21.04.2015 Aktiv-Kuschler, Nervenzusammenbrüche und Babys Lächeln

Ich bin Aktiv-Kuschler geworden. Für all jene, die sich – zu Recht – fragen, was ein Aktiv-Kuschler wohl sein mag, hier eine kleine Erläuterung: In der Regel kuschelt sich mein Menne nächstens vor dem Schlafen an meinen Rücken an und zieht sich dann bevor wir einschlafen auf seine Betthälfte zurück.

Gestern habe ich mich endlich getraut, ihm zu gestehen, dass ich das im Moment nicht ertrage. Natürlich habe ich das diplomatischer ausgedrückt und ihm auch erklärt! Der Punkt ist folgender: Den ganzen Tag habe ich ein Kind im Arm, auf dem Bauch, an der Brust – leider nuckelt sich das Wurmi im Moment nur allzu gerne in den Schlaf und leider funktioniert dabei in 90% der Fälle der Nuckel nicht. Wenn dann abends der Sohnemann nach Hause kommt, fordert er natürlich, selbstverständlich und auch völlig zu Recht und gern gesehen seinen Teil von Mama ein, was sich im Moment auch durch exzessives Kuscheln, Knutschen und an Mama ranschmeißen, wahlweise festklammern äußert. Wenn ich dann abends ins Bett gehe und die kleine Maus endlich in ihrem Beistellbettchen schlummert – das macht sie nämlich bereits äußerst gut und gesegnete 4-5 Stunden am Stück – dann gehört mein Körper das erste Mal am Tag mir, ich habe ein wenig Freiraum, um mich zu spüren, auch wenn das doof klingen mag, aber man verliert sich doch tagsüber ein wenig an das Baby.
Und dann kommt der Mann und will ebenfalls – natürlich, selbstverständlich und auch völlig zu Recht – seinen Teil von seiner Frau haben. Man verstehe mich da nicht falsch: Er bedrängt mich nicht, verlangt nichts – er will einfach nur kuscheln und ich will ihm das auch nicht verwehren, zumal ich paradoxerweise ja auch den Kontakt zu ihm brauche, auch wenn er mir zu viel ist. Das Problem an der Sache ist, dass ich bislang noch nicht darüber mit ihm gesprochen habe, weil ich ihn nicht vor den Kopf stoßen möchte, vor allem auch nicht wegschieben, aber er ist natürlich auch nicht doof und merkt, dass ich mich verkrampfe und das eigentlich gerade gar nicht mag. Also fühlt er sich irgendwo doch abgewiesen.
Gestern Abend endlich fand ich die Lösung für dieses Problem: Ich bat ihn, mich an seinen Rücken ankuscheln zu dürfen, was er ein bisschen verwundert bejahte. Kaum hatten wir uns beide gedreht und ich meinen Arm um ihn gelegt, stellte ich erleichtert fest, dass dies funktionieren würde. So blöd es klingen mag, aber in dieser Position habe ich die Kontrolle über das Kuscheln – ich kuschele freiwillig und bin dem Kuscheln nicht ausgeliefert. Ich kuschele also aktiv! Und er und ich bekommen beide unsere Portion Körperkontakt und Zuneigung, die wir so dringend nötig haben, um im Gleichgewicht zu bleiben.
Wie wichtig dieses Gleichgewicht ist, zeigte sich nämlich heute wieder. Bereits nachts deutete sich an, dass dieser Tag ein etwas schwierigerer werden dürfte. Obwohl unsere wundervolle Tochter nämlich normalerweise ein unfassbar luxuriös entspanntes Kind ist – sie ist eine effektive Trinkerin, sprich sie dockt an, macht leer und ist nach 15 Minuten fertig, und schläft bereits jetzt wunderbare 4-5 Stunden tagsüber und auch nächtens – haben wir Tage an denen ich nicht mehr so recht weiß, ob die kleine Fressraupe wirklich schon wieder Hunger oder einfach nur vergessen hat, dass sie eben erst getrunken hat.
Heute war so ein Tag. Trinken, einschlafen, nach zehn, maximal 15 Minuten aufwachen, sofort wieder trinken, dann die Windeln vollknattern, wieder trinken – jetzt ist ja wieder Platz – und das ganze dann aber so hastig, dass man sich verschluckt und Bauchschmerzen bekommt, denn Bäuerchen macht die Lady gar nicht gern. Den Nuckel, den uns unsere Hebamme als Mittel gegen Überfressen aufgrund eines hohen Saugbedürfnisses empfahl, verweigerte die kleine Motte heute quasi komplett, sodass ich sie heute wirklich permanent an der Brust hatte. Da der Papa heute den ganzen Tag auf Arbeit war, vergaß ich bzw. hatte ich keine Chance etwas zu essen, was gegen zwei Uhr nachmittags zu massiven Magenkrämpfen führte, die natürlich