22.02.2016 Ich hätte es nicht gedacht – aber der kleine Mann hat gewonnen!

Keinen Wettkampf und kein Preisausschreiben und auch nicht den Platz für das Kitakind mit der häufigsten Bindehautentzündung – nein, dieser Kelch ging ausnahmsweise einmal an uns vorbei.

Er hat das interne Geschwisterrennen um den ersten Besuch in der Notaufnahme gewonnen.
Der Papa und ich hatten nämlich so eine Art Wette laufen, welches unserer Kinder als erstes in die Notaufnahme müssen würde.
Ich tippte auf das Chaosmädchen, denn – mal ehrlich – dieses Kind kennt keine Angst. Nicht vor Höhen, nicht vor Tiefen, nicht vor Kanten oder Abgründen, nicht vor Absperrungen, Wasser, Pflanzen, Hockern, Treppen … und so weiter.
Der Papa hielt dagegen, er dächte da eher an den kleinen Tollpatsch, der es immerhin schafft aus dem Stand auf die Nase zu fallen, ohne, dass er sich vorher irgendwie bewegt hätte.

Eine wie auch immer geartete Verletzung war indes nicht der Grund für unseren gestrigen Besuch in der Rettungsstelle, sondern der Umstand, dass der kleine Mann gegen halb zehn weinend aufwachte und über Bauchweh klagte.
Kinder klagen ja nun des öfteren über Bauchweh, insbesondere wenn sie krank sind, ganz einfach weil sie die diffusen Schmerzen, die mit Fieber z.B. einher gehen, einfach nicht benennen können, von daher dachte ich zunächst, ich tröste ihn erst einmal und dann sehen wir weiter.
Als ich ihn in den Arm nahm, stellte ich fest, dass er sich glühend heiß anfühlte und das, obwohl wir ihm vor dem Schlafengehen ein Zäpfchen gegeben hatten.
Eine rasche Messung ergab eine Temperatur von 40,2° Celsius.
Das war der Moment in dem wir entschieden, dass wir nicht bis zum nächsten Morgen warten wollten, um den Arzt aufzusuchen. Denn Fieber hatte der kleine Mann bereits seit – wie sollte es anders sein – Freitag Abend.
Da er aber nur Fieber hatte, das auch mit einem Zäpfchen vor dem Schlafen gehen ganz gut in Schach war, wollte ich ihm nun nicht unbedingt eine wochenendliche Notaufnahme zumuten.
Mit dem Bauchweh als Dreingabe sah das dann aber ganz anders aus, vor allem bei der Höhe des Fiebers trotz Zäpfchen.
Und also machte sich der Papa auf den Weg mit dem Sohne in das Krankenhaus, mit dem unbedingten Auftrag mein Baby auf keinen Fall aus den Augen zu lassen.

Zwei Stunden später waren sie wieder zurück. Immer noch mit Fieber. Aber ohne Befund! Alles unauffällig, wohl ein akuter Infekt der oberen Atemwege.
Da die oberen Lymphdrüsen wohl irgendwie mit denen im Bauch verbunden sind, könne das schon mal Bauchweh hervor rufen.
Und wir sind so schlau als wie zuvor.
Und das Kind so krank als wie zuvor!
Und unsere Ärztin hat Urlaub!
Dann müssen wir wohl in den sauren Apfel beißen und morgen zur doofen Vertretungs-Frau-Doctor, die immer gleich Antibiotika verschreibt.
Gar nicht schön!
Nichts davon 😦

frhoppe 22.02.2016

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21.02.2016 Lernt von den Kindern!

Hey, ihr da draußen!

Ihr intoleranten, menschenverachtenden Idioten, die im Suff brennende Asylbewerberheime bejubeln und Kinder, die das schlimmste Grauen erlebt haben, auch noch an den Kragen gehen! Ihr, die ihr wahrscheinlich noch nicht einen Cent für Flüchtlinge ausgegeben habt, geschweige denn es musstet! Ihr, die ihr vor dem Flachbildschirm mit dem Smartphone in der Hand auf DIE Ausländer schimpft, die nur noch ihr Smartphone haben, um irgendeinen Kontakt zu ihrer Familie halten können, während ihr selbst nicht einen Tag ohne auskommen würdet.

Genau ihr seid gemeint, wenn ich jetzt sage: Mein Sohn beschämt euch alle!

