14.10.2014 Das erste Mittag!!!

Also nicht überhaupt! Aber in der Kita. Es gab Königsberger Klopse mit Kartoffelstampf.

Und das kam so:
Schon am Morgen war der kleine Käfer hellwach, plapperte bereits munter vor sich hin und begrüßte mich aufgeregt. In die Kita müsse man gehen. So weit, so bekannt, wenn auch erfreulich, ist es doch ein Zeichen der zunehmenden Akzeptanz der neuen Lebenssituation. Zudem fragte der Sohn das erste Mal namentlich nach einem anderen Kita-Kind und das alles noch vor dem Frühstück.
Das Frühstück selber lief dann etwas unkonzentriert ab, denn der kleine Kerl musste immer wieder den Familienstammbaum ansehen und mich vor allem daran erinnern, das wir das mitnehmen müssen und … geben. Er trug es dann auch ganz stolz bis zum Auto und vom Auto in die Kita und dort angekommen, suchte er gleich seine Erzieherin um ihr stolz seine Familie zu präsentieren. Als sie dann das Machwerk nachmittäglicher Kreativität in den Händen hielt, erklärte er ihr auch gleich ganz konzentriert diverse Namen. Besonders schön fand ich aber, dass sich Sohnemanns Erzieherin dann nach dem Morgenkreis – dem ich heute im übrigen nicht beiwohnte – mit den Kindern hinsetzte und unseren Stammbaum anschaute. Dabei erklärte sie dann auch den anderen Kindern, wer da nun wer ist – das hatte ich ihr vorsorglich dazugeschrieben, damit sie die auf Nachfrage des Kindes auch parat hat. Sie muss sich immerhin schon die Namen der Kinder und Eltern merken, da ist die ganze Familie dann doch zu viel verlangt, aber Kinder machen diesen Unterschied eher noch nicht. Wenn sie Omas und Opas mit ihrem Namen kennen, dann muss das doch ihre Erzieherin wohl auch.
In einer ruhigen Minute erklärte ich dann auch noch, warum ich von den Rudelmitgliedern zumeist ein Foto mit dem kleinen Mann zusammen ausgewählt habe und dann auch noch in Klammern das etwaige Alter dazugeschrieben. Der kleine Käfer zeigt nämlich außerordentliches Interesse an Bildern von sich selbst als Baby und da ich irgendwo gehört oder gelesen habe, dass das Anschauen von eigenen Babybildern bei der Akzeptanz des neuen Babys helfen kann, fand ich, es kann auch nicht schaden, wenn er das in der Kita sieht. Und so kann im Fall der Fälle eben auch die Erzieherin darauf reagieren, sofern, dass Kind das fordert. Positiver Nebeneffekt? In der Kita wissen sie jetzt auch Bescheid. Gedacht hat sie es sich zwar fast schon, aber sie hat sich nicht getraut zu fragen, weil der Bauch dann doch noch nicht eindeutig genug ist, um sich nicht doch zu irren.
Nachdem nun der Vormittag insgesamt ziemlich gut lief, der Sohn kaum einmal nach mir sah und meine gestrige Abwesenheit ja auch keine Probleme bereitete, durfte ich dann heute schon um 5 vor 10 „einkaufen“ gehen und musste erst um viertel nach elf wieder da sein. Die zweite freudige Überraschung war dann, dass der kleine Mann am Mittagessen teilnehmen durfte. Und ich konnte stolz feststellen, dass er von allen Kindern mit Abstand am saubersten isst. Nur ein einziger Soßenfleck war neben seinem Teller zu finden, während der Rest des Tisches wie ein Lageplan der Mittagsmahlzeit aussah. Allerdings hatte sich das Kind auch gleich zu Anfang Löffel und Gabel gesichert, völlig ungerührt davon, dass sein Nachbar nun kein Besteck mehr hatte.

Frhoppe 14.10.2014

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09.09.2013 Ernsthaft?

Man können die froh sein, dass wir ausziehen!!!

Da macht unser Sohn, das erste Mal seit Tagen Anstalten, endlich mal wieder etwas länger als sieben Uhr morgens zu schlafen – ehrlich ich bewundere seine Energie, wo nimmt der die her bei dem Schlafmangel – da klingelt es um halb acht Uhr morgens an unserer Tür.

