27.05.2015 Mama, wir haben eine Kirche gemalert!

Nein, dieser Satz ist kein Versprecher. Unser Strahlemann meint nicht, dass er eine Kirche auf ein Blatt Papier gemalt hat! Er hat wirklich und tatsächlich eine Kirche gemalert. Guuuuut, es war eine aus Umzugskartons und mit Papier beklebte Kirche, aber er hat sie gestrichen – in einem viel zu langen Malerkittel und mit seiner eigenen Farbrolle. Mächtig stolz war er, denn er war das einzige Kind, dass helfen durfte, wenngleich das eher daran lag, dass er nicht einverstanden war mit einer Trennung von seiner gerade entdeckten Frau Mama.

Und das kam so:
Wie das in Kitas so ist, werden die Eltern ab und zu um Beteiligung an diversen Vorbereitungen gebeten. Dieses Mal sollte ein Wagen für einen Festumzug gestaltet werden und weil wir ja ein evangelischer Kindergarten sind, sollte darauf nun eine Kirche stehen. Eigentlich sollte sie durchaus der angegliederten Kirche ähneln, aber das erwies sich doch als zu schwierig, also wurden acht Umzugskisten zum Kirchenschiff zusammen gestellt und aus zwei zweiteren Umzugskisten entstand der Turm. Während eine Mama mit der Hilfe meines Sohnes – er sagte ihr immer, wo sie noch abschneiden musste – die Turmspitze erstellte, tüffelten wir drei anderen Mamas mit Hilfe der Erzieherin am Dach der Kirche, was uns mittels Malertape und Unmengen Heißkleber auch ziemlich gut gelang.
Während der gesamten Bauarbeiten wuselte der kleine Mann durch unsere Füße, denn was ich mir fast schon gedacht hatte, war eingetreten. Sobald der kleine Kerl mich erblickt hatte – und das war ziemlich schnell – war er aus dem Raum nicht mehr heraus zu bekommen. Ursprünglich sollten die Kinder alle im Garten bleiben und von außen zugucken, aber meinem Sohn war nichts zu machen. Alle Versuche, ihn im Garten zum spielen zu bewegen, schlugen fehl. Selbst, dass ich ihm seine Schwester in der Autoschale nach draußen stellte, damit er nicht das Gefühl hat, die darf und ich nicht, half nichts. Einige Mädchen fanden das Baby totaaaal süß und scharten sich um den Autositz, der kleine Mann klammerte sich weiter an mein Bein und weinte und schrie, als ich ihn einer Erzieherin übergab, blieb aber erst einmal bei ihr. Für zwei Minuten! Dann kam er wieder in den Raum mit den Bauarbeiten und erklärte mir mit weit aufgerissenen, tränenumflorten blauen Augen, dass er bei mir bleiben müsse. Er müsse schließlich helfen. Ich ließ ihn. Sicher wäre es einfacher gewesen, ihn aus dem Weg zu haben, in Sicherheit vor allem, denn überall lag Werkzeug herum, und ich versuchte auch noch mehrmals ihm das draußen spielen schmackhaft zu machen oder ihn zu überreden mit den Mädchen der anderen Mamas und der Kitaleiterin zu spielen, aber ich konnte ihn auch so gut verstehen. Er hilft einfach unheimlich gerne, trägt gerne an schweren Taschen mit – „Weißt du Mama, ich träge dass, damit du dass nicht allein machen musst!“ –, fässt am Autositz an, schiebt den Kinderwagen, bringt Müll in die Mülltonne – „Ich bringe das nur schnell in die Küche!“ – und und und. Er möchte so vieles mitmachen, nützlich sein und eben gleichzeitig bei seiner Mama sein, die er im Moment wirklich selten ganz für sich hat. Mag sein, dass dies für die anderen Mamas und die helfenden Erzieherinnen umständlicher war, aber das glaube ich eigentlich nicht, denn sie stellten sich wunderbar auf unseren Sohn ein. Der kleine Mann wurde super eingebunden. Er durfte – gesicherte – Cuttermesser anreichen, wies uns darauf hin, wenn wir eine Schere liegen lassen hatten – indem er sie uns brachte und sagte: „Mit Scheren darf ich nicht spielen!“ Jaaaaa, mein Sohn, da hast du absolut recht! Sehr gut, dass du das erkennst!!! – und sagte, wie schon erwähnt der Kirchturmspitze bastelnden Mama immer sehr genau, wo sie abschneiden musste. Während dessen bediente er sich an dem Teller mit Keksen, der eigentlich für die Mamas bereit gestellt worden war. Immer wieder tauchte die kleine Hand hinter dem Tischchen auf und schnappte sich einen Keks. So richtig glücklich war ich damit nicht, aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich in dieser Situation keinen Nerv für den Wutausbruch, der unweigerlich auf ein Verbot folgen würde. Normalerweise fechte ich diesen Kampf aus, nach zwei, maximal drei Keksen ist Schluss, egal wie sehr er meckert, aber wir wollten voran kommen und keiner der anderen hatte ein Problem mit den abnehmenden Keksen, also sei’s drum. Dann bekommt er dafür morgen keinen Keks. Da ist er ohnehin bei seiner Oma mütterlicherseits, die hält nicht viel von Süßkram.
Allerdings waren alle Kekse vergessen, als die Malerkittel kamen. Also nicht wirklich Kittel, eher Schürzen – zumindest für uns Erwachsenen. Der kleine Mann wurde komplett verhüllt von diesem Ding, was unheimlich niedlich aussah, wie er da in seiner Toga durch die Gegend watschelte und fleißig mit seiner weißen Farbrolle die Kirchenwände weißte. Es ist natürlich klar, dass der ein oder andere Farbunfall nicht ausblieb – seine Hose war danach trotz des bodenlangen Kittels weiß gesprenkelt und die grauen Spitzen seine Schuhe waren weiß. Auch fand er es unheimlich lustig, seine Hand in den Farbeimer zu tunken, was ich nicht ganz so grandios fand, denn er machte danach Anstalten, die an seiner Hand haftende Farbe auch ablecken zu wollen. Allerdings hatte ich hier ein Aha-Erlebnis, denn offenbar wusste das kleine Genie sehr genau, dass das Zeug nicht essbar und auch nicht gesund ist, denn er führte zwar die Hand Richtung Mund, tat dies aber mit einem deutlichen Zögern und so langsam, dass ich mühelos seine Hand festhalten konnte. Da standen wir nun: Aug in Aug, ich seine beiden Hände festhaltend, in einer Pattsituation, denn ich wollte, konnte aber seine Hand nicht sauber machen, denn wenn ich ihn losließ würde er den Geschmackstest vielleicht doch noch durchführen und in der anderen Hand hielt er seine weiße Malerrolle, mit der ebenfalls gewaltigen Schaden anrichten können würde. Zum Glück reagierten die anderen Mamas großartig, indem eine mir Küchenpapier brachte und eine andere die gefährliche Rolle an sich nahm, sodass wir dann auch gleich Hände waschen gehen konnten.
Insgesamt war es ein wirklich großartiger Nachmittag. Gegen Ende stießen die beiden Töchter der anderen Mamas noch zu uns und halfen beim Einräumen der Bausteine und als wir endlich sauber gemacht hatten, konnten wir glücklich und zufrieden nach Hause fahren.
„Mama, ich habe eine Kirche gemalert!“ verkündete mein kleiner Käfer im Auto stolz.
Ja, das hast du, du wunderbarer kleiner Kerl. Ganz großartig hast du das gemacht und so lieb bist du gewesen, dass ich wieder einmal nur über dich Staunen kann.
Und weil der Tag ernährungstechnisch eh schon verloren war, gab es zur Belohnung auf dem Heimweg noch die so seltenen „ein Pommes“ – die kleine Tüte von dem Laden mit dem großen M – die der kleine Mann auf dem Rücksitz selig vor sich hinschmatzte.