Während ihr um euren Wohlstand fürchtet, den ihr nicht einmal zu schätzen wisst, während ihr die Zeit, die ihr mit euren Lieben verbringen könntet, damit verschwendet, hilflose Menschen zu bedrohen und zu verhöhnen, zeigt mein Kind, was Menschlichkeit ist.

MIT 3 JAHREN!!!

Mit drei Jahren sitzt mein Kind vor seinem Gummibärenglas und schaufelt löffelweise Gummibärchen in eine Tüte. Und als ich frage, was er da tut, antwortet er gelassen: „Ich mache Gummibären in die Tüte, damit Papa die mitnehmen und den armen Kindern geben kann, die gar nichts haben.“
Als wäre es für ihn das selbstverständlichste der Welt zu teilen.

Und soll ich euch etwas sagen: DAS IST ES!!!

Nichts von dem, was ihr habt, ist selbstverständlich. Alles das kann euch durch einen dummen Zufall, einen Unfall, einen Terroranschlag, einen Krieg – oder auch ganz einfach durch das Leben genommen werden.
Und dann steht ihr da und hofft auf Hilfe! Hofft darauf, dass es da draußen Menschen gibt, die das tun, was IHR den Flüchtlingen verwehrt. Die ihr Hab und Gut teilen, damit ihr die zerbombten Trümmer eures Lebens hinter euch lassen könnt!
Und wisst ihr, was ich euch dann wünsche?!

Dass ihr einen Menschen findet, der sich anders als ihr verhält. Der nicht um seinen Besitz fürchtet, sondern um das Wohl und die Gesundheit der Menschen, die seine Hilfe benötigen. Der euch mit offenen Armen empfängt und euch sagt:
Hier bist du sicher! Ruh dich aus, finde Frieden! Ich bin für dich da!

Verdient habt ihr das nicht! Sicher nicht!
Aber bei einem Menschen vor den Trümmern seines Lebens fragt man nicht, ob er es verdient!
Man hilft!
Man teilt!
Weil es das selbstverständlichste der Welt ist!

Frhoppe 21.02.2016

21.02.2016 „Die machen nicht grad Werbung in eigener Sache!“

Diese Aussage meines werten Mannes trifft den Ablauf der letzten Tage so ziemlich im Kern. Denn unsere letzten elf – ja, es waren elf Tage, seit ich zuletzt Laut gab – Tage waren alles andere als geruhsam, erholsam oder irgendwas-sam.

Unser Sohn ist gerade sehr anstrengend, ohne dass wir konkret sagen könnten, woran das liegt. Er selber weiß das glaube ich auch nicht so genau und ich denke, wir alle hoffen, dass es nur eine Phase ist.
Denn tatsächlich gehen wir mittlerweile alle ziemlich auf dem Zahnfleisch, die Stimmung ist gereizt, wir sind die permanenten Streitereien um jede Kleinigkeit ziemlich leid – gestern beispielsweise war der Grund für einen Wutanfall die Uneinigkeit über die Menge des Rühreis (Der Sohn wollte alles, wir wollten das nicht).
Dazu kommt der permanente Schlafmangel, denn das Zaubermädchen scheint an einem Zahn zu arbeiten und kommt drei bis fünf mal die Nacht und will trinken, oder getragen werden. Oder auch beides. Dabei ist sie ziemlich rabiat in der Einforderung ihrer Bedürfnisse und dieses permanente Gekratze, Gekneife und Geboxe geht irgendwann an die Substanz, weil man es ja dem Baby nicht wirklich vorwerfen kann. Sie besitzt ja die Vernunft noch nicht, zu wissen, dass sie damit jemandem weh tut. Sie drückt nur ihre Frustration über die Situation aus.
Und so haben wir eigentlich durchgehend irgendein jammerndes, bockendes, schreiendes, wütendes, weinendes Kind um uns und bemühen uns bei alledem die Ruhe zu bewahren, was uns leider nicht immer gelingt.
Und dann geschieht folgendes: Am letzten Sonntag war der Herzenssohn im Kindergottesdienst. Offenbar ging es um den Garten Eden und dessen Früchte, man bestimmte dort Obst und verarbeitete es anschließend zu einem Obstsalat, der gemeinsam verspeist wurde.
Als nun der Gottesdienst vorbei war, kam eine der Betreuenden zu mir und lobte meinen Sohn dafür, dass er so lieb sein, so aufmerksam zuhöre und überhaupt so verständig und hilfsbereit sei.
Es ist nicht das erste Mal, dass Außenstehende dies über ihn sagen – anscheinend ist er woanders immer besonders lieb und zuvorkommend, keine Spur von Wutanfällen oder Trotz.
Das sagte ich dann der Dame auch und sie meinte dann zu mir: „Dann sag auch nichts davon, dass es zu Hause anders ist. Gib ihm die Chance woanders jemand anderer zu sein, ohne dass sie von euren Problemen wissen. Das geht die gar nüscht an, wie es zu Hause ist.“
Das fand ich gut! Nicht uneingeschränkt, denn ich finde, dass wir in dieser Gesellschaft viel zu viele Probleme vor anderen verbergen. Aber im Ansatz, im Grundlegenden durchaus. Es hat mich zum Nachdenken gebracht

