16.06.2016 Langeweile – elende, Nerven fressende Langeweile!

Vorne weg:
Ich liebe es, mit meinen Kindern zu spielen!

Ich finde es toll ihnen beim Entdecken ihrer Fähigkeiten zuzuschauen, ich sehe gerne, wie begeistert sie von Fortschritten sind und ich bewundere ihre Fantasie und ihre Vorstellungskraft, die Kameras aus Lego Duplo entstehen und gelbe Steine eine Suppe sein lässt.
Und ich bewundere ihre Geduld. Diese lang andauernde Beschäftigung mit einer einzelnen Sache, diese Vertiefung in eine Begebenheit, diese Konzentration auf den nächsten Schritt ist wirklich und wahrhaftig bewundernswert.

Und langweilig!

Ernsthaft!

Oder geht das wirklich nur mir so?

Das zwanzigste Lego-Haus zu bauen und die fünfzehnte Suppe zu essen, oder auch drölfmiausend Herzen auf ein Blatt Papier zu malen – das mache ich alles angemessen begeistert mit!
Aber innerlich möchte ich manchmal mit dem Arm alles vom Tisch fegen oder sarkastisch antworten auf die Frage, ob das denn nicht ein extra besonders hübsches Haus ist.

An manchen Nachmittagen kann ich das alles gut verkraften, vor allem, wenn der kleine Mann kooperativ ist und sich auch einmal ein Buch vorlesen lässt. An anderen Nachmittagen komme ich mir vor wie eine Maschine, die treudoof ein Teil nach dem anderen übereinanderstapelt oder Herzen im Akkord malt.

Mein Heilmittel dagegen, ist dann das Toben!
Ohne Rücksicht auf Verluste wird gehüpft, gerannt, gekitzelt und gealbert, darf der kleine Mann auf meinen Knien fliegen und ich werfe ihn sooft aufs Bett, wie er will und ich kann.
Meistens geht es dann wieder – also für mich!
Rein psychisch zumindest – körperlich bin ich ein Wrack und ich komme manchmal nicht umhin, dass die Wehen uns Mütter auf die unabsichtlich ausgeteilten Hiebe gegen Nieren und Gesicht beim Toben vorbereiten sollten.

Den kleinen Mann bekomme ich dann auch nicht mehr ins Bett, aber wenigstens hatte er Spaß!

Wie ist dass denn bei anderen Mamas? Was machen die mit dieser Langeweile?
Denn langsam wird mir der kleine Mann fürs durch die Gegend werfen zu schwer 😉

frhoppe 16.06.2016

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2 Gedanken zu „16.06.2016 Langeweile – elende, Nerven fressende Langeweile!

  1. Hmm… so habe ich das noch gar nicht betrachtet. Mir macht das tausendfach malen von Herzen und Häusern mit Bäumen Spaß. Ich basteln ausgiebig mit V. und wir üben den Umgang mit Scherer und Co. Der Papa tobt dafür mehr mit ihm, baut Legohäuser, lässt Autos chrashen und geht Fußball spielen. Auf dem Spielplatz bin ich dann wieder heimisch und jage V. hinterher.

    • Grundsätzlich macht mir das auch alles Spaß, nur manchmal eben nicht – so wie heute – darum der Beitrag 🙂
      Das Problem ist ja bei uns, dass der Papa seit etwa viel Wochen immer erst abends nach sieben nach Hause kommt, selten mal früher und auch am Wochenende oft weg ist.
      Und ich hab ja auch zwei Kinder zu bespaßen – da geht einem schon mal die Kreativität aus 🙂
      Aber das üben mit Schere ist ein guter Ansatz, das werde ich mal umsetzen, das muss er ohnehin.
      Danke für das Feedback, genau so etwas hatte ich mir erhofft 🙂

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