Frhoppe 04.06.2015

24.04.2015 Ausgewogene Ernährung in der Kita!

Als wir für unser größeres Kind eine Kita suchten, war der Faktor Ernährung nicht unser Hauptkriterium. Primär waren wir froh, dass wir überhaupt eine Kita gefunden haben, die uns wollte, denn als ich Anfang Januar 2014 anrief, ich hätte gerne ab Oktober/November 2014 einen Kita-Platz bekam ich mehr als einmal die Antwort, man könne mir einen Platz ab Herbst 2015 anbieten, wenn ich Glück hätte, ich sei viel zu spät dran!

Aha! Na gut, das hätte ich wirklich wissen können, dass ich mit dem positiven Schwangerschaftstest in der Hand quasi direkt zur Kita-Anmeldung muss, aber nun war es ja einmal zu spät, was sollte man also tun. Zum Glück steckte uns eine sehr gute Freundin, dass ihre Kita im Juli umziehen würde und darum ein Nestbereich geschaffen – sprich Betreuung für die unter dreijährigen. Ich rief also an und machte einen Kennenlerntermin. Die Kita ist eine evangelische Kita und stimmte daher schon einmal mit meinen grundsätzlichen Werten in der Erziehung überein und auch in Sachen Ernährung ging ich durchaus konform. Es sollte nicht jeden Tag Fleisch geben, durchaus auch mal Fisch, morgens gibt es eine Obst-/Gemüsepause und nachmittags eine Vesper, zu der es nur in Ausnahmefällen mal einen Keks gibt. Trinken dürften die Kinder Wasser und ungesüßten Tee und morgens zur Obst-/Gemüsepause eine kleine Tasse Kakao. Und prinzipiell würde auf abwechslungsreiches Essen geachtet!