nicht besser wurden, denn bei Magenschmerzen hilft bekanntlich Entspannung am besten. Und das ist mit einem 4600g schweren, 52cm großen, komplett steifen, rot angelaufenen, brüllenden kleinen Mädchen nicht nur schwer, sondern unmöglich. Das Stillen schaltete zwar den einen Anspannungsfaktor aus, fügte aber die nicht gerade entspannungsfördernde Stillhaltung gleich wieder hinzu. Nach etwa einer Stunde besserte sich dann der Zustand ein wenig. Mein Magen tat nur noch weh, statt mich beinahe umzubringen und die kleine Maus verhielt sich zumindest in meinem Arm für einige Zeit friedlich, sodass ich endlich dazu kam, etwas zu essen. Immerhin konnte ich danach den Rest des Nachmittags die Magenbeschwerden auf einem erträglichen Maß halten, angenehm ist aber trotzdem anders, zumal ja auch immer noch die kleine Fressraupe an meiner Brust und durch das permanente Nuckeln an meinen Nerven nagte.
Nun freute ich mich darauf, dass der Papa mir zugesichert hatte, er sei SPÄTESTENS um sechs da, eher etwas früher. Als er mich um halb sechs doch zurückrief, war er noch im Büro. Nun gut dachte ich mir, dann ist er um halb sieben da, macht ja nix, das große Kind ist ja noch mit Oma unterwegs, also alles entspannt, er kann ja dann die Tochter übernehmen, wenn er da ist, dann habe ich immer noch etwas Ruhe. Er kam tatsächlich um halb sieben, brachte auch ganz lieb den kleinen Mann ins Bett und teilte mir dann mit, dass er seine Mama noch nach Hause fahren würde, was ich absolut in Ordnung fand, hatte sie mir doch nachmittags den kleinen Mann abgenommen. Leider musste der Gatte dann auch noch etwas abholen, sodass er summa summarum erst um halb neun wieder zu Hause war.
Man muss ihm aber zu Gute halten, dass er quasi sofort zum Kinde eilte, als es nach – dreimal dürft ihr raten 10 Minuten – aus dem Schlummer erwachte. Nachdem sie sich allerdings nicht innerhalb von 5 Minuten beruhigte, kam er direkt zu mir und meinte, sie müsse Hunger haben. Der Ärmste wusste natürlich nicht, dass ich bis vor zehn Minuten gestillt hatte und so fuhr ich ihn recht unwirsch an, das könne nicht sein, woraufhin er sich aus dem Wohnzimmer verzog und im Schlafzimmer versuchte das schreiende Bündel zu beruhigen. Leider half nichts. Gegen neun gab ich auf und ging zu ihm, nahm ihm den kleinen Wurm ab und stillte zum gefühlten tausendsten Mal heute, erstaunlicherweise immer noch mit einigermaßen stoischer Akzeptanz der Situation – es blieb ja auch nichts anderes übrig.
Schon während des Stillens merkte ich, dass es der kleinen Fressraupe gar nicht primär ums Trinken, sondern nur ums Nuckeln ging – jedem der jetzt denkt, lass sie doch, ist ja nicht schlimm, sei gesagt, dass permanentes Nuckeln an der Brustwarze nicht nur an selbigen zehrt, sondern irgendwann vor allem an den Nerven. … Hätte ich aber auch noch ertragen können! Dann fing das kleine Monster an, mich zu kneifen! Mit diesen kleinen, sauscharfen Miniklauen, die Babys ihr eigen nennen, zwickte sie mich genüsslich in die Brust.
Das war der Moment, in dem ich in Tränen ausbrach und mein 4 Wochen altes Kind ernsthaft fragte, ob es denn nicht bitte damit aufhören könne.
Nach einer ausgedehnten Tröstorgie seitens des Papas, gewürzt mit sehr viel Verständnis und dem für stillende Mamas am Rande des Nervenzusammenbruchs essentiell wichtigen Satz „DU machst das alles ganz großartig“ – daran zweifelt man nämlich ganz schnell mal, wenn man gerade über spontanes Abstillen nachdenkt – beruhigte ich mich dann endlich wieder und konnte sogar schon wieder über die albernen Grimassen unseres Töchterleins lachen, dass sehr mimikreich versuchte, einen Pups in seine Windel zu befördern.
Und wie das mit Babys so ist: Auf einmal hielt sie inne, suchte ganz konzentriert meinen Blick und als sie ihn fand und ich gerade sagte „Jetzt pullert sie bestimmt!“, strahlte sie mich über das ganze Gesicht hocherfreut an. Ein richtig bewusstes „Für-Mama-Lächeln!“, das mich wieder einmal das alte Klischee auspacken lässt:
Egal wie schlimm oder anstrengend es ist, wenn dein Kind dich anlächelt, ist alles vergessen!