Warum hebe ich seine schlechten Seiten hervor? Warum relativiere ich seine positive Seite?

Ist es nicht besser, mich zu freuen, dass er woanders lieb ist und nicht ausrastet. Heißt es nicht, dass ich alles richtig mache, wenn er sich außerhalb seines geschützten Raumes „zu benehmen weiß“? Im Umgang mit anderen Menschen umsichtig und vorsichtig ist? Ihr Befinden und ihre Gefühle achtet, wertschätzt, was sie sagen?
Kann ich nicht eigentlich froh sein, dass er sich bei uns sicher genug fühlt, seine negativen Emotionen unkontrolliert heraus zu lassen, weil er weiß, wir sind da? Dass er sich an uns erprobt, weil er sicher ist, dass ihm bei uns nichts passiert?
Ich werde weiterhin offen sein darüber, dass es negative Seiten gibt am Elterndasein – erst kürzlich wurde mir dafür gedankt, dass ich nicht nur über das rosa Familienglück schreibe, sondern auch mit meiner zeitweiligen Verzweiflung offen umgehe. Ich werde sicher auch weiterhin öfter hier über die Wutanfälle de kleinen Mannes bloggen – irgendein Ventil braucht Frau/Mama ja.
Aber ich werde im persönlichen Umgang mit meinem Sohn uneingeschränkter auf seiner Seite stehen, werde so tun, als wäre es ja wohl bitteschön selbstverständlich, dass er sich gut benimmt, er sei schließlich ein wundervolles Kind.
Ich werde ihm den Rücken frei halten und ihm die Möglichkeit geben, auszuprobieren, was für ein Mann und Mensch er sein möchte

frhoppe 21.02.2016

10.02.2016 Weil’s so schön war – oder: Es geht so selten um sie!

Also eines muss man ja hier wirklich mal festhalten: Ich schreibe nicht wirklich oft über das Herzensmädchen. Das liegt zum einen daran, dass der Lieblingssohn sprachlich einfach mehr Potential bietet – gestern Abend sagte er beispielsweise zu mir: „Mama, keine Angst, du kannst ruhig gehen! Ich versterbe nicht!“
Zum anderen aber liegt es daran, dass ich das Babymädchen noch nicht so recht loslassen möchte in die Welt.

Ich schrieb ja schon, dass wir uns zwar erst annähern mussten, dass unser Verhältnis jetzt aber seeeehr eng ist. So eng, dass sie mich anheult, wenn ich den Raum betrete und sie nicht SOFORT auf den Arm nehme. Und so eng, dass sie in der Regel erst mal in Tränen ausbricht, wenn ich sie jemand anderem auf den Arm gebe.
Das finde ich einerseits sehr schön – man fühlt sich ja sehr gebraucht und geliebt – andererseits kommt sie aber im April in die Kita und bis dahin sollte das besser möglich sein.
Darum aber soll es heute nicht so sehr gehen.
Sondern darum, dass ich statt zu teilen, was die kleine Motte macht, lieber öfter zuschaue bei ihren Fortschritten und die Momente genieße.
Schließlich haben wir in der letzten Woche hart dafür gearbeitet, denn da ist sie jede Nacht wach geworden und hat 1 bis 2 Stunden geschrien wie am Spieß.
Außer das Licht war an!
Dann hat sie mit uns geschäkert.