Klang doch alles ganz gut!
Wir bekamen also den Kita-Platz und dann stellte sich heraus, dass man uns dreist belogen hatte! Und dies auch noch mit einem ausgedruckten, offensichtlich erfundenen Speiseplan zu verschleiern versuchte. Denn als ich nach der Eingewöhnung – in der wohl nur, um ahnungslose Eltern in Sicherheit zu wiegen, jeden Tag ein anderes Essen auf den Tisch kam – das Kind fragte, was es denn zu essen gegeben habe, antwortete es: Spinat, Kartoffeln und Ei! Am zweiten Tag genau dasselbe: Spinat, Kartoffeln und Ei! Und so fort: Jeden Tag gibt es Spinat, Kartoffeln und Ei! Was mich dabei wundert, ist, dass offenbar nur unser Sohn dieses Essen bekommt, das er im übrigen nicht einmal mag, denn alle anderen Kinder bekommen jeden Tag Nudeln. Erst seit zwei Wochen gibt es endlich etwas Abwechslung im Speiseplan, denn jetzt gibt es Erbsen! Heute auch wieder – voller Überzeugung äußerte der kleine Mann, es habe zum Mittag Erbsen gegeben und er esse die gerne!
Allen die jetzt noch zweifeln sei gesagt, dass unsere Kita sich selbstverständlich große Mühe gibt, das Essen ausgewogen und interessant zu gestalten. In der Tat ist es sogar so, dass versucht wird, sogar auf die Abneigungen der Kinder einzugehen.
„Heute gab es Spinat und der kleine Mann hat nicht gut gegessen“, empfing mich eines Tages die Erzieherin, als es tatsächlich einmal Spinat gegeben hatte. „Er mag den wohl nicht!“
Ich winkte ab. „Ja ich weiß, den mochte er letzte Woche auch schon nicht!“
„Wie? Letzte Woche?!“ horchte die Erzieherin auf. „Da muss ich aber mal mit der Küche reden. Jede Woche Spinat muss ja nicht sein!“
Fand ich gut!
Und noch besser finde ich, dass mein Kind bei dem absolut üblichen Verhalten kleiner Kinder, jeden Tag dasselbe zu antworten auf die Frage nach dem Essen, eine gewisse Fantasie an den Tag legt.
Trotzdem bin ich erleichtert, dass es jetzt endlich mal Erbsen gibt – ich hoffe nur nicht wieder 4 Monate lang, sonst muss ich doch mal ein ernstes Wörtchen mit der Kita reden.
😉

Frhoppe 24.04.2015

05.11.2014 Heute kein Mittagsschlaf!

Als ich heute Nachmittag in der Kita ankam, hatte der kleine Mann keinen Mittagsschlaf gemacht, was allerdings an dem Umstand lag, dass es direkt nach dem Mittag einen Zwischenfall mittlerer Katastrophenstufe gab.
Eines der Kinder büxte beim Wickeln aus. Es lief nun schon von Windeln befreit durch den Schlafraum und entschied leider genau in diesem Moment, dass es sein großes Geschäft genau jetzt verrichten müsse. Mitten im Schlafsaal. Da sich eine Gruppe Kinder naturgemäß nur sehr schwer vom Herumrennen abhalten lässt, blieb nicht aus, dass mehrere Kinder durch das Unglück hindurch rannten und damit den ganzen Kram im Schlafsaal verteilten und in der Folge auch untereinander, sodass nunmehr alle Kinder gesäubert werden mussten. Unser kleiner Mann war dabei der letzte an der Reihe und dementsprechend aufgedreht. Verständlicherweise fand er nun nicht mehr recht zur Ruhe und da er die anderen Kinder durch sein Geplapper wach hielt, wurde er dann wieder in den zweiten Raum zur Ruhe gelegt, wo er dann auch tatsächlich eine gute dreiviertel Stunde ruhig lag, bevor er wieder munter wurde und zum Spielen aufstand.
Vermutlich aufgrund des fehlenden Mittagsschlafes zeigte mein kleiner Schatz heute gesteigerte Sehnsucht nach seiner Mama. Trotzdem beschlossen wir, dass wir morgen versuchen würden, erst nach der Vesper zu kommen, das heißt etwa eine dreiviertel Stunde später noch als heute.

Frhoppe 05.11.2014

04.11.2014 Ein deutliches Zeichen

Heute war der zweite Tag, an dem Sohnemanns Erzieherin aus dem Urlaub wieder da war und heute weinte der kleine Mann auch wieder ein wenig mehr, als ich die Kita gen „Arbeit“ verließ. „Mama soll nicht arbeiten gehen“ schluchzte er und streckte vom Arm seiner Erzieherin aus die Händchen flehend nach mir aus.
Es wird wirklich nicht leichter, da einfach zu gehen.
Allerdings gab es heute eine erleichternde Nachricht für mich. Als ich nach dem Mittagsschlaf wieder in der Kita ankam, berichtete mir die Erzieherin, dass der Sohn heute ein wenig unruhiger war und nicht so recht in den Schlaf fand. Also legte sie sich neben ihn und gab ihm ihren Finger zum Festhalten, was schließlich dazu führte, dass der kleine Mann endlich einschlief. Dann jedoch wollte sie aufstehen und musste feststellen, dass die kleine Kinderhand ihren Finger fest umklammert hielt. Jeder Versuch ihn zu lösen, war vergebens, so dass sie schließlich befürchtete, den Mittagsschlaf neben dem Sohn liegend verbringen zu müssen.
Schließlich gelang es ihr aber doch, sich zu befreien, indem sie behutsam einen Finger nach dem anderen löste, bis sie schließlich gehen konnte. Sie freute sich dann sehr, als ich ihr mitteilen konnte, dass dies ein sehr deutliches Zeichen dafür ist, dass der kleine Mann sie als enge Bezugsperson in seinem Leben akzeptiert hat.

