23.05.2013 Das Chaos …

… nimmt seinen Lauf, und zog in unsere Küche ein!

Völlig erschöpft sitze ich hier und versuche nicht an den katastrophalen Zustand meiner Küche zu denken! Aufmerksame Leser erinnern sich an unseren festen Vorsatz Babys Brei selbst zu kochen. Nun, der steht auch noch, allerdings gestaltet sich das in meiner Küche – ungefähr ein halber Quadratmeter Arbeitsfläche, wenn ich die zugeklappte Waschmaschine berücksichtige – doch etwas schwieriger als gedacht. Vor allem, wenn man – so wie wir zwei Chaoten -.-‚ – gleich ganz ambitioniert drei verschiedene Breis kochen will und das, während Mama die Migräne ihres Lebens hat.

Aber von vorne: Es sollte also Möhren-Kartoffel-Brei geben, ebenso Sellerie-Hirse-Brei, ferner noch Kürbis-Kartoffel-Brei mit Reisflocken! Zunächst ganz einfach, allerdings begann das Problem schon bei den Reisflocken. Ich schickte den Mann einkaufen und ooh Wunder, er fand keine Reisflocken beim Discounter mit dem großen blauen A, hatte aber auch keinen Nerv mehr, noch in den ebenfalls im Center befindlichen weiteren Einkaufsgelegenheiten nach welchen zu suchen. Also keine Reisflocken! Naja, das Baby-Kochbuch sagte, Reisflocken sind im Prinzip Reis, nur leichter zu verarbeiten, als derselbe, also nahm ich dann einfach Reis.

Das nächste Problem tauchte in der unscheinbaren Gestalt eines Gemüseschälers auf, von welchem wir nur ein Exemplar besitzen! Möhren = Schale, Sellerie = Schale, Kürbis = Schale, Kartoffeln = Schale und dann nur ein Schäler. Es dauerte also alles etwas länger. Nun Gott sei Dank war die liebe Oma mit dem kleinen Mann ausgiebig spazieren und den Opa besuchen, so konnten wir dann wenigstens das Gemüse schon einmal präparieren. Zwischenzeitlich bin ich dann immer mal wieder auf der Couch in einem unfreiwilligen, von den Kopfschmerzen geforderten Schläfchen zusammengesunken, aber schließlich waren wir dann doch mit der Schnippelei fertig.

Das Kochen lief dann halbwegs reibungslos – okay, die doofe Hirse ist ein bisschen angebacken, aber das wars dann auch schon – und dann kam das einmachen! Wir haben uns nämlich ganz schlau gedacht, dass man den Brei ja ganz wunderbar in diesen Babygläschen einmachen könnte, so wie Marmelade und Apfelmus halt auch! Denkste Puppe. Zunächst einmal sind nicht alle Deckel kompatibel mit jedem Glas. Der Herr, der mit seinem Namen für sein Produkt steht, will offenbar nicht, dass seine Gläschen mit dem Deckel einer Fremdmarke verschlossen werden – umgedreht passt allerdings jeder Deckel auf seine Gläschen. Da steht man dann und hat Gläschen, auf die kein Deckel mehr passt, und muss rausfinden, wo jetzt der Fehler liegt – ist ein bisschen wie die Lösung des berühmten Zauberwürfels. Schließlich hatte dann aber jeder Topf einen Deckel und weil aber dieser Vorgang so lange gedauert hatte, beschlossen wir, die Gläschen noch mal einzukochen, damit sie auch wirklich verschlossen sind – wie bei Marmelade oder Apfelmus halt auch! Denkste Puppe. Ganz offensichtlich sind die Gläschen nicht dafür gedacht, noch einmal befühlt und verschlossen zu werden. Es gab einen Knall und alle Deckel lagen wieder lose auf den Gläschen. Wenigstens war aber der Brei noch drin und keine Wasser eingedrungen.

Wir haben dann beschlossen, dass wir ab sofort doch alles portionsweise einfrieren. Apropos, hat jemand Eiswürfelbehälter, die er gerade nicht braucht?

© frhoppe 23.05.2013

20.05.2013 Welchen Brei hätten’s denn gern?

Bereits seit über einer Woche isst der kleine Mann jetzt munter und begeistert mittags seinen Brei und hat dabei seine Menge täglich gesteigert, so das wir jetzt immerhin schon bei so 100 bis 120g angekommen sind, je nachdem was tatsächlich im Magen landet. Möhren findet der kleine Mann ganz spitze und Pastinake ist wohl auch okay, aber der Renner ist die Geschmacksrichtung Kürbis. Und meistens hielt der Brei dann sogar 2-3 Stunden vor, ohne, dass ich Baby hinterher noch einmal gestillt hätte.