Wie vermutlich 90% der Eltern haben wir versucht uns mit dem „Das ist nur ein Schub“-Mantra zu beruhigen und hey: Dieses Mal war es anscheinend ausnahmsweise wirklich mal einer.
Tatsächlich kann das Kind nämlich gar nicht so oft schuben, wie es das vermeintlich in den Augen verzweifelt-übernächtigter Eltern tut.
Trotzdem: Symptom eines Schubes ist nebst der eben erwähnten Schreierei und Unleidlichkeit auch der Umstand, dass das Kind etwas neues kann!

In unserem Fall jede Menge.

Das Babymädchen kann ja schon seit einer Weile mit festhalten laufen und auch ganz wunderbar – nein, nein, nein, nein – klettern auf alles, was so ganz und gar nicht sicher ist. Auch Mama, Papa und Da sagt sie schon, sowie während eines einmaligen Ausrutschers „Opa!“. Außerdem beherrscht die das „Gib Fünf!“ und das Winken, wenn man „Hallo, Hallo!“ oder „ByeBye!“ sagt – immer vorausgesetzt ihre Ladyschaft ist in der Stimmung, das Volk zu belustigen.

Seit eins, zwei Tagen ist aber nun ein wahres El Dorado an Kontaktaufnahmen hinzu gekommen.
So plappert sie zum Beispiel in einer Tour vor sich hin.
„Blablabla, brabra, nguuuu, gaa…da …mamamamamamama…Papa! Da!“
So geht das den ganzen Tag. Mit sich selbst, mit dem unheimlich sympathischen Baby im Spiegel, sehr ernsthaft mit ihren diversen Teddys und Puppis und heute auch exzessiv mit ihrem Düdeldingsi.
Wobei ich ernsthaft vermute, dass diese Höllenmaschine sie beleidigt hat, denn diese Konversation klang eindeutig nach einer saftigen Standpauke!
Zudem beginnt sie, Laute nachzuahmen!
Um nur zwei Beispiele zu nennen: Wenn ich ihren Brei auf den Tisch stellen, dann sagt sie „Etten, Etten!“ und heute haben wir das schöne Wörtchen „Nochmal!“ geübt!
„Maaaaaa!!“ krähte sie glücklich, wenn ich sie noch einmal in die Höhe werfen sollte.
Und das hätte ich beinahe noch vergessen: Sie sagt „Ja!“ Also mehr „Chia!“ aber eindeutig im Sinne einer begeisterten Zustimmung.
Überhaupt legt die kleine Krabbelmaschine eine erstaunliche Begeisterung an dem Tag, bei allem, was sie so den lieben langen Tag tut.
Wach werden, Mama sehen, gewickelt werden, spielen, Mama sehen, Essen, krabbeln, hochziehen, Mama sehen, Chaos anrichten, sich in Gefahr bringen, Mama sehen, Nuckel finden, hopsen, fliegen, Mama sehen …. und so weiter.
Besonders süß ist diese Begeisterung, weil sie im Moment gerade klatschen gelernt hat. Voller Elan haut sie ihre beiden Hände aneinander und freut sich über das Gefühl und das Geräusch. Und ihr neuestes Kunststück löst bei uns allen Entzücken aus.

„Wie groß bist du?“ fragt man das Zaubermädchen und je nach Laune – ich erwähnte die Abhängigkeit ihrer Handlungen von der Gunst, die sie zu gewähren bereit ist – reißt sie beide Arme in die Luft und grinst einen Lob heischend an.
„Jaaaaa! Soooo groß bist du mein Mädchen,“ quietsche ich dann brav, worauf sie mit einem begeisterten Hopsen und Klatschen reagiert.

Mein Babymädchen ist so ein tolles kleines Wesen. Ganz lustig und klug und liebenswert bei all dem Chaos, dass sie anrichtet. Man kann nicht anders als zu lachen, wenn sie Blödsinn macht und einen dann ganz stolz-koboldig angrient mit ihren zwei Zähnchen.
Allerdings muss ich nun zum Schluss doch noch mal vom Lieblingssohn schwärmen.
Denn der kam heute nach der Kita mit einem Strauß Blumen nach Hause, die er beim Papa in Auftrag gegeben hat, weil Mama IMMER Blumen haben soll.
Und beim Abendessen unterbrach er urplötzlich sein Essen, schaute mich an und sagte sehr, sehr ernst: „Mama! Ich hab dich sooooo lieb!“ Dann aß er weiter.