Frhoppe 04.11.2014

31.10.2014 Was macht ihr denn hier?

Heute war für den kleinen Mann ein besonderer Tag in der Kita. Er wurde nämlich das erste Mal nicht von mir, sondern von seinen Urgroßeltern abgeholt. Das war besonders niedlich, weil er nämlich zunächst gar nicht bemerkte, was da los war. Der kleine Mann war so auf sein Essen konzentriert, dass er erst aufsah, als ein Kitakamerad freudig rief: „Da eine Oma!“
Der Beschreibung nach sah der kleine Kerl erst einmal nur mäßig interessiert auf, als die Neuankömmlinge so angekündigt wurden. Dann jedoch erkannte er seine geliebten Urgroßeltern. Nach einem kurzen Moment der Freude folgte Verwirrung. Ihm war deutlich anzusehen, dass er nichts mit der Anwesenheit dieser Menschen in der Kita anfangen konnte. Die gehören da für ihn einfach nicht hin.
Dann jedoch schien er den Umstand ihres Daseins in der Kita zu akzeptieren und sprang voll Freude ihren Namen rufend auf und rannte auf sie zu. Er war schon beinahe dabei, sich seine Sachen zu holen, da viel ihm ein, dass er noch seinen Nachtisch essen wollte. Fast hilflos sah er die Großeltern an und sagte: „Muss noch Joghurt essen?!“ Zum Glück für ihn würden seine Großeltern ihm kaum jemals etwas verweigern und so durfte der Sohn ganz in Ruhe sein Dessert vertilgen.
Am Abend erzählte er mir dann strahlend vor Stolz, dass er mit Oma und Opa Straßenbahn gefahren ist und dann Fahrstuhl – sogar einer ganz aus Glas, wo man ringsum alles sieht – und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, durfte er dann auch noch S-Bahn fahren. Dazu muss man wissen, dass unser Kind unheimlich auf öffentliche Verkehrsmittel steht. Kaum sitzt er in einem der genannten Beförderungsmittel, verschlägt es ihm total die Sprache. Er sitzt einfach nur staunend im Fahrzeug und genießt die Fahrt. Zudem wird jeder Bus, jede Straßenbahn und jede S- oder U-Bahn protokollarisch aufgenommen. Die Großeltern des kleinen Kerls wussten dann noch zu berichten, dass der Enkel während des gesamten Heimwegs immer wieder zwischen beiden hin und her schaute, so als könne er nicht fassen, dass die beiden wirklich da sind. Nichtsdestotrotz begann er ab etwa halb fünf an, regelmäßig nach seiner Mama zu fragen. Und als ich dann endlich kam, stürzte er sich vor Freude mich zu sehen, fast die Treppe herunter.

Frhoppe 31.10. 2014

27.10.2014 Immer wieder Fieber!

Es war noch nicht ganz klar, ob der kleine Mann am heutigen Tag in die Kita würde gehen können. Bereits seit zwei Wochen plagt ihn ein hartnäckiger Schnupfen. Mal mehr, mal weniger stark, letzte Woche Sonntag hatte unser Sohn dann auch Fieber, dass jedoch am nächsten Morgen wieder weg war.
Gestern Abend kam mir der kleine Mann dann wieder sehr warm vor und das Fieberthermometer bestätigte dann auch die Vermutung. 38.8° beim ersten Messen, 38.4° beim zweiten verkündete es laut piepsend. Da wir erst ab über 39° fiebersenkende Mittel geben, legte ich den kleinen Mann ins Bett und hoffte, dass der Schlaf sein übriges tun würde. Und tatsächlich lag die Temperatur des kleinen Kerls heute Morgen wieder bei 37.8°. Noch nicht perfekt, aber auch kein Grund für mich, ihn nicht in die Kita zu geben, zumal er quietschfidel war und lautstark den Besuch der Kita einforderte. Dort angekommen fragte er kurz nach seiner Bezugserzieherin, die Erklärung, dass sie im Urlaub sei, nahm er aber sehr gefestigt hin und rannte dann zum Spielen los. Wahrscheinlich aufgrund dieser Tatsache durfte ich dann auch dieses Mal gleich gehen und kehrte erst nach dem Mittagessen zurück. Der Eindruck hatte nicht getäuscht. Der kleine Mann habe sich großartig gemacht, berichtete die betreuende Erzieherin, lediglich das Mittagessen sei heute nicht sein Fall gewesen, weswegen er im Moment ein bisschen unleidlich sei. Diese Unleidlichkeit zog sich auch durch den Rest des Nachmittags, nur unterbrochen vom Mittagsschlaf und von einer intensiven halbstündigen Kuschelphase, in welcher der kleine Mann ganz ruhig auf meinen Bauch lag und sich von mir Lieder vorsingen ließ.
Da ich aufgrund des gestrigen Fiebers sowieso noch ein wenig beunruhigt war, maß ich dann beim abendlichen Wickeln noch einmal Fieber, obwohl mir das kleine Kerlchen gar nicht warm vorkam. So kann man sich täuschen. 39.1° beim ersten Messen. 38.7° beim zweiten Messen.
Jetzt schläft der kleine Mann und ich war auch noch einmal bei ihm drin und werde auch gleich noch einmal nach ihm schauen. Und wenn das Fieber morgen nicht deutlich unter 38° ist, dann werde ich ihn wohl doch zu Hause behalten, auch wenn das in der Eingewöhnung immer schwierig ist.

