11.05.2015 Kitaschließwoche Tag 1! Müüüüüüdeeeeee!!!!

Irgendwann musste es ja mal passieren, so wie in jeder anderen Kita auch. Aufgrund einer Fortbildung ist unsere Kita diese Woche bis Mittwoch geschlossen – am Donnerstag ist Feiertag und Brückentage sind ja eh immer zu – also de facto die ganze Woche. Dieser Umstand ist uns schon lange bekannt, allerdings erfuhr der werte Gatte letzten Donnerstag, dass er kommenden Montag, also heute, nicht nur unbedingt arbeiten müsse, sondern auch noch in Potsdam. Hieß für uns in der Umsetzung: Er geht um halb acht aus dem Haus und kommt um halb neun wieder – also bevor die Kinder wach sind isser weg und erst nachdem sie wieder schlafen, isser wieder da! Eine weitere wichtige Info zu diesem Thema: Unser großes Kind macht keinen Mittagsschlaf!
Das sind Tage, an denen sollte man am besten einen Kaffee getrunken haben, bevor es losgeht. Unser Tag begann dann so: Pünktlich um halb acht mit dem Verlassen des Hauses seitens des Papas erwachte der Sohn. Dahin war meine Hoffnung, nach einer Nacht mit fünfmaligen Trinkunterbrechungen meines Schlafes wenigstens noch ein halbes Stündchen Augenpflege betreiben zu können. Zwar schlief die kleine Maus jetzt tief, der kleine Mann jedoch war wach – und dummerweise mit dem falschen Fuß aufgestanden. Er jammerte in einer Tour. Das schlimme an diesem Jammern ist nicht einmal die Tatsache, dass er es tut, sondern wie. Dieses monotone „huuuh, huuuuh, huuuuh!“ kann einen in den Wahnsinn treiben. Er klingt dabei wie ein Uhu mit Kratzer in der Platte!
Also erklärte ich ihm, er möge doch bitte nicht einfach jammern, wenn er Hilfe braucht, sondern mich rufen oder „Hilfe bitte!“ sagen, dann würde ich kommen. Das half. Er rief tatsächlich um Hilfe, allerdings bei jeder Kleinigkeit, was zu erfüllen sehr schwierig war, weil er zeitgleich darauf bestand, dass ich mich anziehe und ihm Frühstück mache. Um das Maß dann so richtig voll zu machen, begann die kleine Käferine zu brüllen! Chaos pur und wir erwarteten die Ankunft unserer Freundin – die von Freitag. Mit der wollten wir uns nämlich treffen, um den Kitaschließtag gemeinsam zu verarbeiten und die holte uns auf ihrem Morgenspaziergang einfach ab. Natürlich klingelte sie dann an der Tür, als ich die Kleine gerade auf dem Wickeltisch hatte, aber wenigstens bedeutete ihre Ankunft dann auch, dass sich das Problem, wie halte ich Kind 1 und 2 fest, während ich den Kinderwagen aus dem Kofferraum operiere, denn das übernahm sie für mich. War schon ein lustiges Bild – sie da vor unserer Haustür mit fünf Kindern um sich herum und an sich dran. Mit einigen weinenden, verletzten, genervten, hungrigen Hindernissen kamen wir dann aber doch irgendwann bei ihr zu Hause an.
Und das alles ohne Kaffee!!!
Den bekam ich dann in ihrer Wohnung und es wurde dann ein verhältnismäßig entspannter Tag, so entspannt wie eben ein Tag mit drei Kindern und zwei Babys sein kann. Lediglich ein paar kleinere Unstimmigkeiten gab es, wenn z.B. das Gastkind – mein Sohn – mit dem Lego des Gastgeberkindes spielt, was der aber nicht will und was wiederum das Gastkind zum schimpfen bringt, dann greift Mama 2 schlichtend ein, während Mama 1 das Baby von Mama 2 so lange hält, was nun wiederum das Baby von Mama 1 umgehend eifersüchtig macht. Hört sich kompliziert an? Ja – so fühlte es sich auch an. Trotzdem war es ein wunderschöner Tag, den wir alleine nie so toll hätten gestalten können, vor allem weil wir uns dort auch mit meiner besten Freundin via Skype unterhalten konnten. Die Ruhe hätte ich zu Hause nie gehabt. Und mein kleiner Mann hätte hier niemals so viel Spaß gehabt. Er kann zwar gut allein spielen, aber mit Freunden ist es gleich viel besser.