Frhoppe 21.04.2015

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15.10. 2014 Der Fischmann aus Stralsund oder: Es gab Schokolade zum Mittag!

Das zumindest war die einhellige Meinung aller Kinder zum Mittagessen des heutigen Tages, an dem wir, man ahnt es schon, nach erfolgreich überstandener Trennung wieder teilnehmen durften. Tatsächlich gab es heute Eierkuchen mit Nougatfüllung – ich muss sagen, ein denkbar ungeeignetes Essen für einen Nestbereich in einer Kita. Nicht das die Kinder sie nicht mochten – Nein, die waren begeistert von der vielen Schokolade und dem Apfelmus.

Allerdings muss man bei Eierkuchen ja bedenken, dass es ja eigentlich runde Fladen sind. Diese waren mit Nougatcreme bestrichen, gerollt und dann in Stücke geschnitten worden. Mit dem Ergebnis, dass jetzt im Prinzip breite mit Schokolade bestrichene Spagetti auf den Tellern der Kinder lagen. Wer nun schon einmal Kinder Spagetti mit Tomatensauce hat essen sehen, der weiß, was er sich vorstellen muss. Nur mit circa 10 mal so breiten Spagetti voller Tomatensauce. Erstaunlicherweise blieb unser Sohn auch heute sehr sauber. Weder der Tisch noch er selbst bekamen Schokolade ab. Er schaffte es sogar sehr konzentriert, seine letzte Eierkuchenspagetti auf den Löffel zu schieben und sie dann zusammenzufalten, bevor er sie in den Mund schob.
Ich war einigermaßen erleichtert darüber, denn im Anschluss an die Kita sollte es zu den Urgroßeltern gehen, die Besuch von ihrem Sohn – also meinem Vater und Sohnemanns Opa – sowie dessen Gattin erwarteten. Als ich dem Sohn entlocken wollte, wer denn da wohl käme ergab sich folgendes Gespräch:
„Wir fahren jetzt zu Oma I. Und Opa K. Und weißt du wer da kommt?!“
„Nein!“ Ehrlich Antwort, woher sollte das Kind es auch wissen, ich hatte ihm ja noch nichts verraten.
„Wer kommt aus Stralsund?“ gab ich einen Hinweis auf die Wohnstätte des Opas.
Da strahlte das Kind: „Der Fischmann!“
Ja! Da hat er durchaus Recht! In der Nähe der Kita hat nämlich immer Mittwochs ein Fischhändler aus Stralsund seinen Stand! Und eben jener Fischhändler war in der Erinnerung des Sohnes nun einmal noch frischer als der Ostsee-Opa, zumal dieser ihm auch in der Woche zuvor noch ein Brötchen geschenkt hatte.

