10.10.2014 Heute keine Kita!

An diesem heutigen Freitag war der Sohn schon vor uns wach, was allerdings vorwiegend daran lag, dass wir später aufstanden. Dies wiederum war begründet mit der Tatsache, dass wir heute nicht in die Kita gingen. Eigentlich ist es ja immer nicht so ratsam, während der Eingewöhnung freie Tage zu haben, aber da die Bezugserzieherin des kleinen Mannes heute zu einer Beerdigung musste und noch nicht klar war, ob die andere Erzieherin würde da sein können, hätten wir zwar kommen dürfen, aber es wurde uns geraten, vielleicht doch zu Hause zu bleiben, um den kleinen Mann nicht zu sehr zu verwirren.
Gesagt, getan!
Als ich dann also gegen neun die Zimmertür des Sohnes öffnete, war dieser hellwach und vollauf bereit in die Kita zu gehen. Statt der umständlichen langwierigen Erklärung, mit der er ohnehin nicht viel anfangen könnte, sagte ich einfach, es sei Wochenende und am Wochenende müsse man nicht in die Kita. Dies nahm er erstaunlich gleichmütig hin, was vielleicht auch an der Tatsache lag, dass es mal kein schnelles Tellerfrühstück gab, sondern einen richtig gedeckten Tisch mit Obst- und Gemüseteller und frischen Brötchen.
Außerdem rief gleich morgens die Uroma an und so wurde entschieden, dass wir den schönen sonnigen Tag dafür nutzen würden, in den Garten zu fahren. Während der Papa den großelterlichen Kompost umsetzte, freute sich der kleine Mann seines Lebens, rannte quietschfidel durch die Botanik, ging mit Oma am See spazieren und erzählte begeistert von der Hupe am Bus. Zudem wiederholte er seine Modifikation einer Strophe des Liedes, die er sich am Morgen ausgedacht hatte. „Die Türen vom Bus gehen auf und zu und die Leute steigen aus und machen Blablabla.“ Erwartungsgemäß rief dies natürlich angemessene Begeisterung hervor, ebenso wie der Erfolg auf dem Töpfchen.
Zum ersten Mal seit Beginn unserer Töpfchenversuchsreihe im Mai hatte der kleine Mann bei den Urgroßeltern ins Töpfchen gepullert. Nun war das nicht per se das erste Mal, denn wir hatten bereits seit Mai immer mal wieder kleine und große Töpfchenerfolge, aber bei den Großeltern war da nichts zu machen. Eine besonders niedliche Episode trug sich zu, als das Kerlchen geraume Zeit buchlesend auf dem Topf zubrachte und dann auf die Frage ob er schon gepullert habe, ganz ernsthaft antwortete: „Ich glaube nicht!“ Nun endlich war es so weit und das auch noch in meiner kurzzeitigen Abwesenheit. Das machte die Großeltern natürlich umso stolzer.
Und noch eine Kleinigkeit gibt es zu berichten: Wir haben unseren ersten Kita-Schnupfen. Ich habe aber damit gerechnet, da unser Sohn mit dem Kuscheltier des eindeutig an einem solchen Schnupfen erkrankten Kindes mehrfach in engeren Kontakt getreten ist. Und der kleine Mann steckt den Schnupfen auch sehr gut weg.

Frhoppe 10.10.2014

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06.07.2013 Ein Tag im Garten

Heute endlich hat sich die Sonne dazu herabgelassen, von einem strahlend blauen Himmel zu scheinen, also ließen wir den Haushalt Haushalt sein und machten uns auf in den Garten, worüber sich nicht nur die Oma, sondern ganz besonders der Opa freute. Er ist immer ganz begeistert, wenn sein kleiner Gartenfreund bei ihm im Garten ist.

Und er hatte auch allen Grund dazu, denn unser kleine Mann ist so wundervoll neugierig, was voll zur Geltung kommt, wenn er in neuer oder anderer Umgebung ist. Ganz aufmerksam schaut er über die Schulter desjenigen, der ihn durch den Garten trägt und freut sich einen Kullerkeks, wenn er büschelweise Gras ausreißen kann. Und dabei ist er so wunderbar freundlich. Er freut sich, wenn man ihn durch den Garten trägt, aber er liegt auch ganz friedlich auf seiner Krabbeldecke und robbt vorwärts und rückwärts. Und heute hat er mit seinem Charme das Herz von Papas eher zurückhaltenden besten Freund erobert. Zu goldig, wie sich die beiden miteinander angefreundet haben.

Tja und weil der Tag so schön war und wir soviel Spaß hatten, dass nicht einmal Baby Anzeichen von Müdigkeit zeigte, vergaßen wir komplett die Zeit. So waren wir dann erst gegen neun zu Hause. Und nachdem Baby nun nach seinem 2. Abendbrei selig schlummert, sitze ich hier und lasse diesen wunderschönen Tag Revue passieren und bin glücklich!

Ach ja: In der ersten Nacht hat der Abendbrei nur insofern „geholfen“, dass Baby nicht – wie seit einigen Tagen wieder – schon um halb zehn noch mal trinken wollte. Er kam erst um halb eins, dann aber noch drei Mal bis zum Morgen. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

© frhoppe 06.07.2013

16.05.2013 Kleiner Gartenfreund!

Der Opa des kleinen Mannes väterlicherseits nennt ganz  bei uns in der Nähe einen Garten sein Eigen, in dem er sich sommers auch den Großteil der Zeit aufhält. Dementsprechend freut er sich immer, wenn wir es auch in den Garten schaffen, dann muss er da nicht so allein rödeln. Seit es den kleinen Mann gibt, freut er sich noch viel mehr, ist aber auch viel besorgter. Heute beispielsweise sagte er uns drei Mal, wir müssten Babys Mütze wieder aufsetzen, es sei so kalt und das jedes Mal ungefähr eine Minute nach dem Baby sie sich abgenommen hatte! Neulich wies er uns darauf hin, dass die Gefahr bestünde, der kleine Mann könnte aus seiner Kinderwagenschale springen. Im Prinzip auch richtig, aber mit sechs Monaten auch noch nicht so rasend wahrscheinlich. Trotzdem finde ich das wahnsinnig lieb von ihm und irgendwie auch ganz süß!

Vor allem finde ich es aber süß, dass wir in seinem Heiligtum eigentlich alles machen dürfen, solange es das Kind erfreut.

Wir planen nämlich einen Garten im Garten zu bauen. Gleich neben unserer Terrasse gibt es nämlich ein großes quadratisches Beet, das schon dem Papa und seinem Bruder als Buddelkasten gedient hat. Wir werden nun das ganze Bett mit einem lustigen kleinen hellblauen Zaun umranden, an den man dann von außen bunte Blumentöpfe mit Kräutern hängen kann und der sogar eine Tür haben wird, die wir dann verschließen können. Innendrinnen wird etwa 1/3 des Beetes zu einem Buddelkasten gemacht – das Holz dafür hat der liebe Opa schonmal vorsorglich im Keller gelagert -, auf den anderen zwei Dritteln wird Spiel- und Sportrasen gesät. Und wenn der kleine Mann mal größer ist und nicht mehr alles sofort versucht aufzufressen, bekommt er sein eigenes kleines Hochbeet da rein, wo er ungiftige Pflanzen pflanzen und hüten kann. Das wird toll, vor allem weil das Ding gleichzeitig als Freiluftlaufstall fungiert 😉

© frhoppe 16.05.2013