15.04.2016 Geburtstag mit Kind oder das Ende der Sprachlosigkeit!

Ich muss ehrlich zugeben, ich war in den letzten Wochen nicht in der Lage, mich in Wort und Schrift hier zu äußern. Das lag zum einen an dem wahnsinnig geringen Rest an Zeit und Energie, den ich abends noch über hatte. Zum anderen fühlte ich mich einfach sprachlos angesichts all der Dinge, die in unserer Gesellschaft, unserem Land, unserer Welt so vor sich gehen.
Es folgte eine schlimme Nachricht nach der anderen und mit jeder Nachricht fühlte ich mich weniger fähig, mich zu äußern – zu so banalen Dinge wie dem Tagesablauf meiner Kinder. Wie kann ich nur darüber schreiben, was ihnen tagtäglich passiert, wenn es doch so viel wichtigere Themen auf der Welt gibt? Sollte ich nicht darüber schreiben?
Diese Frage lähmte mich, ließ mich wortlos bleiben.

Bis heute!

Denn nichts macht einem die eigene Bedeutung so bewusst, wie der eigene Geburtstag mit Kindern. Rückblickend betrachtet weiß ich gar nicht, warum ich dachte, dass heute irgendetwas anders wäre als sonst. Eigentlich hätte mir klar sein müssen, dass meine Kinder morgens nicht plötzlich kooperativ sind, nur weil Mama Geburtstag hat. Weil sie das nämlich gar nicht können – zumindest nicht in ihrem Alter. Das Mama Geburtstag hat, ist für sie kaum etwas besonderes, denn schließlich hat ja jeder Geburtstag.

So einfach ist das!

Und so genial!

Jeder hat Geburtstag, jeder hat Probleme, jeder hat seine Sicht der Dinge zu den Sorgen und Nöten unserer Welt. Für die einen sind sie wichtiger, für die anderen nicht. Und wenn ich an einem Tag keine Energie habe, mich zu den Problemen dieser Welt zu äußern, sondern lieber über die Probleme oder Freuden unseres Tages zu schreiben, dann ist das ganz okay so.

Weil es wichtig ist für mich!
Ganz bald also geht es weiter – vielleicht! Wenn mir danach ist!
Aber bestimmt!
Denn es gibt viel zu erzählen von meinen kleinen Zaubermonstern!

Frhoppe 15.04.2016

Advertisements

18.01.2016 Wenn’s mal dringend ist…

Zitat des Tages:
„Wenn man so fährt wie Opa G., dann gehen alle Autos kaputt!“

Ich gebe offen zu: Ich besteche meinen Sohn! Wenn ich mit beiden Kindern abends allein bin und ich dringend darauf angewiesen bin, dass er mitarbeitet, dann biete ich ihm Pommes gegen Lieb-Sein an. Dazu sei gesagt, dass er unfassbar gerne Pommes isst – wie wahrscheinlich jedes Kind – sie aber seltenst möglich bekommt.
Was sie ja zu einem so guten Druckmittel macht und was uns wiederum in die heutige Situation des Tages brachte!

Zunächst aber sei vom Herzensmädchen berichtet, denn das kleine Genie hat sich heute von ihrer besten Seite präsentiert.
Zunächst legte unser fittes kleines Mädchen nämlich einen richtigen kleinen Sprint ein. Sie ist ja mit ihren zehn Monaten schon so weit, dass sie sich nicht nur an Gegenständen hochzieht – das allerdings tat sie schon mit acht Monaten – sondern mittlerweile auch an ihnen entlang läuft. Heute war sie nun der Meinung sie müsste das besonders schnell tun, um zu mir zu kommen. Und tappelte in so rasantem Tempo die zwei Meter der Schrankwand entlang, dass sie ein oder zweimal sogar freihändig war.
Wirklich freihändig stand sie dann einige Minuten später zwischen meinen Beinen. Und zwar ganz von sich aus und bewusst. Denn eigentlich saß sie sicher auf meinem Oberschenkel. Und plötzlich stemmte sie sich mit einer Hand an meinem T-Shirt hoch, wartete einen Moment und ließ dann den Stoff los.
Und da stand sie. Staunend, abwartend, austarierend und wundervoll in ihrer Begeisterung über ihren gelungenen Coup. Bestimmt fünf, na ja vielleicht auch zehn Sekunden stand sie auf ihren eigenen kleinen Beinchen, ohne sich irgendwo festzuhalten.
Und als wäre dieses kleine Wunder noch nicht genug für einen Tag, legte unsere kleine Maus nach, indem sie ein neues Wort lernte. „Mama“ und „Papa“ und „Da“ kann sie schon und heute entschied sie wohl, dass es der richtige Tag sei, nun endlich mal das schon seit Wochen wie doof vorgesprochene „Opa“ nachzusprechen! Groß war der Jubel als sie in ihrer unnachahmlich tiefen Heavy-Metal-Grummel-Stimme „OOOOO-Pah!“ formulierte! Und noch größer war er, als sie das auch gleich noch dreimal wiederholte.

Nachdem nun unser Tag so angefüllt war von Momenten des Glücks, war ich hinreichend gestärkt für die Abholung des kleinen Mannes. Dieser an sich schöne Abschnitt des Tages war heute eine etwas größere Herausforderung, denn nicht nur das der Herr Papa heute bis 23 Uhr arbeiten musste, er hatte gestern auch noch vergessen, die beiden Lieblings-Kuschelkatzen des Sohnes von Oma und Opa wieder mit nach Hause zu bringen.
Und wie es das beste Lieblingsmamilein der Welt so tut, wurden die beiden Seelentröster, Herzensfreundinnen, Autoritätskätzchen und Schlafkuschelchen natürlich nach der Kita noch von Oma und Opa abgeholt. Man stelle sich nur vor, eine zweite Nacht OHNE! Das geht ja gar nicht.
Entsprechend aufgedreht war auch das Kind.
Und da man seine Pappenheimer ja kennt, war mir schon klar, dass der Abend mit dem Söhnchen schwierig werden könnte.
Und damit kommen wir zurück auf den Beginn dieses Beitrages.

„Wenn du gaaaaaaanz lieb bist,“ – erfahrene Eltern stellen sich an dieser Stelle bitte den entsprechenden Tonfall dazu vor – „und dich heute Abend ganz lieb ausziehst und kein Theater machst, dann essen wir heute Pommes zum Abendbrot!“
Keine Frage, dass das Kind sofort ALLES versprach und keine Frage, dass ich ihm natürlich auch dieses Mal wieder glaubte, dass er sich heute vielleicht, unter Umständen, ganz eventuell doch noch an sein Versprechen erinnert, wenn es so weit ist!
Auf jeden Fall versetzt uns dieses kleine Schaustück der Korruption mitten in das folgende Szenario!