Frhoppe 27.10.2014

25.10.2014 Schokodröhnung und Laubhaufen!

Am Freitagabend wurde der kleine Mann von seiner Oma mütterlicherseits abgeholt. Aufgrund des nicht ausgeführten Mittagsschlafes war naturgemäß mit dem Kind am Freitagabend nicht mehr allzu viel anzufangen, sodass er zeitnah das Bett aufsuchte. Bereits am nächsten Morgen jedoch trug sich ein – zumindest für mich und wenn ich ihren Schilderungen glauben darf, auch für meine Mama – äußerst bewegender Moment zu.
Der Sohn erwachte um halb sechs herzerweichend weinend. Als die Oma das Zimmer betrat, ließ er sich zunächst zwar auf den Arm nehmen, jedoch schluchzte er an ihrer Schulter ganz verzweifelt: „Nein! … Nein! … Ich brauche jetzt meine Mama!“ Zu meiner Erleichterung beruhigte er sich aber wohl recht schnell und schlief dann noch eine gute Stunde im großen Bett.
Der Plan für den Samstag sah dann folgendermaßen aus: Es sollte in den Garten gehen. Die Oma hatte extra einen kleinen Rechen gekauft, mit dem der kleine Mann Laub harken sollte. Zunächst jedoch gestaltete sich bereits die Anreise schwierig. Denn als man im Auto über die Eigenheiten des Herbstes sprach, ergab sich folgendes Gespräch zwischen Enkel und Oma:
„Wir haben jetzt Herbst. Da fallen die Blätter von den Bäumen.“, sagte die Oma.
„ … muss Blätter sammeln.“, gab der Enkel ernsthaft zur Antwort.
„Ja, es gibt rote Blätter und Orange! … Und grüne!“
Daraufhin herrschte eine Weile Ruhe. Bestimmt zwei oder drei Minuten später tönte es von hinten: „Tatsache?!“
Als der kleine Mann ein wenig später dann auch noch mitten auf der Autobahn und in die Stille hinein posaunte: „Hier fährt wahrscheinlich keine Straßenbahn.“, musste der Opa so herzhaft lachen, dass er zu dem Schluss kam, man müsse wohl aufs Autofahren verzichten, wenn der kleine Mann so weitermache, sonst landete man noch irgendwann am Baum vor Lachen.
Zumindest an jenem Tag kamen Großeltern und Enkel aber heil im Garten an und so konnte man sich eifrig an das Zusammenharken des Laubes machen. Und dies beinhaltete einige Tücken: Nicht nur stürzte der kleine Mann eine Treppenstufe hinunter – sein Sturz wurde allerdings von einem Laubhaufen abgefangen, sodass nichts passierte und die Erfahrung von Laub auf seinem Gesicht und seiner Jacke hielt ihn zudem vom Weinen ab. Es stellte sich auch heraus, dass das Kind zwar großen Spaß am Harken hatte, jedoch ebenso großes Vergnügen beim Verteilen des eben geharkten Haufens empfand. Eine weitere Schwierigkeit – noch dazu eine mit Spätfolgen, wovon ich weiter unten noch berichte – ergab sich dann beim Mittagessen. Wie es sich für eine richtige Uroma gehört, hatte die Potsdamer Uroma jedem Enkelkind einen riesigen Bottich Schokopudding – so diese 400 oder 500g-Becher – gekauft, sowie einen Weihnachtsschokoriegel. Als meine Mama versuchte dem Enkel den großen Bottich wegzunehmen und einen Teil des Puddings in ein Schälchen abzufüllen, klammerte sich der kleine Mann krampfhaft an dem Bottich fest unter Skandierung folgender Worte: „NEIN!!! NEIN!!! NEIN!!! MEIN BECHER!!!“ Nun hätte ich dem Kind den Topf trotzdem entwunden und den Pudding rationiert, jedoch habe ich durchaus Verständnis für die Oma, die diesen Kampf nicht aufnehmen wollte und dem Kind die Beute überließ. Aufgeputscht von seinem Erfolg gelang es dem Kind nun auch, das selbstständige Essen des Puddings herauszuschlagen, was in einer fröhlichen Sauerei endete, da zum Schluss die gesamte Hand in dem übergroßen Bottich steckte. Nachdem der kleine Kerl dann tatsächlich den größten Teil des Puddings vertilgt hatte, griff er siegessicher nach seinem Schokoriegel. Die Oma, nun wirklich gewillt, den Enkel vom Verzehr abzuhalten, wollte schon eingreifen, doch dann übernahm die Cousine des kleinen Mannes den Fall. Sie ging mit gutem Beispiel voran – sie legte ihren Riegel ins Regal und sagte zu ihrem Cousin: „Komm wir legen das ins Regal und dann haben wir zum Kaffee noch etwas!“ Und der kleine Mann hörte. Zum Kaffee dann konnte er mit einem winzigen Stück vom Riegel der Cousine zufrieden gestellt werden, sodass die Oma erfolgreich den verfrühten Kontakt mit Weihnachtssüßkram verhindern konnte.
Quasi als erfolgreicher Abschluss dieses aufregenden Tages ließ sich der kleine Kerl dann zum ersten Mal bei Oma baden – nur beim Haare waschen gab es dann Tränen, aber die gibt es bei uns ja auch.