Für den Anfang, also eigentlich nur für die erste Woche habe ich Gläschen verwendet, um mal anzutesten, was Baby eigentlich so isst, aber im Grunde hätte ich mir die Frage gar nicht stellen müssen – bis jetzt nämlich ALLES! Freut mich persönlich, denn dann muss ich nicht daran denken, was er nicht isst! Ich werde das aber trotzdem so beibehalten, dass ich mit den Gläschen erst mal gucke, ob er vom Geschmack her irgendwas gar nicht isst, ansonsten koche ich nämlich selbst. Denn drei Erfahrungen habe ich nämlich schon damit gemacht:

1. Mein selbstgemachter Möhrenbrei schmeckt wesentlich besser als der des Herrn, der mit seinem Namen für sein Produkt steht, und da sind auch nur Möhren drin – wobei ich schon ehrlich zugeben muss, dass ich den Apfel-Bananen-Zwieback-Brei zu gerne esse!!! Aber das finde ich auch noch raus, wie ich den selber mache.

2. Ich weiß, was drin ist im selbstgemachten Brei und kann mich darauf verlassen, dass es nur Zutaten sind, die auch altersgerecht sind. Beispielsweise fand ich auf einem Glas Gartengemüse, das ab dem 4. (!) Monat empfohlen wurde, in der Zutatenliste Lauch. Zwar nur in einem geringen Prozentsatz, aber immerhin, denn Lauch ist sehr blähend und soll daher eigentlich nicht gegeben werden. Nun mag es Babys geben, die das vertragen und ich vermute, meines würde dazu gehören, aber vom Prinzip her finde ich das eben nicht gut, dass dieser Brei dann ab dem 4. Monat empfohlen wird.

3. Selbstgemachter Brei ist erheblich preiswerter. Wenn ich mal nur ein Gläschen Karotten zum Vergleich heran ziehe, dann kostet mich das 65 Cent pro halber Portion. Ein Kilo Möhren schlägt dagegen mit einem Euro zu Buche und das sind dann auch schon Bio-Möhren!

Und wo das alles bereits in der ersten Woche so wunderbar geklappt hat, gehe ich in der nächsten Woche gleich zum Gemüse-Kartoffel-Brei über. Der Kürbis und der Sellerie liegen bereit und die Kartoffeln müssen noch gekauft werden und dann geht’s los. Und wenn mein Sohn weiterhin so sehr nach mir kommt, dann kann ich es kaum erwarten, dass er den Abendbrei bekommt. Der ist nämlich laut Plan als nächstes dran und sobald ich den bekam, schlief ich nach Aussagen meiner Mama von halb neun abends bis morgens um sechs durch!

© frhoppe 20.05.13

10.05.2013 Es klappt!!!

Heute war es endlich soweit! Der große Tag! Aufregung, Trommelwirbel, Anspannung, Angst…alles war vereint in meinen Gedanken, während Baby ganz geduldig wartete auf:

Seinen ersten Brei!

Nachdem ich ihm gestern zum darauf herumkauen ein geschälte Möhre gegeben hatte und er diese auch begeistert benuckelte, bis seine Wut darüber, dass da nix rauskommt aus dem leckeren Ding, überhand nahm, beschlossen wir, es heute mal mit dem Gläschen Früh-Möhren-Brei zu versuchen, das uns jüngst von einem namhaften Hersteller als Werbeexemplar übersandt wurde. Kann ja nix schaden, immerhin wird der kleine Mann am Montag sechs Monate alt! Und wenns nicht klappt, versuchen wir es später noch mal, dachten wir uns!

Das brauchen wir aber nicht, denn der kleine Mann war hellauf begeistert von dem orangen Pamps auf dem Löffel! Hat sein Mäulchen weit aufgerissen und schoss mit dem Kopf nach vorne, nur um schneller da ran zu kommen. Ein tolles Erlebnis für ihn und uns, denn er bezog uns kräftig mit ein! Immerhin musste er dieses lustige orangefarbene Zeug ja auch ausgiebig befühlen, auf den Löffel pusten und probieren, ob man das auch an Mamas Jacke abschmieren kann! – Kann man übrigens! Ganz prima sogar 😀 Wir waren restlos begeistert. Ganz besonders lustig war es übrigens zu beobachten, wie Babys übliche Saugbewegungen mit der Breiaufnahme kollidierten. Diese nämlich schoben den Brei wieder aus Babys Mäulchen heraus, statt herein. Der kleine Mann fand das allerdings nicht ganz so lustig. Irgendwann dauerte ihm das alles zu lange und der Hunger wurde zu groß – logisch, wenn der Großteil von dem leckeren Zeug im Lätzchen verschwindet – und so brachen wir die Breimahlzeit ab, bevor wir Baby den Spaß verderben.

Effektiv waren es wahrscheinlich nicht mehr als drei oder vier Löffel Brei, die im Bauch des kleinen Mannes landeten. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sein erster Brei war, werten wir das als Riesenerfolg. Und zurück an Mamas Brust trank der kleine Mann dann wie ein Verdurstender in der Wüste mit selig verdrehten Augen und wohligem Schmatzen 😉

© frhoppe 10.05.2013