Frhoppe 15.10.2014

12.10.2014 Kleiner Schelm!

Ein besonders ereignisreicher Tag war es eigentlich heute nicht. Zwar hatte die Urgroßtante des kleinen Mannes Geburtstag, aber da sie in einem Restaurant feierte, war das für den kleinen Mann nicht sonderlich spannend.

Allerdings schien ihm der Geburtstag der Tante auch sehr wichtig zu sein. Als ich ihm nämlich berichtete, dass die Tante Geburtstag hatte, teilte er mir sehr ernsthaft mir, dass wir einen Blumenstrauß kaufen müssen. Selbigen, im Übrigen fast halb so großen wie der kleine Mann selbst, Strauß trug der kleine Kerl stolz wie Bolle in die Lokalität und überreichte ihn brav dem Geburtstagskind.
Eine ganze Zeit lang saß er dann brav in seinem Hochstuhl, mampfte Knoblauchbrot und Pommes und schaute sich nebenbei ein Buch an. Dann allerdings – maßgeblich aufgrund der zur Neige gehenden Pommes – wurde er unruhig und glücklicherweise waren ja die Urgroßeltern auch da. Uroma sprang also auf und spazierte mit dem kleinen Kerl durch das Restaurant – nun: vielmehr spazierte der kleine Kerl und die Oma rannte hinterher. Aber was soll ich sagen? Sie hat es sich ja so ausgesucht. Wenn sie nicht will, dass er wegläuft, muss sie ihn festhalten. Wenn sie das nicht tut, muss sie eben rennen. Und der Sohn ist schnell!!!
Und ganz nebenbei wieder voll in einer rebellischen Phase.
Kaum waren wir zu Hause, stellte er nur noch Blödsinn an. Er räumte das Katzenklo aus, mit der Bemerkung, er müsse es sauber machen. Er ging an Schubladen, schmiss Flaschen durch die Stube, räumte den Badschrank aus und Papas Akkuschrauber und schob schließlich einen Stapel Karten unter die Schrankwand. Letzteres veranlasste mich zu der Aussage, das Kind habe heute wieder nur Knete im Kopf!
Und das Schlimmste an diesem kleinen Kerl ist, dass er bei allem Blödsinn, den er so macht, immer so unheimlich schelmisch lächelt und mit seinen riesigen blauen Augen Herzen weichzuklopfen versteht.

Frhoppe 12.10.2014

11.10.2014 Die Papas!!!

Als ich heute morgen gegen halb zehn das Haus verließ, war der Sohnemann schon wach. Ich informierte den Papa darüber, überließ es jedoch dem Papa das Türöffnen und alles weitere zu übernehmen.
Als ich heute Mittag gegen eins das Haus betrat, begrüßte mich an der Tür der Sohnemann. Noch im Schlafanzug, noch nicht gewickelt, aber immer hin in vollster Zufriedenheit lächelnd. Auf Nachfrage gab der Papa zur Auskunft, dass er noch einmal eingeschlafen und erst gegen zwölf erwacht sei. Vermutlich sah ich etwas ungläubig drein – ich meine: Wie kann er schlafen, wenn das Kind wach ist – jedenfalls merkte er an, dass das Kind völlig lautlos gewesen sei.
Das schlimmste erwartend öffnete der Papa die Tür zum Kinderzimmer, da strahlte ihn das Kind im Bett liegend an und bemerkte strahlend: „Der Papa hat ausgeschlafen.“ Das Zimmer war völlig ordentlich, der Sohn muss also einfach in seinem Bett gelegen und sich mit seinen Kuscheltieren unterhalten haben. Und statt dann zu wickeln, verbrachten Papa und Sohn eine Stunde spielend auf dem Bett, wobei der kleine Mann zu erstaunlichen Fantasiegebilden in der Lage war.
„Hast du schon einmal eine Giraffe gesehen?“ fragte der Papa.
„Ja!“ antwortete der Sohn und fügte hinzu: „Bei der Wiesenbaude und dann ist die weggeflogen.“