Frhoppe 27.10.2014

24.10.2014 Fische im Teich oder: Ich schlafe nicht!

Es ist ja nun mittlerweile durchaus bekannt, dass unser Sohn sprachlich ziemlich weit und immer für eine Überraschung gut ist. Gestern Nachmittag überraschte uns der Sohn mit der Aussage: „Die Fische machen schubdubidu!“ Diese Aussage ist aus heiterem Himmel dann doch etwas ungewöhnlich, jedoch vermutete ich bereits eine Verbindung zu den jüngst in der Kita eingezogenen Magnetfröschen. Eine Nachfrage bei Sohnemanns Erzieherin bestätigte diese Vermutung, allerdings war sie auch ziemlich überrascht, dass er das jetzt schon in dieser Form rezitierte. Immerhin hatte sie tatsächlich am Vortag das erste Mal das Fröschelied zum Inhalt des Morgenkreises gemacht. Da unser kleiner Mann heute etwas anhänglicher war und mich zudem ausdrücklich um meine Anwesenheit bat, wohnte ich dem Morgenkreis dann bei und wurde Zeuge des Froschliedes:

Refrain:
Mmh, mmh macht der grüne Frosch im Teich.
(Zunge im Mund, an den Ohren ziehen, Zunge raus strecken)
Mmh, mmh macht der grüne Frosch.
(Zunge im Mund, an den Ohren ziehen, Zunge raus strecken)
Mmh, mmh macht der grüne Frosch im Teich.
(Zunge im Mund, an den Ohren ziehen, Zunge raus strecken)
Anstatt quack, quack, quack, quack.
(Hände über einander legen und dann auf und zu machen, wie ein Maul)

Strophe:
Und die Fische schwimmen schubidubidu, schubidubidu, schubidubidu
Und die Fische schwimmen schubidubidu.
(Hände aneinanderlegen und schlängelnde Bewegungen – vorwärts oder seitwärts.)

Und der kleine grüne Frosch macht mmh, mmh, mmh dazu
(Zunge im Mund, an der Ohren ziehen, Zunge rausstrecken)

Refrain

Man kann dann das Lied noch beliebig erweitern – die Krebse zum Beispiel machen Zwickedizwick – aber in der Kita belassen wir es derzeit noch bei der ersten Strophe. Immerhin sollte man von den kleinen Knirpsen dann doch nicht zu viel verlangen.
Was den Mittagsschlaf angeht, so konnten wir heute nur insofern einen Erfolg erzielen, dass der kleine Mann sich relativ bereitwillig eine Weile hinlegte. Von Schlaf konnte aber auch heute keine Rede sein, sodass er mich bereits fröhlich spielend empfing, sich jedoch umso stürmischer in meine Arme warf. Kurz darauf schmiss er sich genauso überschwänglich seiner Erzieherin in die Arme, sodass ich denke, es ist vielleicht auch nicht ganz schlecht, wenn er weniger schläft. Natürlich würde ich mir wünschen, dass der kleine Kerl mittags zur Ruhe findet, aber wenn er schon nicht tut, dann kann er so wenigsten ein bisschen mehr Zeit allein mit der Erzieherin verbringen, was ja im alltäglichen Kita-Betrieb nicht immer gewährleistet ist. Wie gut ihm das tut, beweist ja die Umarmung. Und auch für die Erzieherin ist es schön zu erleben, was für ein tolles, kleines Kerlchen unser Sohn ist. Denn er redet zwar sehr viel und sehr gut, aber nur sehr selten einfach ins Leere hinein. Er braucht und möchte einen Ansprechpartner und wenn er den erst einmal gefunden hat, dann ist er schon richtig charmant. Und so verführte er seine Erzieherin zu einem hingerissenen Lachen und der Aussage „Ooh Gott, ist das süß!“, als er fröhlich grinsend die Zunge rausstreckte und Mmh, mmh macht der Frosch im Teich rezitierte. Als ich dann noch den fehlerfreien Vortrag der ersten Strophe von „Alle meine Entchen“ anführte, äußerte sie sich sehr positiv über die Auffassungsgabe des kleinen Mannes.
Trotz des kleinen Fortschritts in Sachen Mittagsschlaf – der ausgebliebene Bock – entschieden wir dann, dass wir den kleinen Mann in der nächsten Woche doch bereits nach dem Mittagessen abholen würden. Prinzipiell ist es kein Problem, wenn ein Kind nicht schläft, aber aufgrund der derzeitigen Betreuungssituation wäre es für alle Seiten zuviel Stress. Dafür durften wir das erste Kunstwerk unseres Sohnes mit nach Hause nehmen. Denn da heute nur vier Kinder in der Kita waren, wagte sich die Erzieherin an Pinsel und Tusche. Gemalt wurden Sonnenkäfer mit roten Röckchen und schwarzen Punkten. Und ich finde, man kann das gut erkennen – wenn man weiß, was es ist. Trotzdem keine Frage: Das erste Kunstwerk des Sohnes wird gerahmt und bekommt einen Ehrenplatz.

