind der Papa und ich zehn volle Jahre zusammen. Wie uns neulich jemand sagte, in der heutigen Zeit eine beachtliche Leistung für ein Paar das so jung zusammen gekommen ist – ich war 17 und er 21! Und natürlich haben wir auch unsere Tiefen gehabt, aber wenn ich jetzt so zurückblicke und vor allem, wenn ich mir unseren kleinen Mann anschaue, dann war das alles richtig so.

Der kleine Mann ist ganz perfekt – von vorn bis hinten, von oben bis unten und von links nach rechts. Seine kleinen perfekten Zehen und Fingerchen. Diese perfekten dicken Stamperchen, mit denen er schon so wundervoll strampelt. Dieser süße Haarflaum, der oben auf dem Kopf langsam ausgeht und hinten immer länger wird und diese wundervollen ausdrucksstarken (noch) blauen Augen. Und überhaupt kann er schon so viel und das alles ging so wahnsinnig schnell, dass ich mich manchmal frage, wo die Zeit geblieben ist. Aber wenn ich dann den kleinen Mann sehe, wie fantastisch er mit seiner Tante und seinem Onkel spielt – ja wirklich schon spielt –, obwohl er sie das letzte Mal an Sylvester gesehen hat, dann ist meine Freude unendlich!

Dieser kleine wunderbare Mann ist unser ganzes Glück und das schönste Geschenk, das wir uns zum Zehnjährigen machen konnten.

© frhoppe 15.03.2013

 

05.02.2013 Ich und ihr!

Ich sehe, was ich nie gesehen hab.

Ich höre, was vorher unhörbar war.

Ich rieche den fast unriechbaren Duft.

Ich spür so viel Neues in der Luft.

Ich lache und bekomme Lachen zurück.

Ich weine, doch eigentlich nur noch vor Glück.

Ich fühle so tief wie niemals vorher.

Ich liebe euch beide jeden Tag mehr.

© frhoppe 05.02.13

29.01.13 Die Mama ist bekloppt!

Ohne mich jetzt selbst beleidigen zu wollen, aber ich bin wirklich bekloppt geworden. Ich meine, ich war ja schon immer etwas verhaltensoriginell, aber seit das Baby da ist, lass ich meinen inneren Irren auch mal ans Tageslicht. Was heißt hier mal – eigentlich täglich und das auch gerne mehrmals.

Es gibt nämlich etwas, das alle Eltern sehr schnell lernen. Glückliches Baby = Tiefenentspannung. Dementsprechend tut man in der Regel alles, damit das Baby glücklich ist. Und damit meine ich, wirklich ALLES! Ich singe, tanze, mache komische Geräusche und erfreue den kleinen Mann mit allerlei Gesichtsentgleisungen. Besonders beliebt sind auch Kombinationen aus oben genannten Varianten. Also singen und tanzen, oder tanzen und komische Geräusche, gerne aber auch singen und dabei das Gesicht entsprechend der besungenen Emotion verziehen. Und das Witzige ist, es macht mir selber einen Riesenspaß – wie ich ja oben schon sagte: glückliches Baby = Tiefenentspannung! Und zwar nicht, weil das alles so entspannend ist – im Gegenteil, es fordert einen ganz schön, immer was Neues abliefern zu müssen. Sie müssen nämlich nicht denken, dass etwas, das einmal lustig ist, auch wieder hilft. Hin und wieder haben Sie vielleicht Glück, aber in der Regel wird ALLES in kürzester Zeit langweilig. Nein, Tiefenentspannung erreicht man dadurch, dass man in Babys Nähe einfach aufhört, darüber nachzudenken, wie man nach außen wirken könnte.

Egal, wie bekloppt man aussieht oder klingt, es spielt keine Rolle, solange es Baby zum Lachen bringt. Es ist keine Entspannung im eigentlichen Sinne – also wie man sie nach einem Wochenende im Spa erreicht – sondern eine viel wesentlichere, denn in diesem Moment bleiben die Welt und all ihre kleinen und großen Katastrophen außen vor.

© frhoppe 29.01.13