Eine Pommesbude vor einem Supermarkt. Es ist dunkel und kalt. Mutter und Sohn betreten den beheizten Vorraum der Bude. Die Mutter trägt ein Baby in einer Babyschale über der Schulter.
„Söhnlein, ich würde doch gerne zu Hause essen!“
„Nein! Ich will hier essen.“ antwortet das Kind bestimmt, sein Tonfall droht mit Jammerei, sollte sich der Plan ändern. Nun gut, ich hatte ihm genau das in Aussicht gestellt und wir alle wissen, wie flexibel Kinder in Sachen einmal gesagt sind! Richtig: GAR NICHT!
„Ich hätte gerne zweimal Pommes zum hier essen,“ sage ich seufzend zur Bedienung!
„Das dauert einen Moment!“
In jenem Moment dringt ein zaghaftes Stimmchen vom Tisch herüber: „Mama, ich muss mal pullern!“
Genau! Es muss pullern! Jetzt!
„Entschuldigung!“ rufe ich der Bedienung zu. „Wir hätten das doch gerne zum Mitnehmen!“
„Neeeeeeein,“ dringt der empörte Ruf des Kindes an mein Ohr. „Wir essen hier!“
„Käferchen, wie stellst du dir das vor? Hier ist keine Toilette und du musst pullern!“
Das kleine Kerlchen reckt sein Kinn und sagt: „Ich halte an!“
Ein zweifelnder Blick meinerseits: „Wirklich?“
Ein genervter Blick des 3(!) – jährigen Kindes: „Jahaaaa!“
„Ich glaube dir das jetzt, aber wehe, du musst dann doch!“ Eine Aussage, die so dämlich ist, dass selbst der andere Kunde hinter mir sein Lachen nicht unterdrücken kann. Und ich verstehe ihn. Die Situation ist doch recht absurd.
In diesem Moment kommt das Essen und wir verbringen einige Minuten in gefrässiger Stille. Und dann wird das Kind unruhig, zappelt und isst nicht mehr.
„Mama!“ Nun sag es schon mein Kind, raus mit dem Offensichtlichen.
„Ich muss jetzt ganz dringend pullern!“
Jaaaaa! Da sind sie! Die Worte, die ich eigentlich die ganze Zeit erwartet habe. Und nicht nur ich, denn auch die Bedienung hat blitzschnell die restlichen Pommes eingepackt!
„Wenn man muss, dann muss man eben,“ grinst sie und reicht uns die Tüte.
Und dann, als wir schon fast zur Tür raus sind, schießt der Lieblingssohn den Vogel ab!
„Mama, wir müssen noch mal zurück!“
„Wieso?“ frage ich erstaunt.
„Weil ich was trinken muss!“
Ich muss gestehen, ich habe gelacht. Das ist nicht nett, ich weiß und ganz bestimmt wird mein armer Junge jetzt sein Leben lang therapeutische Hilfe benötigen, aber ich konnte einfach nicht anders, als über Absurdität dieser ganzen Situation zu lachen.

Und für alle, die mich nicht über Facebook kennen, gibt es hier noch mein Highlight von gestern:
Da kommt Sohnemann doch gestern von Oma und Opa nach Hause und hat einen Strauß Narzissen in der Hand!
„Was ist das denn,“ möchte ich wissen?
„Das sind Blumen!“ Altklug, aber okay, nichts lehrt einen so gut präzise Kommunikation wie Kinder, nicht war!
„Das sehe ich, aber wieso hast du die?“
Da grinst das Kind und sagt:
„Die sind für dich!“
„Ooooh, wie schön und wo kommen die her,“ versuche ich zu erfahren.
„Aus dem Blumenladen,“ gibt Sohnemann Auskunft. „Da waren wir und ich habe Oma gesagt, sie muss die kaufen, du brauchst Blumen!“
Und das tolle ist, er klingt dabei so, als wäre dies das selbstverständlichste der Welt!
Da ist er also: Mein allererster, von meinem Sohn gekaufter Blumenstrauß, weil er findet, Mama braucht Blumen. Wenn das nicht der perfekte Grund für Blumen ist!
Und ein bisschen stolz bin ich auch, weil er es jetzt schon souverän drauf hat, andere seine Aufträge ausführen zu lassen!

Frhoppe 18.01.2016

04.08.2015 Schnuffeltuch oder Lieblingsplüschtier!

ODER??? UND!!!!

Die meisten Kinder haben ja tatsächlich entweder oder! Nicht so unser Sohn. Zunächst sah es ja so aus, als würde unser Käferchen sich für die Variante Tuch entscheiden. Nachdem er mir mein damals geliebtes Halstuch quasi vom Hals weg geschnuffelt hat, kam nach einiger Zeit ein zweites Tuch dazu, das ebenfalls heiß und innig geliebt wird.
Ich zeigte mich damals erleichtert, lässt sich doch ein Tuch so viel leichter reinigen, nämlich indem man es einfach in die Waschmaschine überführt – zumindest sofern man das Kind von der Notwendigkeit einer Reinigung überzeugen kann. Soviel sei verraten: Es ist mit viel Geduld und Überzeugungsarbeit verbunden, die nicht immer erfolgreich ist.
Im Oktober letzten Jahres dann zeigte sich Sohnemanns Cousine überaus großzügig. Nachdem unser Kind auf einer Geburtstagsfeier begeistert mit ihrer großäugigen schwarzen Plüschkatze gespielt hat, entschied sie ganz plötzlich, diese Katze zu verschenken, weil unser Sohn jenes Plüschtier ja so gern hat! Und da sich unser Sohn selbst in seinem Alter schon erstaunlich häufig merkt, von wem welches Geschenk ist und diese dann auch ins Herz schließt, hatten wir nun also eine Plüschkatze, die uns auf Schritt und Tritt begleitete. Abends einschlafen ohne Tücher oder Kimmi – so der Name der Katze – konnten wir vergessen. Fürderhin hatten wir also Schnuffeltuch UND Lieblingsplüschviech. Natürlich verbunden mit dem entsprechenden Drama als eben jenes zeitweise verschwunden war. Auch wenn die großartige Oma mütterlicherseits genau diese Katze noch einmal nachkaufte – eigentlich zweimal, nur um sicher zu gehen – die echte Kimmi fehlte eben doch und so war die Freude entsprechend groß, als wir das Tier wundersamerweise im Kinderwagen wieder fanden. Die Ersatzkimmi wanderte wieder in den Schrank und schaute von dort auf uns herab, bis … ja bis der Sohn sie vor etwa vier Wochen dort entdeckte. Seitdem sind wir stolze Eltern eines Kindes, das über zwei (identische) Kuscheltiere und zwei Schnuffeltücher verfügt – die natürlich überall mit hin müssen.
Und wer jetzt denkt, dass dies alles nur Quatsch ist, der hätte heute unser Kind sehen müssen. Aus Gründen der Erziehung hatten wir nämlich die Schnuffeltücher einige Tage in Geiselhaft, denn unser Kind war der Ansicht, selbige mutwillig in den Dreck schmeißen zu müssen. Heute war nun endlich der Tag an dem wir ihm seine Tücher wiedergaben und sein Blick war wirklich unbezahlbar. Die blauen Augen wurden immer größer und strahlender, ein seliges Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und er streckte die Arme geradezu gierig nach seinen Tüchern aus. „Meine Tüüüüücher … !“ rief er. Als er sie dann endlich in den Händen hielt, presste er sie an seine Nase und nahm einen tiefen Atemzug, bevor er einmal richtig damit schnuffelte. Merke also: Eines Kindes Schnuffeltuch ist durchaus lebensnotwendig!