Frhoppe 11.10.2014

10.10.2014 Heute keine Kita!

An diesem heutigen Freitag war der Sohn schon vor uns wach, was allerdings vorwiegend daran lag, dass wir später aufstanden. Dies wiederum war begründet mit der Tatsache, dass wir heute nicht in die Kita gingen. Eigentlich ist es ja immer nicht so ratsam, während der Eingewöhnung freie Tage zu haben, aber da die Bezugserzieherin des kleinen Mannes heute zu einer Beerdigung musste und noch nicht klar war, ob die andere Erzieherin würde da sein können, hätten wir zwar kommen dürfen, aber es wurde uns geraten, vielleicht doch zu Hause zu bleiben, um den kleinen Mann nicht zu sehr zu verwirren.
Gesagt, getan!
Als ich dann also gegen neun die Zimmertür des Sohnes öffnete, war dieser hellwach und vollauf bereit in die Kita zu gehen. Statt der umständlichen langwierigen Erklärung, mit der er ohnehin nicht viel anfangen könnte, sagte ich einfach, es sei Wochenende und am Wochenende müsse man nicht in die Kita. Dies nahm er erstaunlich gleichmütig hin, was vielleicht auch an der Tatsache lag, dass es mal kein schnelles Tellerfrühstück gab, sondern einen richtig gedeckten Tisch mit Obst- und Gemüseteller und frischen Brötchen.
Außerdem rief gleich morgens die Uroma an und so wurde entschieden, dass wir den schönen sonnigen Tag dafür nutzen würden, in den Garten zu fahren. Während der Papa den großelterlichen Kompost umsetzte, freute sich der kleine Mann seines Lebens, rannte quietschfidel durch die Botanik, ging mit Oma am See spazieren und erzählte begeistert von der Hupe am Bus. Zudem wiederholte er seine Modifikation einer Strophe des Liedes, die er sich am Morgen ausgedacht hatte. „Die Türen vom Bus gehen auf und zu und die Leute steigen aus und machen Blablabla.“ Erwartungsgemäß rief dies natürlich angemessene Begeisterung hervor, ebenso wie der Erfolg auf dem Töpfchen.
Zum ersten Mal seit Beginn unserer Töpfchenversuchsreihe im Mai hatte der kleine Mann bei den Urgroßeltern ins Töpfchen gepullert. Nun war das nicht per se das erste Mal, denn wir hatten bereits seit Mai immer mal wieder kleine und große Töpfchenerfolge, aber bei den Großeltern war da nichts zu machen. Eine besonders niedliche Episode trug sich zu, als das Kerlchen geraume Zeit buchlesend auf dem Topf zubrachte und dann auf die Frage ob er schon gepullert habe, ganz ernsthaft antwortete: „Ich glaube nicht!“ Nun endlich war es so weit und das auch noch in meiner kurzzeitigen Abwesenheit. Das machte die Großeltern natürlich umso stolzer.
Und noch eine Kleinigkeit gibt es zu berichten: Wir haben unseren ersten Kita-Schnupfen. Ich habe aber damit gerechnet, da unser Sohn mit dem Kuscheltier des eindeutig an einem solchen Schnupfen erkrankten Kindes mehrfach in engeren Kontakt getreten ist. Und der kleine Mann steckt den Schnupfen auch sehr gut weg.

Frhoppe 10.10.2014

05.10.2013 Es ist vollbracht!

Als wir wussten, dass wir umziehen, stellte sich uns die Frage danach, wo der kleine Mann schlafen wird.

