10.02.2016 Fasching mal anders – oder: Die Geschichte vom Tieraufseher!

Das waren vielleicht ein paar tolle Tage. Also nicht, dass wir die ganze Zeit gefeiert hätten – ich war nur sehr ambitioniert, was das Kostüm des Herzenssohnes anging.
Motto in der Kita war: Aufregung im Zauberwald!

Ein tolles Thema!
Haaaach, was schlägt das des Nähens mächtige Mutterherz da höher, ungeahnte Möglichkeiten eröffnen sich.
Aufgeregt und voller Spannung fragte ich das Kind, als was es denn gehen wolle und es antwortet:
„Als Tieraufpasser!“
Völlig nüchtern, ohne auch nur eine Miene zu verziehen!
Alle, die sich jetzt fragen, was zur verdammten Hölle das kruzifix nochmal sein soll, stehen damit nicht allein!
Mir ging es genauso!
Bis mich die Kreativität und der Ergeiz packten!
Ich shoppte, kreierte, überlegte, tüftelte, schnippelte und nähte.
Zunächst einen wunderschönes Pulli in einem hübschen Moosgrün:

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Der Plan war diesen Pulli durch eine Safari-Hose und einen Safari-Hut zu ergänzen und mit einem Umhang aus dem selben Stoff zu vervollkommnen.
Der Umhang sollte dann ein echter Zauberumhang werden, mit bunten, glitzernden Flatterfetzen und Federn und Blättern.
Da saß ich dann nun vor dem riesigen Haufen zerschnittenem Stoff und der Heißklebepistole und dachte mir: „Joah! Quasi fertig!“

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Unzählige Stunden und eine halbe Packung Heißklebestäbchen später war es dann soweit: Das letzte Kostümteil war fertig und ich war der festen Überzeugung: „Wenn mein Sohn Tieraufseher werden will, dann wird er der verdammt geilste Tieraufseher, den die Welt je gesehen hat!“

Und was soll ich sagen? Er wurde es!
Nicht, weil das Kostüm so extrem toll war – das war es natürlich – sondern, weil seine Augen beim Anblick des Umhangs ehrfürchtig aufleuchteten und weil er beim gestrigen Fasching sein Kostüm mit solch einer selbstverständlichen Würde trug, dass ich ihn nur stolz beobachten konnte.
Er machte wirklich allen Tieraufpassern Ehre.

Da haben sich die vielen Studen Bastelei wirklich gelohnt. Und das schönste Kompliment, dass ich dafür bekam, war: „Man sieht die Liebe, die darin steckt!“

frhoppe 10.02.2015