Halb acht Uhr morgens ist ja so eine Zeit, wo man per se erst einmal in Panik gerät, wenn es unerwartet klingelt. „Was habe ich vergessen? Wem ist was passiert? Was muss ich machen?“ sind da nur einige Fragen, die einem da durch den Kopf schießen.

In unserem Falle waren es die neuen Nachbarn von über uns – eine Art Wachwechsel der jungen Generation könnte man sagen, fand hier statt – die ihre Wohnung besichtigen wollten und „unglücklicherweise“ ihren Schlüssel vergessen hatten. Prima! Toller Einstand! Denn natürlich wurde das Kind wach und dachte gar nicht mehr daran wieder einzuschlafen.

Dafür – ich erwähnte diese unermüdliche Energie eingangs – verbrachte das Bärchen den Tag damit, den Charme seine riesigen blauen Augen zu erkennen. Ein ums andere Mal hockte der kleine Mann vor mir, mit der Halterung der Schnullerkette im Mund, sodass das lange Ende aus dem Mäulchen heraus baumelte und riss die wundervollen blauen Guckerchen – die er ja von mir geerbt hat – so weit auf, wie es nur irgend ging. Dutzende Fotos verschoss ich bei diesem unfassbar entzückenden Anblick. Und schöpfte Kraft daraus für das Abbauen der Schrankwand.

19.05.2014 frhoppe

Die Sache mit der Erinnerung

Langes Schweigen herrschte auf meiner Seite dieses Blogs. Das tut mir unendlich leid, hatte ich doch versprochen, baldigst neue Geschichten vom kleinen Mann zu erzählen und alte nachzutragen. Was aber ist geschehen?

Wie ich ja schon andeutete, stand uns ein Umzug ins Haus. Und wie das so ist mit Umzügen und dem ganzen daran hängenden Kram, hatte ich keine Ruhe, mich abends an den Computer zu setzen und kleine, seien es noch so kurze Texte, zu verfassen. Was ich jedoch tat, war, jeden Tag in Notizen aufzuschreiben, was wir erlebt haben, was der kleine Mann wieder wundervolles, neues gemacht hat. Ich freute mich so sehr darauf, seine Fortschritte mit euch zu teilen, sobald der Umzug erledigt war.

Und dann brach die Katastrophe über uns herein!!!

Mein – neuer, wohlgemerkt! – Laptop funktionierte von einem auf den anderen Tag nicht mehr. Nichts, nada, kein herankommen mehr. Selbst Computerexperten kommen nicht mehr an die Daten heran. Ich könnte mich selbst in den Arsch treten, dass ich nicht energischer darauf bestanden habe, unsere externe Festplatte aus den Kartons herauszusuchen, um die Daten zu sichern. Noch wenige Tage zuvor hatte ich nämlich angemerkt, dass dringend eine Datensicherung nötig sei. Doch dann taten wir es nicht.

Und so haben wir eine bittere Lektion gelernt, was Erinnerungen angeht. Sie sind so schnell fort. Drei entscheidende Monate im Leben des kleinen Mannes fehlen in meiner Dokumentation und das, was es so schlimm macht ist, dass durch das Aufschreiben von stichpunktartigen Erinnerungen, dieselben nicht so fest verankert sind, wie sie es normalerweise vielleicht wären.

Ich werde nun in thematischen Zusammenfassungen, trotzdem versuchen, euch einen Überblick zu geben, wie sich der kleine Mann entwickelt hat. Das betrifft das Laufenlernen, das Sprechen, das Spielen, das Essen/ Stillen, die Zähnchen und natürlich ganz allgemein seine Entwicklung. Leider bin ich bei den meisten Ereignissen nicht in der Lage ein genaues Datum zu nennen, einige Ereignisse kann ich jedoch anhand von Fotos rekonstruieren, andere sind mir dann doch irgendwie stark im Gedächtnis geblieben und die werde ich dann mit Datum hier als „normalen“ Beitrag einstellen.

© frhoppe 29.12.2013