Ursprünglich war der Plan ja, ihn bis zum ersten Geburtstag, im eigenen Bettchen im Elternzimmer schlafen zu lassen. Da er ins Babybay nur noch hineinpasst, weil er ein Kugelschläfer ist, war klar, dass in der neuen Wohnung das Gitterbettchen hermuss.
Dieses Gitterbettchen wollten wir dann allerdings im Elternschlafzimmer neben dem Bett stehen haben und später ins Kinderzimmer bringen.
Wie nun schon auf den Fotos im letzen Beitrag zu sehen war, steht das Kinderbettchen nun doch im Kinderzimmer. Eigentlich sollte das nur bis zum Umzug so sein, damit wir ihn Mittags in Ruhe hinlegen können, aber beim Aufbauen der Möbel im Schlafzimmer wurde wir mit der relativen Enge des Schlafzimmers konfrontiert und entschieden uns nach einigem Hin und Her, dass das Bettchen im Kinderzimmer stehen bleiben sollte.
Wir würden den kleinen Mann abends hinlegen und ihn nachts, wenn er wach wird, zu uns holen.
So weit so gut! Oder schlecht! Es stellte sich heraus, dass Baby und Eltern mit dieser Schlafsituation mehr als unzufrieden waren. Alle drei schliefen unheimlich schlecht – das Kind, weil auf einmal jemand in seinem Bett lag und die Eltern, weil sich keiner von uns auf den Wurm legen wollte.
Heute nacht war es dann soweit. Ich wurde nachts um drei wach – kein Baby schrie. Dann um vier – Baby schlief immer noch. Um halb sechs bin ich dann vorsichtig rein gucken gegangen – und Baby schlummerte tief und fest.
Schlussletzendlich erwachte er um acht Uhr morgens. Das bedeutet, dass er dreizehn Stunden am Stück geschlafen hat.
Ich fühle mich gesegnet – so wunderbar gesegnet!

Frhoppe 03.07.14

09.09.2013 Ernsthaft?

Man können die froh sein, dass wir ausziehen!!!

Da macht unser Sohn, das erste Mal seit Tagen Anstalten, endlich mal wieder etwas länger als sieben Uhr morgens zu schlafen – ehrlich ich bewundere seine Energie, wo nimmt der die her bei dem Schlafmangel – da klingelt es um halb acht Uhr morgens an unserer Tür.

Halb acht Uhr morgens ist ja so eine Zeit, wo man per se erst einmal in Panik gerät, wenn es unerwartet klingelt. „Was habe ich vergessen? Wem ist was passiert? Was muss ich machen?“ sind da nur einige Fragen, die einem da durch den Kopf schießen.

In unserem Falle waren es die neuen Nachbarn von über uns – eine Art Wachwechsel der jungen Generation könnte man sagen, fand hier statt – die ihre Wohnung besichtigen wollten und „unglücklicherweise“ ihren Schlüssel vergessen hatten. Prima! Toller Einstand! Denn natürlich wurde das Kind wach und dachte gar nicht mehr daran wieder einzuschlafen.

Dafür – ich erwähnte diese unermüdliche Energie eingangs – verbrachte das Bärchen den Tag damit, den Charme seine riesigen blauen Augen zu erkennen. Ein ums andere Mal hockte der kleine Mann vor mir, mit der Halterung der Schnullerkette im Mund, sodass das lange Ende aus dem Mäulchen heraus baumelte und riss die wundervollen blauen Guckerchen – die er ja von mir geerbt hat – so weit auf, wie es nur irgend ging. Dutzende Fotos verschoss ich bei diesem unfassbar entzückenden Anblick. Und schöpfte Kraft daraus für das Abbauen der Schrankwand.

19.05.2014 frhoppe

08.09.2013 Mutter und Tochter – Hand in Hand!

Nachdem das Kinderzimmer nun so wunderbar fertig tapeziert worden war, fragte ich meine Mama, ob sie nicht Lust hätte, zusammen mit ihrer Tochter das künftige Zimmer ihres Enkels weiß zu streichen. Sie sagte sofort und begeistert zu und gestand mir dann heute morgen, dass sie sich sehr über diese Bitte gefreut hat.