Ich habe tolle Kinder.

Frhoppe 10.02.2016

10.02.2016 Fasching mal anders – oder: Die Geschichte vom Tieraufseher!

Das waren vielleicht ein paar tolle Tage. Also nicht, dass wir die ganze Zeit gefeiert hätten – ich war nur sehr ambitioniert, was das Kostüm des Herzenssohnes anging.
Motto in der Kita war: Aufregung im Zauberwald!

Ein tolles Thema!
Haaaach, was schlägt das des Nähens mächtige Mutterherz da höher, ungeahnte Möglichkeiten eröffnen sich.
Aufgeregt und voller Spannung fragte ich das Kind, als was es denn gehen wolle und es antwortet:
„Als Tieraufpasser!“
Völlig nüchtern, ohne auch nur eine Miene zu verziehen!
Alle, die sich jetzt fragen, was zur verdammten Hölle das kruzifix nochmal sein soll, stehen damit nicht allein!
Mir ging es genauso!
Bis mich die Kreativität und der Ergeiz packten!
Ich shoppte, kreierte, überlegte, tüftelte, schnippelte und nähte.
Zunächst einen wunderschönes Pulli in einem hübschen Moosgrün:

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Der Plan war diesen Pulli durch eine Safari-Hose und einen Safari-Hut zu ergänzen und mit einem Umhang aus dem selben Stoff zu vervollkommnen.
Der Umhang sollte dann ein echter Zauberumhang werden, mit bunten, glitzernden Flatterfetzen und Federn und Blättern.
Da saß ich dann nun vor dem riesigen Haufen zerschnittenem Stoff und der Heißklebepistole und dachte mir: „Joah! Quasi fertig!“

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Unzählige Stunden und eine halbe Packung Heißklebestäbchen später war es dann soweit: Das letzte Kostümteil war fertig und ich war der festen Überzeugung: „Wenn mein Sohn Tieraufseher werden will, dann wird er der verdammt geilste Tieraufseher, den die Welt je gesehen hat!“

Und was soll ich sagen? Er wurde es!
Nicht, weil das Kostüm so extrem toll war – das war es natürlich – sondern, weil seine Augen beim Anblick des Umhangs ehrfürchtig aufleuchteten und weil er beim gestrigen Fasching sein Kostüm mit solch einer selbstverständlichen Würde trug, dass ich ihn nur stolz beobachten konnte.
Er machte wirklich allen Tieraufpassern Ehre.

Da haben sich die vielen Studen Bastelei wirklich gelohnt. Und das schönste Kompliment, dass ich dafür bekam, war: „Man sieht die Liebe, die darin steckt!“

frhoppe 10.02.2015

06.02.2016 Trauer

Trauer ist ein großes Wort,
denn Trauer heißt: Ein Mensch ist fort!
Niemals kann ich ihn mehr sehen,
niemals ich mehr zu ihm gehen.
Niemals seiner Stimme lauschen
oder liebe Worte tauschen.

Trauer ist Verlassensein,
Trauer ist: Ich bin allein!
Trauer ist sehr schwer zu tragen,
vor allem in den ersten Tagen.

Zeit verrennt und Zeit vergeht,
weil die Welt sich weiterdreht.
Schmerz vergeht und Wunden heilen,
weil wir stetig weiter eilen.

Und es kommt einmal der Tag
an dem man nicht mehr weinen mag,
an dem man merkt, da ist noch einer,
denn ganz allein, das ist doch keiner.

Trauer ist ein großes Wort,
denn Trauer heißt: Ein Mensch ist fort!
Immer ist sie doch auch Streben,
nach der Zukunft, nach dem Leben,
denn wir lernen durch die Trauer,
im Leben ist nur eins von Dauer.

Liebe und Erinnerung,
geben uns nun neuen Schwung,
denn da wo die Liebe bleibt,
bleibt auch der Mensch in Ewigkeit!

Wir haben heute meinen Onkel beerdigt! Einen geliebten, sturen, schelmischen, wundervollen Menschen!
Er wird für immer in unseren Herzen bleiben!

Was wir bergen in den Särgen ist das Erdenkleid, was wir lieben, ist geblieben, bleibt in Ewigkeit.
– J.W. von Goethe –

06.02.2016 frhoppe