Frhoppe 24.10.2014

23.10.2014 Der erste Mittagsschlaf

Nun hatten wir ja am gestrigen Mittag beschlossen, dass der kleine Kerl heute das erste Mal in der Kita Mittagsschlaf halten sollte. Nach erfolgreicher morgendlicher Übergabe des Kindes an seine Erzieherin vereinbarten wir noch schnell, dass mich selbige im Falle eines absolut nicht händelbaren Kindes oder anderer etwaiger Notfälle telefonisch kontaktieren würde. Da dies bislang nicht der Fall gewesen war, erschrak ich dann doch ziemlich, als um zehn das Telefon tatsächlich klingelte und die Kita dran war. Was war geschehen? Allergischer Schock, Gehirnerschütterung, Knochenbrüche, alle möglichen Horrorszenarien schossen mir durch den Kopf, bevor mir der Verstand riet, vielleicht doch erst einmal abzunehmen und nach dem Grund für den Anruf zu fragen. Der dann denkbar einfach war.
Die Erzieherin des Kindes hatte schlicht vergessen, mir Bescheid zu sagen, dass sie aufgrund der heutigen Frühschicht bereits um eins Feierabend habe und darum vermutlich nicht mehr anwesend sein würde, wenn ich gegen zwei käme, das Kind abzuholen. Da nun weitere Anrufe ausblieben, wähnte ich mich schon auf der sicheren Seite.
Sollte das Kind tatsächlich das Unerwartete getan haben und schlafen? War es möglich, dass er widerstandslos ins Bett gekrochen war und nun selig schlummerte? Sollte die Dynamik einer Gruppe so groß sein, dass sie sogar einen schlafunwilligen fast Zweijährigen von der Notwendigkeit eines Schlafes zur Mittagsstunde überzeugte?
NEIN!!!
Als wir – heute ausnahmsweise in Begleitung des Herrn Papa, weil selbiger zu Hause war – in der Kita ankamen, unheimlich gespannt ob des Erfolges oder Misserfolges des Experiments Mittagsschlaf, fanden wir unseren Sohn separiert im zweiten Raum der Nestchengruppe vor. Bereits im Flur erfuhren wir von der doch noch anwesenden Bezugserzieherin unseres Sohnes, dass der kleine Mann keine Sekunde geschlafen habe. Zunächst bekam er einen gewaltigen Bock, sobald das Wort Mittagsschlaf nur fiel. So weit, so bekannt! Allerdings ließ er sich auch von seiner Kimmi nur mühsam überzeugen, sich dann doch endlich zu den anderen Kindern zu legen. Dann jedoch unterhielt er fröhlich plappernd die ganze Gruppe und somit auch alle anderen Kinder vom Schlafen ab. Somit war seine räumliche Trennung von der Gruppe keine Strafe, sondern lediglich dem Umstand geschuldet, dass wenigstens die anderen Kinder schlafen können sollten. Ich muss zugeben, dass mir dieses Vorgehen bekannt vorkommt – zumindest aus Erzählungen. Gerüchten zufolge soll ich nämlich in meiner aktiven Kindergartenzeit ein ähnlich kommunikatives Verhalten an den Tag gelegt haben, was auch bei mir mehr als einmal zum Einzelschlafmodus führte. Immerhin konnten wir zumindest den kleinen Erfolg verbuchen, dass unser Sohn nach seinem Umzug etwa eine dreiviertel Stunde lang auf seiner Matratze ruhte, sodass wir schließlich übereinkamen, es am morgigen Tag noch einmal mit dem Schlaf in der Kita zu versuchen, bevor wir endgültig über die nächste Woche entscheiden.