Frhoppe 06.08.2015

22.05.2015 Ein Stück Normalität – Mama fährt mich zur Kita!

Apropos Normalität – hier kommen mal wieder die Knaller des Tages:

  • „Hat Oma schon Teller hingestellt? Jaaaaa!!! Dann können wir ja endlich Kuchen essen!“
  • „Du bist ne olle Plärre!“ Opa hat die Nase voll vom theatralischen Geweine des Enkels!
    „Nein Opa, man sagt sowas nicht!“
  • „Guck mal Sohn! Ein Bus!“
    „Ich meine, das wär‘ ein LKW!“
  • „Ich hab dich lieb, mein kleiner Mann!“
    „Ich hab dich lieb, mein großer Mann!“
    „Mama und Papa passen immer auf dich auf!“
    „Mama und ich passen immer auf DICH auf!“

Und nun geht es los:
Das erste wovon man sich verabschieden sollte, wenn man sich dafür entscheidet ein Kind zu bekommen, ist der Gedanke an Planbarkeit! Alles was praktisch ist und gut strukturiert und geplant funktioniert, hat meist einen Haken: Das Kind.
Ganz aktuell betrifft dies bei uns die morgendliche Kita-Regelung, die doch so wunderbar bequem für alle Beteiligten war – na gut, kurz nach der Geburt mehr für mich, denn ich durfte im Bett liegen bleiben, während Papa das große Kind fertig macht und zur Kita bringt. Seit etwa einer Woche war es dann ein bisschen anders: Papa weckt das große Kind, während ich das kleine Kind stille, das daraufhin noch einmal einschläft. Während Papa das große Kind aus dem Schlafzeug und aufs Töpfchen quatscht, mache ich den beiden Männern Frühstück, welches diese dann zusammen einnehmen, während ich das kleine Kind wickele und es, so wie auch mich, anziehe. Kurz vor oder kurz nach neun verlassen wir dann im Rudel das Haus gen Kita! Gestern stellten wir dann fest, dass dieses Vorgehen für den kleinen Mann offenbar nicht optimal ist, denn schon als wir ihn auszogen wollten er uns nicht von der Seite weichen, als wir dann gingen, weinte er bittere Tränen – was er schon sehr lange nicht mehr gemacht hat. Das brachte uns beide zum Nachdenken und wir hatten bereits gestern entschieden, dass wieder nur noch einer von uns fährt. Da der Papa ja immer noch nicht wieder fit war, übernahm also heute ich den Weck- und Fahrdienst und was soll ich sagen? Es war super. Der kleine Mann pullerte aufs Töpfchen, zog sich allein an, frühstückte, während ich mich anzog und als es losging, konnte ich das frisch gestillte Kind bedenkenlos bei Papa zurück lassen.
Im Auto erzählte der kleine Mann dann munter vor sich hin und in der Kita war von Abschiedsschmerz oder Tränen nichts zu sehen. Als ich ihn nachmittags fragte, ob ich ihn wieder zur Kita fahren soll morgens, sagte er: „Ja! Und der Papa bleibt zu Hause mit der Schwester.“ In diesem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war endlich wieder etwas so wie vor der Geburt. Da hatte ich den kleinen Mann morgens immer geweckt und zur Kita gefahren. Seit der Geburt ist ja nicht nur das sondern überhaupt alles anders und ich kann mir vorstellen, dass es für den kleinen Kerl ein Stück Sicherheit in einer völlig umgeworfenen Lebenssituation bedeutet, wenn er auf einmal ein altes Ritual wieder hat.
Und egal, wie schön und bequem es für mich ist, morgens mit der kleinen Maus einfach liegen zu bleiben, oder wie gut es funktioniert, wenn wir uns den Ablauf teilen, ich habe mir fest vorgenommen, jetzt wieder öfter den Weck- und Kita-Dienst zu übernehmen. Bleibt nur abzuwarten, ob der Papa mich lässt! Der ist nämlich von dieser Idee gar nicht begeistert, denn er hat das Gefühl, ich will ihm seine Zeit mit seinem Sohn wegnehmen. Naja, vielleicht lässt sich ja eine Regelung finden, in der mal er, mal ich den Sohn wecken und bringen.

