03.08.2015 Große Augen in der Kita und die Macken eines kleinen Skorpions

Heute morgen durfte unser kleiner Punk in der Kita seine neue Frisur präsentieren und sie wurde mit großen Augen, aber auch sehr positiv aufgenommen. Was mich aber auch nicht wirklich wundert, denn im Grunde genommen passt dieser Haarschnitt zu unserem Sohn, wie Faust aufs Auge. Während er nämlich zunächst ganz niedlich und lieb wirkt, ist er bei näherer Betrachtung doch ein ziemlicher Wildfang. Natürlich ist unser Käferchen grundzahm und wirklich sehr lieb und verschmust, aber er ist eben auch ein wahrhaftiger kleiner Skorpion. Wo er kann, stänkert er, probiert permanent aus, wie weit er gehen kann. Und wenn er am Limit angekommen ist, dann macht er einen Schritt weiter, einfach nur um zu sehen, was passiert. Das führte zum Beispiel gestern dazu, dass die frisch befüllte Bademuschel quasi sofort wieder ausgekippt wurde, denn ich bat den Sohn seinen Buddelsand NICHT in das Wasser zu überführen, oder ich würde das Wasser auskippen. Drei mal dürft ihr raten: Er schaute mich an, überlegte kurz und entschied dann sehr bewusst, mich auszutesten, indem er sich grinsend eine Hand voll Sand holte und sie ins Wasser rieseln ließ. Zu diesen und ähnlichen Situationen kommt dann noch die Sache mit dem Bock. Wenn er etwas nicht machen will, dann will er nicht oder umgekehrt, dann schreit, ja kreischt er sogar, wird puterrot im Gesicht und ballt seinen ganzen Oberkörper zur sprichwörtlichen Faust. Man merkt, dass er stinkwütend ist und nicht weiß wohin mit seiner Wut. Meistens bekommen wir ihn da nicht heraus, sondern müssen warten, bis er sich von selbst beruhigt. Heute jedoch hat er sich erfolgreich selbst aus dem Konzept gebracht.
Er wollte nämlich nicht auf der Toilette pullern. Papa hat ihn aber einfach trotzdem drauf gesetzt und ihn sich vor ihm hingehockt, um ihn am Verlassen der Toilette zu hindern. Dieses Vorgehen löste nun den beschriebenen Bock aus. „Ich will nicht pullern. NEEEEIIIIN!!! Ich puller nicht!“ Hat er auch nicht. Vor lauter Wut hat er aber das erste Mal auf der Toilette groß gemacht, was ihm furchtbar unangenehm war. So unangenehm, dass er völlig vergaß wütend zu sein. Stattdessen war er verwirrt und zwar so sehr, dass er nicht einmal das Belohnungsgummibärchen annehmen wollte, bevor er nicht gespült, sich die Hände gewaschen und seine Hose wieder angezogen hatte. Dann kam er ins Wohnzimmer stolziert und verkündete: „So Mama, jetzt kann ich ja das Gummibärchen essen!“

Frhoppe 03.08.2015

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