Zumal wir auf dem Heimweg sogar noch einen Bagger bei der Arbeit beobachten konnten. Erst beobachteten wir, wie der Bagger drei Schaufeln voll Sand auf den Berg schaufelte. Danach startete ich den ersten Versuch, den Sohn loszueisen – keine Chance! Er wollte weiterschauen. Ich gestattete ihm eine weitere Schaufel voll, dann würden wir losgehen. Doch das Schicksal wollte es anders. Während wir noch staunten, fuhr ein riesiger Kipper vor und parkte mitten auf dem Weg, damit der Bagger den Sandberg in den Kipper verfrachten konnte. Wir standen eine halbe Stunde da! Aber der Sohnemann hatte Spaß und ging danach noch ganz brav mit mir einkaufen, verzichtete sogar auf seinen blauen Autoeinkaufswagen, nachdem ich ihm erklärte, dass ich den mit Kinderwagen nicht schieben kann. Die ganze Zeit blieb er auf dem Buggyboard stehen und half zum Schluss sogar noch, die Einkäufe auf das Band zu legen.
Und weil er gerade so furchtbar lieb und zuvorkommend war, regte er sich ganz furchtbar über die Scherben und den Müll an der Bushaltestelle auf: „Mama, die haben da den Müll hingeschmissen. Das finde ich gar nicht schön!“ „Nein, Käferchen, das finde ich auch nicht schön!“ „Weißt du Mama?! Das müssen die wieder aufheben!“
Es hätte alles so schön sein können, mein Tag entspannt ausklingen, doch was sich bereits bei der Heimkehr im Treppenhaus ankündigte, setzte sich oben und während des Abendrituals fort. Die kleine Maus schrie und brüllte, weinte und meckerte. So musste ich sämtliche Aufräum-, Auszieh- und Putzarbeiten mit einer Hand erledigen, während ich mit der anderen die Tochter in der Kinderwagenschale umhertrug. Zum Glück spielte der große kleine Mann diesmal wunderbar mit. Dieser Tag war so aufregend, so viel ist passiert, dass der kleine Käfer bereits um sechs todmüde in sein Bett krabbelte. Weil er so müde war, wollte ich ihm sogar das Zähneputzen heute erlassen, doch er bestand darauf, dass das sein müsse. „Nein Mama, ich muss putzen, Papa hat extra die neue Zahnbürste mitgebracht!“ Und wie er putzte, ganz ausgiebig und gründlich und sogar mich ließ er ohne Protest nachputzen – ein absolut seltenes Ereignis in unserer Zahnputzhistorie. Und nach seinen drei Liedern und zweimaligem Zurückrufen, um „Eiei!“ zu machen, schlief er sofort ein.
Wie schon gesagt: Es hätte so schön sein können! Jetzt – um kurz nach halb neun – komme auch ich endlich dazu, mich hinzusetzen, denn genau jetzt schläft die kleine Motte, nachdem sie gestillt wurde, eineinhalb Stunden gebrüllt hat, drei Windeln gewechselt bekam und etwa eine Stunde im Fliegergriff durch die Gegend getragen wurde – alles durch mich, denn der Papa betrat eben erst das Haus.
In diesem Sinne: Ich bin soooooo müüüüüüüüdeeeee! Mal sehen, wie es morgen wird! Da sind wir bei den Großeltern!

Frhoppe 11.05.2015

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