Frhoppe 22.05.2015

11.05.2015 Kitaschließwoche Tag 1! Müüüüüüdeeeeee!!!!

Irgendwann musste es ja mal passieren, so wie in jeder anderen Kita auch. Aufgrund einer Fortbildung ist unsere Kita diese Woche bis Mittwoch geschlossen – am Donnerstag ist Feiertag und Brückentage sind ja eh immer zu – also de facto die ganze Woche. Dieser Umstand ist uns schon lange bekannt, allerdings erfuhr der werte Gatte letzten Donnerstag, dass er kommenden Montag, also heute, nicht nur unbedingt arbeiten müsse, sondern auch noch in Potsdam. Hieß für uns in der Umsetzung: Er geht um halb acht aus dem Haus und kommt um halb neun wieder – also bevor die Kinder wach sind isser weg und erst nachdem sie wieder schlafen, isser wieder da! Eine weitere wichtige Info zu diesem Thema: Unser großes Kind macht keinen Mittagsschlaf!
Das sind Tage, an denen sollte man am besten einen Kaffee getrunken haben, bevor es losgeht. Unser Tag begann dann so: Pünktlich um halb acht mit dem Verlassen des Hauses seitens des Papas erwachte der Sohn. Dahin war meine Hoffnung, nach einer Nacht mit fünfmaligen Trinkunterbrechungen meines Schlafes wenigstens noch ein halbes Stündchen Augenpflege betreiben zu können. Zwar schlief die kleine Maus jetzt tief, der kleine Mann jedoch war wach – und dummerweise mit dem falschen Fuß aufgestanden. Er jammerte in einer Tour. Das schlimme an diesem Jammern ist nicht einmal die Tatsache, dass er es tut, sondern wie. Dieses monotone „huuuh, huuuuh, huuuuh!“ kann einen in den Wahnsinn treiben. Er klingt dabei wie ein Uhu mit Kratzer in der Platte!
Also erklärte ich ihm, er möge doch bitte nicht einfach jammern, wenn er Hilfe braucht, sondern mich rufen oder „Hilfe bitte!“ sagen, dann würde ich kommen. Das half. Er rief tatsächlich um Hilfe, allerdings bei jeder Kleinigkeit, was zu erfüllen sehr schwierig war, weil er zeitgleich darauf bestand, dass ich mich anziehe und ihm Frühstück mache. Um das Maß dann so richtig voll zu machen, begann die kleine Käferine zu brüllen! Chaos pur und wir erwarteten die Ankunft unserer Freundin – die von Freitag. Mit der wollten wir uns nämlich treffen, um den Kitaschließtag gemeinsam zu verarbeiten und die holte uns auf ihrem Morgenspaziergang einfach ab. Natürlich klingelte sie dann an der Tür, als ich die Kleine gerade auf dem Wickeltisch hatte, aber wenigstens bedeutete ihre Ankunft dann auch, dass sich das Problem, wie halte ich Kind 1 und 2 fest, während ich den Kinderwagen aus dem Kofferraum operiere, denn das übernahm sie für mich. War schon ein lustiges Bild – sie da vor unserer Haustür mit fünf Kindern um sich herum und an sich dran. Mit einigen weinenden, verletzten, genervten, hungrigen Hindernissen kamen wir dann aber doch irgendwann bei ihr zu Hause an.
Und das alles ohne Kaffee!!!
Den bekam ich dann in ihrer Wohnung und es wurde dann ein verhältnismäßig entspannter Tag, so entspannt wie eben ein Tag mit drei Kindern und zwei Babys sein kann. Lediglich ein paar kleinere Unstimmigkeiten gab es, wenn z.B. das Gastkind – mein Sohn – mit dem Lego des Gastgeberkindes spielt, was der aber nicht will und was wiederum das Gastkind zum schimpfen bringt, dann greift Mama 2 schlichtend ein, während Mama 1 das Baby von Mama 2 so lange hält, was nun wiederum das Baby von Mama 1 umgehend eifersüchtig macht. Hört sich kompliziert an? Ja – so fühlte es sich auch an. Trotzdem war es ein wunderschöner Tag, den wir alleine nie so toll hätten gestalten können, vor allem weil wir uns dort auch mit meiner besten Freundin via Skype unterhalten konnten. Die Ruhe hätte ich zu Hause nie gehabt. Und mein kleiner Mann hätte hier niemals so viel Spaß gehabt. Er kann zwar gut allein spielen, aber mit Freunden ist es gleich viel besser.
Zumal wir auf dem Heimweg sogar noch einen Bagger bei der Arbeit beobachten konnten. Erst beobachteten wir, wie der Bagger drei Schaufeln voll Sand auf den Berg schaufelte. Danach startete ich den ersten Versuch, den Sohn loszueisen – keine Chance! Er wollte weiterschauen. Ich gestattete ihm eine weitere Schaufel voll, dann würden wir losgehen. Doch das Schicksal wollte es anders. Während wir noch staunten, fuhr ein riesiger Kipper vor und parkte mitten auf dem Weg, damit der Bagger den Sandberg in den Kipper verfrachten konnte. Wir standen eine halbe Stunde da! Aber der Sohnemann hatte Spaß und ging danach noch ganz brav mit mir einkaufen, verzichtete sogar auf seinen blauen Autoeinkaufswagen, nachdem ich ihm erklärte, dass ich den mit Kinderwagen nicht schieben kann. Die ganze Zeit blieb er auf dem Buggyboard stehen und half zum Schluss sogar noch, die Einkäufe auf das Band zu legen.
Und weil er gerade so furchtbar lieb und zuvorkommend war, regte er sich ganz furchtbar über die Scherben und den Müll an der Bushaltestelle auf: „Mama, die haben da den Müll hingeschmissen. Das finde ich gar nicht schön!“ „Nein, Käferchen, das finde ich auch nicht schön!“ „Weißt du Mama?! Das müssen die wieder aufheben!“
Es hätte alles so schön sein können, mein Tag entspannt ausklingen, doch was sich bereits bei der Heimkehr im Treppenhaus ankündigte, setzte sich oben und während des Abendrituals fort. Die kleine Maus schrie und brüllte, weinte und meckerte. So musste ich sämtliche Aufräum-, Auszieh- und Putzarbeiten mit einer Hand erledigen, während ich mit der anderen die Tochter in der Kinderwagenschale umhertrug. Zum Glück spielte der große kleine Mann diesmal wunderbar mit. Dieser Tag war so aufregend, so viel ist passiert, dass der kleine Käfer bereits um sechs todmüde in sein Bett krabbelte. Weil er so müde war, wollte ich ihm sogar das Zähneputzen heute erlassen, doch er bestand darauf, dass das sein müsse. „Nein Mama, ich muss putzen, Papa hat extra die neue Zahnbürste mitgebracht!“ Und wie er putzte, ganz ausgiebig und gründlich und sogar mich ließ er ohne Protest nachputzen – ein absolut seltenes Ereignis in unserer Zahnputzhistorie. Und nach seinen drei Liedern und zweimaligem Zurückrufen, um „Eiei!“ zu machen, schlief er sofort ein.
Wie schon gesagt: Es hätte so schön sein können! Jetzt – um kurz nach halb neun – komme auch ich endlich dazu, mich hinzusetzen, denn genau jetzt schläft die kleine Motte, nachdem sie gestillt wurde, eineinhalb Stunden gebrüllt hat, drei Windeln gewechselt bekam und etwa eine Stunde im Fliegergriff durch die Gegend getragen wurde – alles durch mich, denn der Papa betrat eben erst das Haus.
In diesem Sinne: Ich bin soooooo müüüüüüüüdeeeee! Mal sehen, wie es morgen wird! Da sind wir bei den Großeltern!

Frhoppe 11.05.2015

06.05.2015 Spielplatzbekanntschaften – oder warum wir unordentliche Eltern sind!

Kluge Worte:

  • „Sohn, wer geht denn in der Kita schon alles aufs Töpfchen?“
    „Der O und die H!“
    „Und wer noch?“
    „Die L und der O!“
    „Und wer noch?“
    „Der D.“
    „Und warum gehst du nicht aufs Töpfchen?!“
    „Na, weil da alles voll ist!“
    – großartig ausgekontert, den Papa! –
  • „Papa, ich bin schon groß!“
    „Ja, du bist schon ganz schön groß!“
    „Aber ich bin nicht übergroß!“
  • „Es ist rot, da müsst ihr anhalten. Bis wieder grün ist, dann könnt ihr fahren!“
  • „Papaaa – Nicht aussteigen!!! Ey, nee, steig wieder ein! Sonst beiß ich dir ins Ohr!“ Auch wenn es der pädagogische Supergau ist, mussten wir bei seinem strengen Tonfall beide unheimlich lachen!
  • „Papa, du bist kein Mann, ich bin kein Mann. Wir sind beide Frauen und Mama ist ein Mann!“ – Na wenn es ihn glücklich macht!
  • „Hoppe, hoppe Reiter, wenn man schreit dann fällt er in den Graben!“
  • „Mama, heute gehen wir mal ins Bett!“ – im Gegensatz zu sonst immer, oder wie?

Puh. Heute war ein ereignisreicher Tag.
Es fing damit an, dass ich morgens um acht einen Termin zur Nachuntersuchung hatte. Also frühzeitig aufstehen, Baby stillen und fertig machen und mich auch und dann nix wie los. Natürlich alles mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, denn das große Kind schläft natürlich nicht wie sonst immer bis halb acht, sondern ist schon früher wach, was dazu führte, dass der Papa die Tür bereits öffnete, obwohl ich noch anwesend war. Dies wiederum hatte zur Folge, dass der kleine Mann in lauten Protest ausbrach, als ich fünf Minuten später losging und so gar nicht einsehen wollte, dass ich ihn nicht mitnehme zu Frau Doktor. Erst mit außerplanmäßigem Kuscheln konnte diese Krise abgewendet werden.
Ich kam dann sogar noch rechtzeitig. Pünktlich um acht stand ich vor der Praxis und dachte schon so: „Häää?!“ – Ich dachte wirklich Hä! „Warum machen die denn um acht einen Termin, wenn die erst um 8:30 Uhr aufmachen?“ Ich hab sogar noch geklingelt, bevor mir klar wurde: Machen die gar nicht! Eine Konsultation des Mutterpasses klärte mich darüber auf, dass der Termin eigentlich um 12:45 Uhr angesetzt war. Weshalb auch immer ich 8 Uhr in mein Handy eingespeichert hatte, ist mir absolut schleierhaft. Na ja – ich war ja noch schwanger, vielleicht lag es an den Hormonen! Ärgerlicherweise verpasste ich dadurch den Auftakt des Rückbildungskurses, aber dafür konnte ich endlich mal wieder den kleinen Mann mit in die Kita bringen, was ihn außerordentlich glücklich stimmte.

