19.07.2013 Das gibt es doch nicht!

Nach einem schönen und ereignisreichen Tag inklusive eines tollen Abschlusskonzertes durften wir eine ganz und gar unbekannte Erfahrung mit unserem kleinen Mann machen: Wir haben etwas gefunden, dass Baby NICHT isst.

Grießbrei!

Die Probe auf Exempel mit selbstgemachten Brei steht zwar noch aus, aber den bei der Drogeriekette mit den roten Buchstaben gekauften wollte er nicht. Wobei „nicht wollen“ eigentlich nicht ganz korrekt ist. Er hasst ihn! Den ersten Löffel nahm er noch freudig erregt entgegen, verzog aber schnell das Gesicht. Den zweiten Löffel hat er vorsichtig noch angenommen, aber dabei schon deutlich angewidert ausgesehen. Den dritten Löffel – den wir zugegebenermaßen ein bisschen in Baby reingeschummelt haben – quittierte der kleine Mann mit einem Würgen.

Das war der Zeitpunkt, an dem wir beschlossen, dass er den Grießbrei wohl wirklich nicht mag. Und so leid uns unser hungriges Kind tat, mussten wir doch ein bisschen darüber lachen, dass es etwas gibt, dass unser kleiner Vielfraß nicht isst!

© frhoppe 19.07.2013

 

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23.05.2013 Das Chaos …

… nimmt seinen Lauf, und zog in unsere Küche ein!

Völlig erschöpft sitze ich hier und versuche nicht an den katastrophalen Zustand meiner Küche zu denken! Aufmerksame Leser erinnern sich an unseren festen Vorsatz Babys Brei selbst zu kochen. Nun, der steht auch noch, allerdings gestaltet sich das in meiner Küche – ungefähr ein halber Quadratmeter Arbeitsfläche, wenn ich die zugeklappte Waschmaschine berücksichtige – doch etwas schwieriger als gedacht. Vor allem, wenn man – so wie wir zwei Chaoten -.-‚ – gleich ganz ambitioniert drei verschiedene Breis kochen will und das, während Mama die Migräne ihres Lebens hat.

Aber von vorne: Es sollte also Möhren-Kartoffel-Brei geben, ebenso Sellerie-Hirse-Brei, ferner noch Kürbis-Kartoffel-Brei mit Reisflocken! Zunächst ganz einfach, allerdings begann das Problem schon bei den Reisflocken. Ich schickte den Mann einkaufen und ooh Wunder, er fand keine Reisflocken beim Discounter mit dem großen blauen A, hatte aber auch keinen Nerv mehr, noch in den ebenfalls im Center befindlichen weiteren Einkaufsgelegenheiten nach welchen zu suchen. Also keine Reisflocken! Naja, das Baby-Kochbuch sagte, Reisflocken sind im Prinzip Reis, nur leichter zu verarbeiten, als derselbe, also nahm ich dann einfach Reis.

Das nächste Problem tauchte in der unscheinbaren Gestalt eines Gemüseschälers auf, von welchem wir nur ein Exemplar besitzen! Möhren = Schale, Sellerie = Schale, Kürbis = Schale, Kartoffeln = Schale und dann nur ein Schäler. Es dauerte also alles etwas länger. Nun Gott sei Dank war die liebe Oma mit dem kleinen Mann ausgiebig spazieren und den Opa besuchen, so konnten wir dann wenigstens das Gemüse schon einmal präparieren. Zwischenzeitlich bin ich dann immer mal wieder auf der Couch in einem unfreiwilligen, von den Kopfschmerzen geforderten Schläfchen zusammengesunken, aber schließlich waren wir dann doch mit der Schnippelei fertig.

Das Kochen lief dann halbwegs reibungslos – okay, die doofe Hirse ist ein bisschen angebacken, aber das wars dann auch schon – und dann kam das einmachen! Wir haben uns nämlich ganz schlau gedacht, dass man den Brei ja ganz wunderbar in diesen Babygläschen einmachen könnte, so wie Marmelade und Apfelmus halt auch! Denkste Puppe. Zunächst einmal sind nicht alle Deckel kompatibel mit jedem Glas. Der Herr, der mit seinem Namen für sein Produkt steht, will offenbar nicht, dass seine Gläschen mit dem Deckel einer Fremdmarke verschlossen werden – umgedreht passt allerdings jeder Deckel auf seine Gläschen. Da steht man dann und hat Gläschen, auf die kein Deckel mehr passt, und muss rausfinden, wo jetzt der Fehler liegt – ist ein bisschen wie die Lösung des berühmten Zauberwürfels. Schließlich hatte dann aber jeder Topf einen Deckel und weil aber dieser Vorgang so lange gedauert hatte, beschlossen wir, die Gläschen noch mal einzukochen, damit sie auch wirklich verschlossen sind – wie bei Marmelade oder Apfelmus halt auch! Denkste Puppe. Ganz offensichtlich sind die Gläschen nicht dafür gedacht, noch einmal befühlt und verschlossen zu werden. Es gab einen Knall und alle Deckel lagen wieder lose auf den Gläschen. Wenigstens war aber der Brei noch drin und keine Wasser eingedrungen.

Wir haben dann beschlossen, dass wir ab sofort doch alles portionsweise einfrieren. Apropos, hat jemand Eiswürfelbehälter, die er gerade nicht braucht?

© frhoppe 23.05.2013