23./24.01.2016 Unser Wochenende: Neues aus der Anstalt!

Unser Wochenende fing zunächst sehr entspannt an, denn wir konnten tatsächlich bis halb neun schlafen, bevor uns der kleine Mann weckte. Das Herzensmädchen war natürlich wie immer schon immer mal wieder die ganze Nacht wach, aber daran ist man ja mittlerweile gewöhnt, sodass ein ausschlafender Dreijähriger tatsächlich ein Segen ist. Da hatte Mama dann sogar richtig Lust ein schönes Frühstück zu machen, welches wir auch unglaublicherweise ohne Theater, Flecken, Jammer und Böcke zelebrativ vollzogen.
Derartig entspannt in den Tag gestartet, konnte der Rest des Tages nur noch toll werden.
Und Überraschung?! Das wurde er auch!

Der Samstag ist nämlich bei uns seit einigen Wochen zum Familientag erkoren worden. Das heißt für alle: Keine Medien, vor allem kein PC und keine Arbeit – das gilt vor allem für den Papa, der gerne mal Samstags Ämterkram erledigt und E-Mails beantwortet. Er verzieht ganz niedlich das Gesicht, wenn ich ihn freitags daran erinnere, dass „morgen der PC ausbleibt!“ Und für Mama und Papa gilt abends: Bewusst zusammen einen Film schauen, den wir beide ausgesucht haben und dabei kuscheln. Auch hier bleibt der PC aus!

Dafür machen wir viel zusammen, wobei die oberste Regel der Spaß ist, es muss keinen Sinn haben oder pädagogisch wertvoll sein.
Diesen Samstag zum Beispiel kläffte ich eine geraume Zeit in Chihuahua-Manier das Herzensmädchen an, welches sich darüber gar nicht mehr einkriegen konnte vor Lachen.
Zeitgleich krabbelte der Papa auf allen Vieren durch die Wohnung, versteckte sich hinter Ecken und sprang bellend hervor, woraufhin sich der Lieblingssohn kreischend vor Freude erschreckte.
Lustig wurde es, als er die Rollen tauschen wollte – also er den Part des erschreckenden Hundes übernahm.
Denn wohl fand er das Erschrecken sehr lustig, hatte aber das Prinzip aber noch nicht so ganz verstanden.
Wie vermutlich alle Kinder in diesem Alter kicherte er im Versteck und lugte um die Ecken.
Papa versuchte ihm das Konzept zu erklären:
„Pass auf: Du versteckst dich und ich weiß gar nicht wo du bist. Du wartest bis ich komme und DANN machst du WAUWAUWAUWAUWAU! Ganz laut.“
„Ja!“ sprachs und wuselte los.
Papa wartete einen Moment und lief hinterher.
„Dumdidum…wie gut das hier gaaaaaar kein Hund ist!“
„Doch! Ich bin hier,“ tönte es aus dem Versteck.
„Das darfst du mir nicht sagen!“ Noch sehr ruhig. „Ich gehe noch mal raus!“
Sprachs und kam ins Wohnzimmer zurück.
„Dumdidum. Ich gehe ins Schlafzimmer. Wie gut das da gaaaaaaaaar kein Hund ist!“
„Doch!“
„Nein!“ etwas energischer schon. „Du DARFST nichts sagen! DU musst warten bis ich komme und dann erschreckst du mich. Ich gehe noch mal raus.“
Papa kam zurück und drehte wieder um.
„Didumdidum…ich gehe ins Schlafzimmer, wie gut, dass da gaaaaaaaaaaaar kein Hund ist!“
„Dohoch!“
„Waaaaaaaahhhhh!“ Ein Schrei der Verzweiflung aus Papas Mund.
Irgendwie haben die zwei es dann doch geschafft, dass der Sohn den Papa „erschreckte“. Man muss aber durchaus sagen, dass die wilde Bestie eher dem Chihuahua glich, den ich imitiert hatte.

Der Sonntag war dann sehr ruhig. Irgendwie waren wir komischerweise alle seeeeeehr müde. Das nun wiederum war so gar nicht zu erklären, war doch die Nacht einfach wundervoll gewesen.
Gegen drei Uhr entschied das Herzensmädchen, dass es eine wunderbare Zeit sei für ein kleines Intermezzo.
Es begann damit, dass sie Hunger hatte! Durchaus legitim, aber nachdem sie getrunken hatte, wollte sie nicht in ihr Bett zurück. Lange Rede, gar kein Schlaf. Sie machte eine Stunde Theater bevor sie schließlich wieder einschlief.
Zum Glück war ich auch schnell wieder eingeschlummert, denn so konnte der Lieblingssohn mich wenigstens wirklich wecken, als er mir um 4 Uhr 19!!! ins Ohr brüllte: „MAMA! AUFSTEHEN! Die Sonne scheint schon!“
Ehrlich!? Ich habe keine Ahnung, was er gesehen hat und noch ehrlicher?! Es hat mich auch überhaupt null interessiert. Denn natürlich nahm das Herzensmädchen diese sanft hervorgebrüllten Worte ihres Bruders zum Anlass direkt wieder los zu theatern.
Wenig freundlich verwies ich den Sohn des Bettes, was gut möglich war, denn Papa war schnupfenbedingt ins Wohnzimmer ausgezogen, weil er – Achtung! – wollte, dass ich genug Schlaf bekomme! Konnte er ja nicht ahnen.
Auf jeden Fall war ich hinreichend mit dem wieder erwachten Herzensmädchen beschäftigt, dass nach dem erneuten Wecken den Sinn des Schlafens so gar nicht mehr erfassen konnte. Ich konnte also leider, leider nicht wirklich auf das Geplapper des Sohnes im Wohnzimmer lauschen.
Ich wurde jedoch später am Sonntagnachmittag vom Papa ins Bilde gesetzt, dass sich ein Hund im Wohnzimmer befunden habe, der das Kind die ganze Zeit ärgerte und zwickte.

Nun ja! Ich fürchte, diesen Schuh müssen wir uns wohl anziehen! 😀

frhoppe 25.01.2016

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