Es hätte dann doch noch entspannt werden können, zumal der Papa angekündigt hatte, heute zu Hause sein zu wollen. Leider entschied er dann spontan, dass er heute den lange fälligen Zahnarztbesuch abhaken wollte. Daraus wurde nix, weil Zahnärzte eben manchmal nicht so spontan sind, er darf dann aber morgen kommen. Und weil er nun mal Zeit hatte und eh gerade in der Nähe war, ist er gleich noch mit seiner Mama ein Eis essen gegangen! Ohne mich! Obwohl ich ja auch in der Nähe war, wegen meines Termins um 12:45 Uhr – zur Erklärung: Mein Frauenarzt und unser Zahnarzt liegen nahe beieinander. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich hätte ihm dieses Eis gegönnt.
Wenigstens ist er dann gleich nach Hause gekommen, sodass ich noch den frischen Spargel schälen konnte, bevor auch schon wieder der Sohn abgeholt werden wollte. Wir hatten ja den festen Plan noch auf den Spielplatz im nahegelegenen Park zu gehen bei dem schönen Wetter, also wollte ich auch verfügbar sein und tatsächlich lagen wir gut in der Zeit. Aber wie das dann so ist, erst forderte das kleine Kind sein Recht, sodass sich die Abholung des großen Kindes verzögerte, dann trödelte das große Kind beim Anziehen in der Kita und ganz zum Schluss fiel dem ganz großen Kind – ja, ich meine den Papa! – ein, dass er genau jetzt noch etwas essen und außerdem auch noch mal auf Klo muss. Summa Summarum waren wir also erst um halb sechs auf dem Spielplatz, wo all die vorbildlichen Mamas – die waren mit Obstbüchsen und Wasserflaschen ausgerüstet und hatten sich offenbar alle vorher zum Playdate verabredet – schon wieder am Zusammenpacken waren. Pünktlich um sechs wurden dann die Obstbüchsen und Kinder wieder eingepackt und der Spielplatz leerte sich. „Guck mal, die sind ordentlich, die gehen um sechs nach Hause“, meinte der Gatte und wir wollten uns fast schon fragen, ob wir denn nicht auch ganz verantwortungsvoll jetzt wieder nach Hause gehen sollten – aber das Kind spielte doch so schön und wir waren doch gerade erst gekomment … und … und … – da kam ein Paar etwa in unserem Alter mit einem Sohn etwa im Alter unseres Sohnes und einem Baby – gnihi, genau – etwa im Alter unseres Babys gerade auf dem Spielplatz an.
Da nun beide Söhne – unserer und ihrer – vehement darauf bestanden, dass wir die Eisenbahn nicht verlassen dürften und dann selbst aber zum Spielen verschwanden, kamen wir ins Gespräch und stellten fest, dass wir zumindest erst einmal die selbe Familienkonstellation haben – zwei Kinder, erstes zweieinhalb, zweites etwa 6 Wochen alt und ähnliche Problematiken im Alltag mit Kleinkind und Baby. Die beiden großen Jungs nebeneinander zu sehen, ließ uns überlegen, ob wir nicht eine Feldstudie mit den beiden nebeneinander durchführen wollten mit dem Thema „Typisches Verhalten im Kleinkindalter!“, so sehr glichen sich ihre Ausreden und Verhandlungstaktiken beim Thema Nachhausegehen.
Und weil der Nachmittag noch so schön war, komme ich doch wieder zu dem Schluss, dass es eben doch auch okay ist, erst etwas später auf dem Spielplatz zu sein. Hauptsache, man war draußen und das Kind ist glücklich. Da ist es dann auch okay, erst um acht im Bett sein, vielleicht klappt es dann auch ausnahmsweise mit dem Schlafen in der Kita. Das macht der kleine Käfer nämlich immer noch nicht, obwohl er jetzt jeden Tag behauptet, er hätte geschlafen. Das dies jedoch nur eine Behauptung ist, bestätigte uns Sohnemanns Erzieherin: „Nein, nein.“ schüttelte sie lächelnd den Kopf. „In den seltenen Fällen, wo er das tut, sagen wir euch Bescheid!“
Na dann!

Frhoppe 06.05.2015

28.04.2015 Wer hat unser Kind vertauscht? – Oder: Warum ich es trotzdem liebe, ihn ins Bett zu bringen!

Wir haben ein Abendritual. Irgendwann zwischen sechs und sieben, je nach Müdigkeitsgrad des Kindes beginnen wir mit unserer abendlichen Zeremonie.

Den Auftakt bildet das Abendbrot – wobei das optional ist, wenn das Kind vorher beispielsweise bei den Großeltern war und wahrlich genug gegessen hat. Nicht optional sind dann: Ausziehen, was der kleine Mann schon ganz prima alleine macht, Waschen, Töpfchen, Wickeln, Schlafzeug an und Zähneputzen.
Pünktlich zum Ausziehen ist unser Sohn wie ausgewechselt. War er eben noch lieb und umgänglich gar freudig, sitzt nun ein kleines Monster vor uns. Er schreit, weint, jammert, hält seine Sachen fest, tritt den Papa oder die Mama, beißt und haut und läuft davon, wobei er wie wild kreischt und lacht. Das ganze dauert im Schnitt 5 bis 10 Minuten, dann ist der Spuk vorbei. Das Käferchen zieht sich selbstständig aus, trifft sehr ernsthaft seine Entscheidung, ob ihn heute Frosch oder Affe waschen sollen, sitzt geduldig auf dem Topf und freut sich mit uns, wenn ihm dort doch einmal ein Erfolg gelingt. Sein Schlafzeug zieht er alleine an und auch das Zähneputzen klappt gut, seit Mama das abends wieder übernimmt – und seit ich ihm irgendwann nicht mehr nur mit dem Entzug von Süßkram gedroht habe, sondern ihm auch erklärt habe, dass ihm die Zähne ausfallen, wenn er nicht putzt und er dann nur noch Wasser trinken und Brei essen kann. Klingt erst mal gemein, einem Kind das so zu sagen, aber der kleine Kerl ist einfach zu clever, um sich was daraus zu machen, dass der Osterhase im Falle des Nichtputzens keine Schokolade in seine Pappeier legt. Gibt ja auch noch genug leckere Sachen, wenn Oma ihn abholt. Aber keine Zähne mehr zu haben! Das wäre blöd! Könnte man ja auch nicht mehr beißen! Wobei das vielleicht gar nicht so schlecht wäre!

Aber ich schweife ab!