Frhoppe 27.10.2014

22.10.2014 Totally verpennt!

Heute morgen wurde nicht von meinem Wecker, sondern von einem plappernden kleinen Kind geweckt. Der Blick auf mein Handy bestätigte meine Vorahnung – wir hatten komplett verschlafen.Eine geschlagene Stunde zu spät wachten wir auf und damit eine viertel Stunde bevor wir den kleinen Mann in der Kita abgeben mussten. Dank einer bemerkenswerten Koordinationsleistung zwischen Mama und Papa und der beinahe unheimlichen Kooperation des Kindes, dass sich ganz brav wickeln und anziehen ließ, während es seine Milch trank und einen Zwieback knabberte, gelang es uns um neun das Haus zu verlassen und um viertel zehn mit nur einer viertel Stunde Verspätung in der Kita anzukommen. Leider hatten wir dadurch den Morgenkreis verpasst und da wir noch in der Eingewöhnung sind, musste ich dann auch wieder bis dreiviertel zehn dableiben, statt um halb zehn zu gehen. Dafür ließ das kleine Menschlein mich dann aber ganz entspannt gehen und begrüßte mich bei der Abholung nach dem Mittag total überschwänglich und begeistert. Vor lauter Kuscheln konnten wir gar nicht richtig anziehen, sodass ich erst zu Hause beim Ausziehen merkte, dass ich die Stiefel verkehrt herum an die Füße gesteckt hatte.
Quasi als kleine Mittagsbeschäftigung trugen wir im Supermarkt zur Belustigung einer Verkäuferin bei und das kam so: Beim unweigerlichen und unvermeidbaren Passieren der allgegenwärtigen Weihnachtsgebäcke und -schokoladen meldete auch der Sohn Besitzansprüche an einem Weihnachtsmann an. „Will den haben!“ krakelte es. Verstehe ich total. Das Zeug ist bunt und er weiß dank eines Schokoladenosterhasenzwischenfalls vor einigen Wochen wie es schmeckt – wir hatten dummerweise einen solchen in des Kindes Zimmer auf der Kommode stehen lassen, wo er eigentlich nicht ran kam … eigentlich, denn was wir nicht bedachten, war der Erfindungsgeist eines fast Zweijährigen, der einfach seine Spielzeugtruhe an die Kommode schob und somit den Hasen erreichte, entpackte und vertilgte, sowie große Teile der Schokolade auf Haut und Kleidung verteilte. Die Folge waren primär ein Kind im Zuckerschock und sekundär ein Kind mit zweitägiger Verstopfung.
In jedem Fall habe ich trotz dieses Wissens um die große Verlockung eine strickte Regel: Kein Weihnachtskram vor Ende November. Da hat der Papa Geburtstag und bekommt traditionell die erste Packung Schoko-Lebkuchen-Herzen. Das aber dürfte für ein Kind keine hinreichende Erklärung sein, zumindest keine Verständliche. Also erklärte ich dem Sohn, dass wir das jetzt noch nicht kaufen können. Sonst würde ja der Weihnachtsmann ganz durcheinander kommen und vielleicht an Weihnachten vergessen, dass Weihnachten ist. Während der kleine Mann das ganz verständig hinnahm, machte oben bereits erwähnte Verkäuferin meinen pädagogischen Geniestreich beinahe zunichte, indem sie in Gelächter ausbrach. Nur eine spontane Flucht in Richtung Kasse verhinderte selbiges.
Und nun noch etwas ernsteres: Morgen wird ein spannender Tag für uns. Der kleine Käfer wird zum ersten Mal in der Kita Mittagsschlaf machen. Die Erzieherin wollte eigentlich noch bis zum Ende der Ferien – also bis 3.11. – damit warten. Der Grund dafür war allerdings nicht, dass der kleine Mann nicht bereit wäre, sondern, dass sie nächste Woche selber nicht da ist und jedes zusätzliche Schlaf-Kind ihren Kollegen mehr Stress machen würde. Das brachte mich in einen Gewissenskonflikt. Einerseits verstehe ich die Beweggründe der Erzieherin, andererseits habe ich ja auch noch einiges für die Uni zu tun und bin darauf angewiesen, dass der Sohn länger in der Kita ist. Außerdem äußerte der kleine Mann sowohl heute als auch gestern bereits, dass er mit den anderen Kindern schlafen wolle. Wie ernst er das jetzt meint, weiß ich nicht, aber ich denke es ist doch ein Zeichen, dass es ein guter Zeitpunkt ist.
Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, dass wir es morgen das Erste Mal versuchen und dass mir Sohnemanns Erzieherin dann ganz ehrlich sagt, ob es sinnvoll und für die übrigen beiden Erzieher machbar ist, den kleinen Mann zum Mittagsschlaf dazubehalten. Ich meine, bei aller Liebe: Ich kenne meinen Sohn. Und wenn der nicht will, dann will er nicht. Und das ist eine Herausforderung bei der die Anwesenheit der Bezugserzieherin entscheidend sein kann. Aber wenigstens versuchen will ich es, da ich sonst noch zwei Wochen länger warten müsste, bevor ich genug Zeit habe, mich wieder ernsthaft dem Studium zu widmen. Da ich bis zur Geburt von Nummer 2 Anfang März weitestgehend fertig sein möchte, können diese zwei Wochen durchaus entscheidend sein.

Frhoppe 22.10.2014