05.09.2013 Krabbelnator!!!

Am gestrigen Tage verlegten wir mit guten Freunden im Wohnzimmer unser tolles, preiswert erstandenes Laminat. Wir sind auch tatsächlich fertig geworden und so bestand dem kleinen Mann heute eine große Überraschung bevor, als wir mit ihm die Wohnung betraten.

Er ist ja nun, wie schon erwähnt, sehr mobil und will sich dementsprechend im Krabbeln ausprobieren. Das Problem an der Sache ist, dass in der alten Wohnung überall Kisten, Möbel und andere potenziell gefährliche Dinge stehen und in der neuen Wohnung der Boden noch mit Farbresten, Schmutz und Folie bedeckt war. Beide Umgebungen sind also nicht unbedingt krabbelgeeignet.

Dies hat sich mit der Verlegung des Laminats grundlegend geändert. Während der Papa also das Kinderzimmer zu Ende tapezierte – den größten Teil hatte gestern der weibliche Part unserer guten Freunde und ihreszeichens Raumausstatterin übernommen – machten wir uns heute einen Spaß daraus das Kind am einen Ende des Zimmers auszusetzen und dann schnell zum anderen Ende zu eilen. Mit was für einer Begeisterung krabbelte das Bärchen laut giggelnd und krakelend ein ums andere Mal von hier nach dort. Sogar ein Video konnte ich davon machen, wie glücklich er war, sich endlich frei bewegen zu dürfen.

Und als wäre das noch nicht genug, schlief er doch tatsächlich fast sofort ein, als wir zu Hause waren.

19.05.2014 frhoppe

26.02.2013 Babys erster Ball!

Zuallererst einmal: Die Nacht war fantastisch! Insgesamt 14 Stunden hat der kleine Mann geschlafen, schön verteilt auf fünf, fünf, zweieinhalb und anderthalb Stunden! Obwohl ich selber erst um halb zwölf ins Bett gekommen bin – grummel, ich hatte mir so fest vorgenommen, früher zu schlafen – hab ich also auch noch schlummern können, wie schon lange nicht mehr. Und nach so viel Schlaf war auch Baby morgens/vormittags dann putzmunter und bereit zu neuen Taten. Und ach, welch Überraschung wartete auf ihn!

Gestern Abend hatte der liebe Onkel nämlich noch ein Geschenk vorbei gebracht und da war er nun: Der lange gesuchte, sorgfältig vom Onkel ausgewählte erste Ball! Und das ist nicht irgendein runder Plastikball – nein, Baby hat jetzt einen wunderschönen, bunten O-Ball. Diese Dinger sind einfach der Knaller. Im Prinzip schon ein Ball, weil rund und rollend, aber eben doch wieder nicht im klassischen Sinne ein Ball, weil das Ding nur aus Streben besteht. Mich erinnert es ein bisschen an ein Atom. Jedenfalls sind diese O-Bälle super, weil die kleinen Männer und Frauen da ganz wunderbar mit ihren Händen rein greifen und festhalten können – sogar mit einem Finger hat Baby das Ding ganz locker gehalten. Damit wird wirklich jeder Finger im Greifen geübt. Schafstofffrei Schadstofffrei sind die auch, wichtiger Hinweis, weil naturgemäß auch dieses neue Spielobjekt erst einmal ausgiebig auf Konsistenz und Geschmack gestestet, sprich besabbert wurde – die kleine Schnute passt übrigens auch ganz wunderbar in die Zwischenräume und um die einzelnen Streben herum!

Unser kleiner Mann war begeistert, juchzte, quietschte, ruderte mit Armen und Beinen – der höchste Grad der Begeisterung war erreicht. Und weil das alles uns noch nicht genug erfreute – so dachte er wohl – legte er noch eine Schippe drauf. Ganz gezielt und konzentriert griff er den Ball mit der rechten Hand, hob ihn über sich und übergab ihn fließend in seine linke Hand, um dort wieder begeistert zu fuchteln, weil ihm dieser unglaubliche große neue Schritt so mühelos gelungen ist. Unnötig zu erwähnen, dass wir in angemessene Begeisterungsstürme ausgebrochen sind! Hach nee, wat bin ich stolz auf unseren kleinen Entdecker!

© frhoppe 26.02.2013

24.01.2013 Wie machst du das immer?

Es sind heute mal alle anderen Eltern aufgefordert, mich aufzuklären, denn ich finde ganz ehrlich keine Antwort. Es ist mir nämlich schlechterdings unmöglich, irgendeine Erklärung dafür zu finden, wie unser Sohn es schafft, sich jeden Tag so einzusauen.

Beim Gesicht sehe ich das ja noch ein. Immerhin futtert der kleine Mann mit vollem Körpereinsatz, von der Sabberei mal ganz zu schweigen. Bei der Begeisterung kann schon mal was daneben gehen. Ich bin schon dran gewöhnt, ihm täglich die Milchreste hinterm Ohr und aus den Halsfalten wegzukratzen. Und auch, dass wir bei jedem Bad immer darauf achten müssen, auch wirklich jede Geheimfalte zu erwischen, wissen wir mittlerweile ganz genau. Aber eines ist mir doch schleierhaft: Jeden Morgen, wenn wir aufwachen und der kleine Mann zwischen uns liegend, fröhlich mit seinen Armen fuchtelt, bin ich erstaunt über den Dreck, der sich nicht nur an seinen kleinen Patschehändchen befindet, sondern sogar unter seinen Fingernägeln. Ernsthaft. Wie macht er das? Ich meine es ist ja nicht so, als wäre er mit seinen 10 Wochen schon viel allein unterwegs. Er wird getragen! Immer! Überall hin! Und wenn er nicht getragen wird, dann liegt er in der Wiege oder auf seiner Krabbeldecke. Okay, die Decke hat ein Dschungelthema, aber das erklärt auch nicht, warum seine Hände aussehen, als hätte er den Trainingsparcours der US-Armee absolviert. Da sind überall Fussel – in jeder Falte seiner Hand, zwischen den Fingern. Ich frage mich langsam, ob seine Handinnenflächen nicht vielleicht aus demselben Material gefertigt sind, wie diese Fusselbürsten, wo der Dreck dran haften bleibt. Und dann seine Fingernägel … die sind schwarz! Komplett!!! Und es ist nicht so, dass man sagen könnte, das hätte sich angesammelt. Denn jeden Morgen fange ich an, erst seine Finger fusselfrei zu machen und dann mühsam diese winzig kleinen Nägel zu säubern, unter die nur der eigene Fingernagel passt. Und ich weiß ganz genau, morgen früh werden seine Finger wieder ganz genau so aussehen.

Das einzige, was an diesem Baby wirklich sauber ist, sind seine Füße. Und das auch nur so lange, wie er braucht, um sie beim Wickeln in seine vollgemachte Windel zu stecken.

© frhoppe 24.01.13