Nach seinem heutigen Ausbruch fragte ich ihn, ob sein Gehirn schon im Schlafmodus sei und er beantwortete das mit einem klaren „Jo!“ – dieses Jo müsst ihr euch genau so vorstellen, wie es so ein cooler Möchtegernrapper sagt. Ich warte nur noch auf die entsprechende Geste dazu. Auf die Nachfrage, ob er deswegen so aufgedreht sei, kreischte er ein entschiedenes „Jaaaaa!“ und warf sich mir an den Hals, um mir mein Gute-Nacht-Küsschen zu geben, denn da seine Schwester am Schreien war, blieb der schöne Teil des Abendrituals dem Papa überlassen.
Wenn nämlich alles geschafft, auch der letzte Zahn geputzt und die letzte Socke angezogen ist, dann geht es ins Bett. Dort warten der Tutti und die Schnuffeltücher, sowie die Kuscheltierarmee auf unseren Sohn und er kriecht friedfertig unter die Decke. Dann darf sich das Käferchen ein bis sechs Lieder aussuchen, denn das Singen ist fester Bestandteil unseres Lebens – meistens sind es zwei, wobei an den meisten Abenden tatsächlich die „Wasserflut“ das Rennen macht. Wem dieses Lied nichts sagt, nicht wundern: Wasserflut heißt so, weil es in der zweiten Strophe heißt „Weißt du wie viel Fischlein springen, in der hellen Wasserflut“ und ist eigentlich das allseits bekannte Lied „Weißt du wie viel Sternlein stehen!“ Unser Sohn hat da eine ganz eigene Art, sich Lieder zu merken: So heißt zum Beispiel „Eine Seefahrt, die ist lustig …“ bei uns „Uschi Uschi“, weil nämlich in der dritten Strophe eine gewisse Uschi zweimal angesprochen wird. Ich gebe zu, es hat eine Weile gedauert, bis wir das raushatten.

Während wir singen, wird gekuschelt – und zwar vom Sohn. Wie eine kleine Katze butzt er uns mit seinem Köpfchen an und kugelt sich in unseren Armen ein. Außerdem werden wir gestreichelt und geknutscht, bis der letzte Ton verklungen ist! Dann müssen wir folgende Worte sagen, die er auch mitflüstert: „Mama und Papa haben dich ganz ganz ganz doll lieb und wir passen immer auf dich auf, ganz egal was auf der Welt noch passiert. DU bist unser größter Engelbär. Soll der Mond noch singen?“ Damit ist die Spieluhr gemeint und die Frage ist eher rhetorisch, denn der Mond soll IMMER singen! „Ja!“ flüstert es durch den Tutti, es wird an der Schnur gezogen und der kleine Mann hebt uns sein Gesicht zum letzten Gute-Nacht-Kuss entgegen. „Ich hab dich lieb, mein kleiner Engel. Schlaf gut und träum süß! Bis morgen früh!“
Dann gehen wir raus. Und unser Sohn schläft. Tief und fest und wir können tatsächlich an einer Hand abzählen, wann das einmal nicht so gewesen ist. Ich denke, er weiß, dass ihm nichts passieren kann!

Frhoppe 28.04.2015

26.04.2015 Eine haarige Angelegenheit!

„Die ist aber süß die Kleine!“

Diesen Satz höre ich mindestens drei Mal die Woche, mitunter auch täglich – nämlich jedes Mal, wenn jemand, den wir nicht kennen, uns auf unseren Sohn anspricht! Der Grund dafür ist folgender: Er hat lange Haare! Wirklich lange Haare, die ihm bis an den Hintern reichen, so sie denn nass sind, denn im trockenen Zustand locken sie sich recht ansehnlich. Dazu kommen noch seine relativ feinen Gesichtszüge, die groooßen blauen Augen und vielleicht auch die Tatsache, dass wir ihn relativ neutral anziehen – wobei ich das aber auch schon gesagt bekam, wenn er Turnschuhe, eine dunkle Jeans und sein schwarz-weiß kariertes Herrenhemd anhatte.
An sich stört mich das nicht, ich berichtige den Irrtum lächelnd, habe auch Verständnis dafür und bin mir vor allem ziemlich sicher, dass es auch mit kürzeren Haaren zu dieser Verwechslung kommen würde. Die Haare könnten also und können auch von mir aus lang bleiben, vor allem, wenn es bei einem Schnitt nur darum gehen würde, unseren Sohn deutlich als Jungen zu kennzeichnen. Ich stimme meinem Mann zu, dass die schönen langen blonden Haare ein Alleinstellungsmerkmal sind und ich denke auch nicht, dass sie unseren Sohn per se in seiner Identitätsfindung negativ oder positiv oder sonstwie beeinflussen – das tun eher diejenigen, die ihm, obwohl sie wissen, dass er ein Junge ist, immer wieder sagen: „Du siehst ja aus wie ein Mädchen.“

Mein Problem mit den langen Haaren ist ein eher ein praktisches – Es wird Sommer!
Ohnehin hat der Sohn die Haare schon andauernd im Mund und im Gesicht kleben, besonders wenn er Schnupfen hat und sich das mit dem Schnodder vermischt, ist es nicht mehr schön – für ihn nicht und für mich auch nicht, denn das Zeug klebt in den Haaren. Im Sommer kommt dann noch dazu, dass man schwitzt, vor allem im Nacken, die Haare kleben überall fest und verfitzen ziemlich leicht. Zudem geht es für unseren kleinen Mann in ein paar Wochen mit den Omas und Opas in den Urlaub nach Griechenland. Eine Woche lang jeden Tag Sonne satt, Sand, Salzwasser, Sonnencreme und vor allem jeden Abend Haarewaschen, damit das Zeug wieder aus den Haaren rauskommt. Ich frage mich, wie angenehm das für unseren kleinen Mann wird.
Eine Lösung wäre es einen niedlichen Pferdeschwanz zu machen oder die Haare hochzustecken zu einer hübschen Frisur, aber bei einem Jungen? Kann ich das? Darf ich das? Will ich das? Will er das und vor allem, will ich ihn dem aussetzen? Für mich ist es keine Frage, dass er ein Junge ist, ob er nun seine Haare lang hat oder nicht und auch er zweifelt nicht daran. Es ist mir egal, ob er einen Zopf hat oder nicht und auch er hatte heute keine Bedenken, sich von mir nach dem Baden die Haare flechten zu lassen, aber die meisten anderen Menschen sind leider selten sensibel. Es beginnt mit: „Du siehst ja aus wie ein Mädchen“ und endet bei „Hach, dann machen wir dir niedliche Zöpfchen und demnächst trägst du noch ein Kleid!“ Ich reagiere darauf immer mit der Antwort. „Wenn ihn das glücklich macht, dann soll er eins tragen!“ und merke, dass die meisten dann schlucken. Ich versuche meinem Sohn das Gefühl zu geben, dass alles, was er tut, okay ist, aber ist es nicht auf Dauer zu anstrengend, zu „verstörend“ für ihn, immer wieder in Frage gestellt zu werden?

