13.08.2013 Kinderfreundliches Deutschland

Unglaublich aber wahr – es gibt sie! Die Menschen, für die ein Kind keine Umstände, sondern eine Bereicherung darstellen, die Menschen, die Mamas den Alltag mit Kind erleichtern und die nur zu gerne etwas tun, nur weil das Kind es gerne mag.

Nach einigen schlechten Erfahrungen dergestalt, dass Menschen genervt reagierten, wenn man es wagte, mit Kinderwagen in eine Bahn oder noch schlimmer, einen Bus einzusteigen, bzw. wiederholtem Ignorieren meiner Wenigkeit MIT Kinderwagen vor einer verschlossenen Tür, hatte ich schon begonnen, an der Menschheit zu zweifeln. Ich meine, Kinder sind das wichtigste und wertvollste, dass es gibt, sie sind unsere Zukunft, unsere einzige Chance dauerhaft fortzubestehen und doch reagieren viele Menschen auf sie, als seien sie ein ansteckender Krankheitskeim, zumindest aber Überträger desselben.

Und dann geschah es. Als ich am gestrigen Abend mit Freunden essen und danach bowlen war, stellte sich die Frage nach der Kontaktaufnahme, denn ich hatte nur unter folgender Bedingung Ausgang bekommen: Dass wir im Etablissement um die Ecke bowlen gehen – ich also innert weniger Minuten zu Hause sein würde – und dass ich mein Handy an der Frau habe, um den entsprechenden Anruf auch entgegen nehmen zu können. Die erste Bedingung war leicht zu erfüllen, die zweite schon schwerer, denn die Bowlinghalle befindet sich im Untergeschoss eines Einkaufscenters und verfügt über den Handyempfang eines Bunkers. Auf Nachfrage, ob ich denn bei meinem Herzensmann die Nummer der Halle hinterlegen dürfe, damit man mich im Fall der Fälle ausrufen könne, gestattete man mir dies nicht nur „selbstverständlich“, sondern gab mir auch gleich das Festnetztelefon, um dem Göttergatten Bescheid sagen zu können. Wir musste das Ausrufen nicht in Anspruch nehmen, aber allein schon die Tatsache, dass es ohne Probleme möglich gewesen wäre, finde ich super.

Heute Nachmittag kam dann das Tüpfelchen auf dem sprichwörtlichen „I“ dazu. Als ich mit meiner Schwiegermama und dem Gnom im Kaffee saß, stellten wir fest, dass er eine geheime Leidenschaft für Milchschaum hegte. Da jedoch auf einem Glas Latte Macchiato nur eine sehr geringe Menge kaffeefreier Schaum vorhanden ist, baten wir um ein bisschen Milchschaum für den kleinen Mann – und den bekamen wir. In einer eigenen kleinen Tasse, mit Keks und Löffel und noch dazu völlig umsonst!

Und auch wenn es „nur“ zwei kleine Begebenheiten waren, sind sie nicht selbstverständlich und darum sage ich: Danke! Danke, dass ihr mir den Glauben an die Menschen zurückgegeben habt!

© frhoppe 05.01.2014

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