So standen wir dann in trauter Zweisamkeit und arbeiteten Hand in Hand an der Weißung des Kinderzimmers – und mit jedem weißen Stück Tapete konnten wir uns besser vorstellen, wie das Zimmer in Zukunft aussehen würde.  Es war ein tolles Gefühl mit der eigenen Mama so schön zusammen etwas für das eigene Kind zu tun. Wir arbeiteten so gut zusammen, dass wir schon gegen Mittag fertig waren. Meine Mama, die eigentlich Rückenschmerzen hatte, aber um keinen Preis absagen wollte, verabschiedete sich und ich machte erst einmal eine Pause, in der ich den Papa – welcher außerhäusig im Jagdschloss Grunewald mit dem Kinde unterwegs war – über den Fortschritt informierte und ihn dazu befragte, wie schnell ich denn wohl die weiße Farbe noch einmal überstreichen dürfte.

Die verordneten zwei Stunden Wartezeit verbrachte ich mit der Verschönerung unserer Küche in demselben Grünton, den auch das Kinderzimmer erhalten sollte, dann endlich konnte ich mich ans Werk machen. Mir schwebte eigentlich eine ganz grüne Wand vor, doch das schien uns dann doch zu massiv. Da das Kinderzimmer nur ein halbes Zimmer eher längliches Zimmer ist, entschied ich mich für einen langsam ansteigenden Berg. Und so stand ich dann abends um halb neun stolz im fertig gestrichenen Zimmer, in dem sich an der linken Wand entlang ein grüner Berg erstreckt. Vorne beginnt die Fläche auf halber Höhe und zieht sich dann nach oben zur Zimmerdecke hin um am Ende leicht wieder abzufallen.

Und für alle, die das jetzt nicht verbildlichen können – in dem Beitrag über das fertige Zimmer wird es ein Bild davon geben 😉

19.05.2014 frhoppe

05.09.2013 Krabbelnator!!!

Am gestrigen Tage verlegten wir mit guten Freunden im Wohnzimmer unser tolles, preiswert erstandenes Laminat. Wir sind auch tatsächlich fertig geworden und so bestand dem kleinen Mann heute eine große Überraschung bevor, als wir mit ihm die Wohnung betraten.

Er ist ja nun, wie schon erwähnt, sehr mobil und will sich dementsprechend im Krabbeln ausprobieren. Das Problem an der Sache ist, dass in der alten Wohnung überall Kisten, Möbel und andere potenziell gefährliche Dinge stehen und in der neuen Wohnung der Boden noch mit Farbresten, Schmutz und Folie bedeckt war. Beide Umgebungen sind also nicht unbedingt krabbelgeeignet.

Dies hat sich mit der Verlegung des Laminats grundlegend geändert. Während der Papa also das Kinderzimmer zu Ende tapezierte – den größten Teil hatte gestern der weibliche Part unserer guten Freunde und ihreszeichens Raumausstatterin übernommen – machten wir uns heute einen Spaß daraus das Kind am einen Ende des Zimmers auszusetzen und dann schnell zum anderen Ende zu eilen. Mit was für einer Begeisterung krabbelte das Bärchen laut giggelnd und krakelend ein ums andere Mal von hier nach dort. Sogar ein Video konnte ich davon machen, wie glücklich er war, sich endlich frei bewegen zu dürfen.

Und als wäre das noch nicht genug, schlief er doch tatsächlich fast sofort ein, als wir zu Hause waren.

19.05.2014 frhoppe

20.08.2013 Baby im Umzugschaos – eine kurze Anekdote!

Da wir am 16.08. endlich die Schlüssel für unsere neue Wohnung bekommen hatten, begannen nun die Packarbeiten. Unser kleiner Mann hat an dem dadurch ausgebrochenen Chaos seine helle Freude. Mehr als nur einmal musste ich springen, um noch rechtzeitig die Vernichtung von Wohnungseinrichtungsgegenständen zu verhindern.

Heute jedoch kam ich zu spät, um ein Buch vor dem sicheren Tod zu retten. Bevor ich noch handeln konnte, hatte der kleine Mann begeistert das Cover abgerissen. Glücklicherweise handelte es sich um ein Buch, dass ich ohnehin aussortiert hatte, also ließ ich ihm seinen kleinen Triumph.

© frhoppe 05.01.2014