Ich weiß es wirklich nicht!
Für die langen Haare muss in der Hitze und den anderen Bedingungen des Sommers eine Lösung gefunden werden. Ich für meinen Teil möchte sie wenigstens ein bisschen abschneiden, weil ich denke, dass das im Sommer sehr viel angenehmer für ihn ist und weil ich die Entscheidung über das Tragen eines Zopfes ihm überlassen möchte. Es ist ein Unterschied, ob ich dem Kind vorschlage einen Zopf zu machen oder ob er es von sich aus macht. Mein Mann hingegen stellt sich vehement gegen die Vorstellung ihm die Haare abzuschneiden. „Bei einem Mädchen würde es diese Diskussion überhaupt nicht geben!“ meint er – nicht zu Unrecht. Einem Mädchen würde man aber auch einfach einen Zopf machen können! Und wieder einmal frage ich mich, warum all das in unserer Gesellschaft eine so große Rolle spielt. Warum kann ich einem Jungen nicht einfach einen Zopf machen, ohne dass er dafür mit blöden Kommentaren konfrontiert wird und ich ihm erklären muss, dass die das alle nicht so meinen und er ganz toll so ist, wie er ist?
Für Gedanken und Anregungen zu diesem Thema bin ich sehr dankbar.

Frhoppe 26.04.2015

25.04.2015 Ich liebe meinen Sohn, aber …

… ab und an stelle ich mich auch gerne mal zwei Stunden an eine Großbaustelle, um die Ruhe zu genießen!!!

Heute bei Crouse@dercrouse gelesen und direkt für passend gefunden, denn unser Tag heute war sooo:

Rumms! Schlafzimmertür kollidiert mit dahinter stehendem Schrank. „GUTEN MORGEN, MAMA!“ kräht der Sohn blendend gelaunt, gefolgt von einem „Oh, die schläft noch!“
Nein! Jetzt nicht mehr! Aber danke für die Feststellung. Offenbar ist es auch nicht mehr als das, denn als nächstes springt das Kind in Parcours-Manier auf das Bett und schmeißt sich auf mich!
„Ich habe Hunger!!!“ werde ich informiert. Offenbar reagiere ich nicht schnell genug, denn quasi sofort wird das gesagte ein paar Dezibel lauter wiederholt und erweitert: „ICH HABE HUNGER! Du musst Frühstück machen!“
Ich muss gar nix, aber das Kind hat Glück, ich habe auch Hunger, also mache ich Frühstück, ich muss mich nur vorher anziehen. Genau so sage ich das dem Bub.
„Ich bringe dir deine Sachen!“ ruft er begeistert und springt vom Bett. Nun heißt es fix sein, denn „Ich bringe dir deine Sachen“ bedeutet er macht den Schrank auf und sucht wahllos Sachen heraus ohne Rücksicht auf eventuell herausfallende Sachen. Natürlich darf er nicht allein an den Schrank, aber in seiner Begeisterung mir zu helfen, kann man das schon mal vergessen.
„Mama, du musst deine Titties noch einpacken,“ kommentiert er meine Fortschritte! Puh – gut dass er das sagt, ich hätte das jetzt glatt vergessen! Hätte peinlich werden können, so entblößt den ganzen Tag.

Überhaupt kommentiert der kleine Kerl sehr gerne. Er ist im Grunde ein ständiges Rauschen. Erst heute wieder beim Frühstück machen!
„Mama, ich will dir helfen!“ Kein Problem, das kann er und darf er auch.
„Aber natürlich, Käferchen. Ich mache schnell den Kaffee und dann gebe ich dir was zum rein tragen!“
Und damit begann es:
„Ich träge den Teller rein!“ Sprach’s und wuselte los, nur um kurz darauf zurückzukehren mit der Frage: „Was noch?!“
„Hier ist Mamas Teller!
„Ich träge Mamas Teller rein!“ Auf diesem „ich träge“ beharrt er, egal wie oft wir ihm sagen, dass es „trage“ heißt. Aber wie berichtigt man das am besten, wenn man sagen würde „Ja stimmt, du trägst das!“ Denn offensichtlich auf einen Fehler beim Sprechen hinweisen wollen wir den kleinen Mann nicht, sondern ihm unauffällig beibringen, wie es richtig heißt. Nun ja, vielleicht gibt sich das auch noch. Nun jedenfalls bekommt er Papas Teller in die Hand.
„Oh, ich trage noch einen Teller rein.“
Tapp, tapp, tapp!!! „Was noch?“
„Ich träge die Teewurst rein.“
Tapp, Tapp, Tapp. „Was noch?“
„Ich träge meinen Joghurt rein … NEIN! Ich kann den erst essen, wenn ich ein Brötchen hatte!“ Tapp, Tapp, Tapp! „Was noch?“
„Ich träge die Butter rein! Mama ich nehme die Butter ganz vorsichtig, damit sie nicht runter fällt!“
„Oh, oh, Mama ich muss noch die Eierbecher rein tragen!“ Da kann er es dann auf einmal!
Und so geht es weiter, den ganzen, lieben langen Tag. Heute bevor wir zum Einkaufen gingen, sagte er zum Papa: „Papa, ich gebe dir einen neuen Schlüppi!“ Er sagt wirklich Schlüppi und seine Schlüppis kommen in die Schlüppilade. „Da kannst du deinen Pullermann rein tun!“

Mit dieser großartigen Sprachbegabung, die uns unheimlich viel Freude bereitet, geht allerdings auch ein immenser Geräuschpegel einher. Denn wie schon erwähnt, kommentiert er alles was er tut. Wenn unser Kind also auf seiner Blechtrommel trommelt, was ja schon an sich mitunter recht laut ist, dann ruft er dazu noch lauthals „Ich trommele auf meiner Trommel!“ Und kürzlich hatte er auf sein Töpfchen gepullert und rief mir das aus seinem Zimmer, wo er mit dem Papa saß durch die geschlossene Tür zu. „MAAAAMAAAA!!! Ich hab aufs Töpfchen gepullert!“ Und das 10 Mal hintereinander, immer lauter werdend.
Besonders schön ist diese Begabung, wenn er etwas nicht möchte, dann steigert sich nämlich nicht nur die Frequenz der Äußerungen, sondern auch deren Lautstärke und vor allem die Ausdauer, mit der er sein Missfallen äußert. Wenn dann auch noch die kleine Maus eine ihrer Schreiattacken hat, dann fällt mir nur eines ein:

Ich liebe meinen Sohn, aber ab und an stelle ich mich auch gerne mal zwei Stunden an eine Großbaustelle, um die Ruhe zu genießen!!!

Und genau dann, wenn dieses Gefühl eintritt, während also die kleine Maus mir ins Ohr brüllt und ich denke, ein bisschen Ruhe wäre so schön, dann kommt mein kleines Käferchen mit seinem Lieblingspinguin im Arm angewackelt und sagt: „Mama, ich geb der kleinen Schwester meinen Pinguin, damit die nicht mehr weint!“ ❤

Frhoppe 25.04.2015

22.04.2015 Fresspause für die Fressraupe

Nach einer mit weniger Schlaf gesegneten Nacht – im Ernst jetzt, ich glaube, ich habe keine Stunde am Stück geschlafen – durften wir als erstes ein großes Erfolgserlebnis mit dem kleinen Mann teilen. Ein im wahrsten Sinne großes Ereignis, denn seit einiger Zeit haben wir mit dem Töpfchen-Training angefangen und heute befand sich im Töpfchen tatsächlich wieder ein großer Haufen. Wie stolz der kleine Mann darüber war, erwies sich am Abend, als allein die Erinnerung an den morgendlichen Erfolg ihn dazu brachte, sich freiwillig auf das Töpfchen zu setzen. Auch das ist nicht unbedingt zu unterschätzen, denn auch wenn wir keinen Zwang anwenden, so ist das komische weiße Plastikding nicht unbedingt der beste Freund unseres Sohnes.

