29.07.2015 Wir sind wieder da – nur mit neuem Namen!

Naja, noch nicht so ganz! Aber bald! Es wurde nämlich geheiratet und das ist auch der Grund für meine wirklich LANGE Abwesenheit mal wieder. Denn wie das bei jungen Familien mit zwei Kindern so ist, sieht es Sachen Geld eher mau aus und also machten wir vieles selber. Basteln, häkeln, kochen, dekorieren, einkaufen …… Ohne die Hilfe meiner wundervollen Freunde hätte ich das wohl nicht geschafft! Und so war Zeit wirklich und wahrhaftig Mangelware.

Ich habe es kaum geschafft, den beiden Kindern gerecht zu werden, geschweige denn über ihre Fortschritte zu schreiben. Ehrlich gesagt fiel ich heute erst einmal in ein ganz tiefes Loch, weil mir schlagartig bewusst wurde, wie schnell das letzte halbe Jahr vergangen ist. Mein letzter wirklich bewusster Moment der Ruhe fand statt, als ich noch schwanger war. Das ist tatsächlich schon fast 5 Monate her. Meine kleine Tochter ist schon vier Monate alt. Sie lacht schon, brabbelt vor sich hin und erkennt ihre Eltern und ihren Bruder und lacht uns bewusst an. Sie fordert mit kräftiger Stimme, was sie will und ihr Weinen ist längst nicht mehr nur hilfsbedürftig, sondern wird auch schon gezielt eingesetzt, um etwas zu erreichen. Sie kann greifen und zum Mund führen UND!!! Sie dreht sich auf den Bauch! Was mir schon beim Sohn fast zu schnell ging, rast nun noch viel schneller an mir vorbei und ich frage mich, ob es das wert war! Aber eigentlich denke ich: Ja! Ich habe zwölf Jahre auf meine Hochzeit gewartet und wir haben uns bewusst dafür entschieden, erst das zweite Kind zu bekommen und dann zu heiraten, denn es umgedreht zu machen, hätte bedeutet, dass der Abstand zwischen den beiden Kindern vier Jahre betragen hätte und das wollte ich nie. Bis jetzt hat sich das auch bestätigt, denn der Sohn akzeptiert seine Schwester ganz wunderbar. Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit, in der sie das ein oder andere Ding mitbekommen hat, passt er so wundervoll auf sie auf. Er beschützt sie, ist ganz vorsichtig mit ihr und bezieht sie überall mit ein.

„Mama holt schnell die Taschen und ihr wartet hier mit der Tante!“
„Ja!“ nickt das Kind. „Und mit der Schwester!“
Oder auch hier:
„Wir fahren jetzt nach Hause: Wir Männer und du und die Schwester!“
Und nach wie vor ein Klassiker:
„Neee, das ist ja unsere Schwester!“

Das sind nur wenige Beispiele, aber sie zeigen, was bei uns tatsächlich so ist: Das Baby findet im Bewusstsein des Sohnes statt. Natürlich erkämpft er sich mitunter seine Aufmerksamkeit, zeigt er Anflüge von Eifersucht und Uneinsichtigkeit, aber das ist völlig klar und wäre es anders, würde ich mir tatsächlich Sorgen machen, denn das wäre nicht normal. Aber wir sind insgesamt sehr glücklich mit dem Zusammenwachsen unserer kleinen Familie. Wir sind ein richtiges kleines Kleeblatt geworden und mit der Zeit werden wir es auch als Eltern schaffen, unsere Aufmerksamkeit gerechter zu verteilen.
Immerhin ist die große Hochzeiterei ja jetzt vorbei und wir haben wieder mehr Zeit 😉

frhoppe 29.07.2015

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20.10.2013 Ein perfekter Tag!

Ich bin glücklich – wirklich unendlich glücklich!

Als wir nach einer wunderbar ruhigen Nacht am Morgen unseren kleinen Mann zu uns ins Bett holten – das ist nach wie vor unser morgentliches Ritual, ich stille ihn und dann kuscheln wir noch eine Weile – war der Sonnenschein ganz herrlich gut gelaunt.
Fröhlich krabbelte er zwischen uns herum, kuschelte hier, schmuste da, erkletterte Mama und Papa und stand sich immer gut festhaltend am Kopfende des Bettes und freute sich des Lebens.
Und auf einmal geschah es!
Er stand!
Einfach so! Freihändig!
Ohne Festhalten!!! Bestimmt 10 Sekunden lang!
Wow!!!
Was für ein gewaltiger Fortschritt in seinem kleinen Leben. Wir beide weinten und lachten gleichzeitig, fielen uns in die Arme und knuddelten den kleine Mann ganz fest, so stolz und glücklich waren wir.
Und der kleine Mann? Der stand ganz und gar unbeeindruckt von der ganzen Chose neben uns und sah uns an, als hätten wir nicht mehr alle Latten am Zaun!

Nun wäre dieses Ereignis an sich schon atemberaubend und bewegend genug, aber der Papa des kleinen Mannes wurde mit einem Mal ganz ruhig, hielt mich ganz fest im Arm und als ich ihn fragte, warum er so ernst sei, antwortete er: „Ich bin unendlich glücklich“ Und dann hat er mir ganz tief in die Augen gesehen und meinte: „Ich weiß, du wolltest was ganz Großes, Besonderes, aber ich weiß, dass du meine Frau bist, jetzt und für immer und das ist der perfekte Moment und darum möchte ich dich fragen, ob du mich heiraten möchtest?“
Ich war platt, völlig und unfassbar platt!
Ich wollte nie was großes, ich wollte „nur“ etwas perfektes und er hat es tatsächlich geschafft, den perfekten Moment zu finden für einen Antrag und dann auch noch genau das richtige zu sagen!
Ich liebe meine Männer! ❤

frhoppe 03.07.14

03.05.2013 Deine Stimme

Ich schau auf die Uhr, es ist halb zwei Nachts,

doch in deinem Bettchen, da plappert und lacht’s.

Du liegst darin, quietschvergnügt und wach

strampelst fidel, machst ganz viel Krach.

Mein Schatz, du hast deine Stimme gefunden,

die musst du natürlich ausgiebig erkunden.

Was kann man denn damit so alles machen?

So unendlich viele ganz tolle Sachen!

Du spielst mit den Lauten, der Höhe, der Dauer,

liegst nach dem nächsten Laut schon auf der Lauer

und freust du dich dann jedes Mal unendlich doll,

wenn der Laut tatsächlich so wird, wie er soll!

Ich liebe es wie du Fortschritte machst

Und wie du dabei über dich selber lachst.

Ich liebe es so sehr, dass es mir gar nichts macht,

wenn du mir den Schlaf raubst in dunkler Nacht!

© frhoppe 03.05.2013