Nachdem der Sohnemann dann wohlbehalten in der Kita abgegeben war, erwarteten wir gespannt den vorerst letzten Besuch unserer Hebamme. Immerhin wollte ich wissen, was sie von dem gestrigen Trinkexzess unserer Fressraupe hielt. Und wenn sie mir nur sagen würde, ich soll mich nicht so haben, das sei alles ganz normal, dann wäre das auch okay, dann hätte ich wenigstens eine Richtlinie!
Tja, was soll ich sagen – normal ist das, aber eben weil bei Babys alles quasi alles normal ist. Aber normal ist das nicht!
Will heißen: „Wenn du sogar weinst, dann hat sie dich ziemlich rund laufen lassen gestern.“ Und nachdem sie sich das Fressverhalten unserer kleinen Raupe schildern lassen hat, und die kleine Maus ein wenig beim Trinken beobachten konnte – sie hatte nämlich wenig überraschend gerade wieder ein Hüngerchen – verordnete sie eine Fresspause. Mama hat nämlich viel, viel Milch und die kommt immer direkt rausgeschossen aus der Brust, so dass das Würmchen am Anfang gar keine Wahl hat, wobei sie auch nicht so aussieht, als sei sie damit unzufrieden. Es heißt also „Trink oder stirb!“ Und sie trinkt mit einer Inbrunst, dass man denken könnte sie sei völlig ausgehungert. Das Problem an der Sache ist aber, dass sie dabei leider viel Luft schluckt, was dann wiederum Bauchweh zur Folge hat, welches sie ganz furchtbar piesackt und zwickt. Sie ist also latent unzufrieden und fühlt sich unwohl und verwechselt das dann mit Hunger. Oder wie unsere Hebamme es ausdrückt: „Na klar will sie bei Mama an die Brust – da ist für sie alles gut!“
Ihre Empfehlung? Mindestens zwei Stunden muss das kleine Milchmonster durchhalten, alles andere ist schlecht fürs Bäuchlein. Wenn sie vorher wieder kommt, dann geben wir Fenchel- oder Bauchwohltee und tragen sie unermüdlich im Fliegergriff durch die Gegend, damit der Bauch besser wird. Und beim Trinken soll sie möglichst aufrecht auf meinem Bauch liegen, das reduziert den Druck, mit dem ihr die Milch in den Mund schießt!
Einzige Ausnahme von der Regel – sie hat vor der Mahlzeit vier bis fünf Stunden geschlafen! Dann darf sie auch drei oder vier mal hintereinander Hunger haben, denn sie muss quasi ihre Speicher wieder auffüllen.
Vier bis fünf Stunden geschlafen hat sie heute nicht und auch keine zwei Stunden durchgehalten, also konnte ich das mit dem Fencheltee gleich mal ausprobieren. Wer jemals versucht hat, Flüssigkeit, die einem Kind nicht schmeckt mit einem Teelöffel in selbiges Kind hineinzubekommen, der weiß wie sich ein Kampf mit einem Tintenfisch einfühlt. Die gute Nachricht ist aber, dass das Kind irgendwann so sauer ist, dass es das Zeug vor Wut schluckt, statt es fein säuberlich mit der Zunge aus dem Mund herauszuarbeiten. Ich muss ehrlich sagen, zwischendurch war ich versucht, die kleine Maus einfach wieder anzulegen – was weiß denn schließlich die Hebamme schon? Tja, leider eben eine Menge und so hörte ich dann doch auf die dämliche Vernunft, die mir ins Ohr schrie, das Baby jetzt anzulegen macht das Problem nicht besser, sondern verschiebt es nur um einige wenige Minuten. Tatsächlich schlief die Maus dann auch wieder ein – zwar auf meinem Bauch und sie brüllte auch, sobald ich sie weglegen wollte – aber immerhin habe ich sie erfolgreich von ihrem „eingebildeten“ Hunger ablenken können. Denn das der Hunger eingebildet ist, merkt man daran, dass sie sich mit Tee und Kuscheln hat abspeisen lassen. Wenn sie nämlich richtig Knast hat, dann hilft nix davon, dann muss das Titti raus, aber Zackzack.
Nun immerhin war sie dann einigermaßen entspannt, als es daran ging, ihren großen Bruder abzuholen. Da war sie gerade gesättigt und frisch gewickelt nach einem monströsen Pups. Tatsächlich bin ich nicht sicher, ob es nicht der Pups war, der sie so entspannt hat, denn der war wirklich erfurchtgebietend, wenn man bedenkt, dass er aus so einem kleinen Wesen kommt. Jedenfalls konnten wir uns auf diese Art beim Abholen auf das größere Kind konzentrieren, das sich mir auch wieder überschwänglich in die Arme schmiss und mich ganz süß mit einem Kuss begrüßte. Er nahm nämlich mit seinen beiden Händchen mein Gesicht zu sich herunter und gab mir einen dicken Schmatz. Zu Hause angekommen heimste er dann noch einmal Lorbeeren ein. Obwohl er nämlich schon seine Schokolade schon in seinen Nostalgie-Pappostereiern gefunden hatte – die gibt es nämlich rationiert seit Ostern immer dann, wenn er sich ordentlich die Zähne putzt (morgen gibt es übrigens keine – soviel dazu!) – legte er sie noch einmal weg und zog sich erst seine Jacke und seine Schuhe ganz von allein aus! Keine Frage, dass er dafür ein riesiges Lob bekam, denn normalerweise streiten wir darüber, dass zu Hause als erstes Jacke und Schuhe ausgezogen werden. Ein zweieinhalbjähriger Junge, der das freiwillig tut, obwohl er seine Schokolade schon erbeutet hat, verdient ein Extralob, finde ich.
Leider sind kleine Jungs eben doch keine richtigen kleinen Jungs, wenn sie nicht wenigstens einmal am Tag Quatsch machen und so mussten wir dem größeren Kind dann noch erklären, dass sich sich die Kuh und der Bauer ganz viel Mühe geben, um die Milch zu machen und dass es darum gar nicht schön ist, wenn er die Milch absichtlich und vor allem aus reiner Provokation auf den Boden spuckt. Als Konsequenz gab es dann heute keine Milch mehr – da unser Kind in der Regel nur Milch und Wasser trinkt, ist das eine Kürzung seiner Auswahlmöglichkeiten um 50% – und er musste den Boden allein trocken wischen. Er resümierte dann ein wenig später, dass die Kuh und der Bauer sehr traurig sind und wirkte darüber ehrlich betroffen, aber ich bezweifle dennoch nicht, dass er nicht das letzte Mal auf den Boden gespuckt hat.
Dafür hat er aber nach dem Zubettgehen und dem Abendritual noch einmal ganz laut nach uns gerufen, weil er seiner kleinen Schwester noch nicht Gute Nacht gesagt hatte. Erst nachdem wir ihn das nachholen ließen, konnte er beruhigt und sekundenschnell einschlafen.
Und ich habe jetzt das kleinere Kind an den Papa verkauft und gönne mir ein heißes Zeit-für-Dich-Bad, damit ich auch morgen noch kraftvoll zupacken kann!

Frhoppe 22.04.2015