10.08.2013 Freude ist gar kein Ausdruck!

Den heutigen Tag verbrachte der kleine Mann wieder einmal außerhäusig bei seiner Oma väterlicherseits. Den ganzen Tag genossen die beiden Lieben das schöne Wetter im Garten und gerade als ich begann den kleinen Mann zu vermissen, brachte die liebe Omi ihn mir zurück.

Da der Papa den Abend bei seinem Kumpel ausklingen lassen wollte, ging ich nach unten, um den kleinen Mann abzuholen und den Kinderwagen in den Keller zu bringen. Da der Wagen mit der geschlossenen Seite zu mir stand, entdeckte mich Baby erst, als ich um den Wagen herum ging, dann jedoch ist er vor lauter Freude fast aus dem Wagen gesprungen. Sein ganzes Gesicht strahlte vor Glück endlich seine Mama wieder zu sehen.

Nachteil des Geschehens war dann aber, dass Baby so aufgedreht war, dass es schwierig war, ihn zum einschlafen zu bewegen. Dementsprechend pissig war ich, als gegen zehn Uhr abends irgendein wahrscheinlich volltrunkener Gehirnamputierter auf unserem Hof ein Feuerwerk abfackelte, so richtig mit Knaller und so. Während es aus allen möglichen Fenstern schallte, der Verantwortliche möge doch bitte das Feuerwerk SOFORT einstellen, sah ich ängstlich nach dem Sohn. Und für aufmerksame Leser wenig überraschend – er schlief. So tief und fest, dass er sogar schnarchte.

© frhoppe 10.08.2013

09.08.2013 Ich sitze immer sicherer und Heidelbeer-Grießbrei

Mittlerweile klappt das Hinsetzen schon recht zackig. Jetzt wo der kleine Mann einmal den Dreh raus hat, wird sich eins, zwei Zack auf den kleinen Pöter befördert und dann sitzt er da und strahlt stolz in die Welt. Dabei hat Baby ein Bein nach vorne gelegt und eines nach hinten. Sieht recht amüsant aus, wie er da hockt der kleine Mann, aber es scheint nicht unbequem zu sein, sondern ihm sogar Stabilität zu geben.

Vor allem aber kann er aus dieser Position heraus ganz schnell überall hin starten. Er kann sich zur Seite fallen lassen, oder aber auch nach vorne, um dann ganz fix durch das jeweilige Zimmer zu robben. Seit neuesten ist diese Position aber auch die Startposition für den Versuch sich hinzuknien. Und erstaunlicherweise gelingt das dem kleinen Mann sehr gut, sofern er etwas hat, an dem er sich festhalten kann. Falls nicht, gibt es immer wieder kleiner Unfälle, die Baby aber erstaunlich gut wegsteckt. Meistens meckert er nur kurz und entdeckt dann weiter die Welt. Manchmal fällt der Sturz etwas schwerer aus und der kleine Mann weint vor Schreck, doch bis jetzt ist noch nichts Schlimmeres passiert.

Und wenn alle Stricke reißen, ist spätestens bei Babys Nachmittagsbrei alles wieder gut. Heute gab es zum ersten Mal Grießbrei mit Heidelbeeren. Ich muss zugeben, ich war gespannt denn den Grießbrei aus dem Glas hatte der kleine Mann ja verschmäht, aber mit dem selbstgemachten gab es überhaupt keine Probleme. Baby futterte munter alles auf und ich war ein bisschen stolz.

© frhoppe 09.08.2013

08.08.2013 Unerwartet, aber schön – Verständnis vom Professor!

Heute hatte ich ein mehr oder weniger angenehmes Gespräch vor mir, das sich aber leider nicht mehr aufschieben ließ. Schließlich möchte ich ja irgendwann mit dem Studium fertig werden.

Kurz und schmerzlos, ich musste zu meinem Prüfungsvorsitzenden zu einem Gespräch über meine Magisterarbeit. Die letzte Sprechstunde hatte ich kurzfristig absagen müssen, weil Baby mich nicht gehen lassen wollte. Jedes Mal, wenn ich den Raum verlassen habe, begann Baby jämmerlich zu weinen – daran, das Haus zu verlassen, war gar nicht zu denken.

Da nun ältere Professoren nicht unbedingt dafür bekannt sind, Verständnis für junge Mütter zu haben, sah ich dem Gespräch nicht unbedingt frohen Mutes entgegen. Ich wurde eines besseren belehrt. Besagter Professor zeigte sich sehr verständnisvoll, erkundigte sich nach dem kleinen Mann, fragte sogar, ob dieser mich heute leichter gehen hatte lassen. Und anschließend sprach er bereitwillig mit mir über die Magisterarbeit, erklärte sich bereit, mich zu betreuen, nickte mein Thema mehr oder weniger ab, sodass ich schon einmal mit der Recherche anfangen kann.

Und das ist gut so – denn ich muss bereits bis Ende des Jahres die Arbeit abgeben und wirklich anfangen kann ich erst Anfang Oktober. Ich weiß noch nicht so richtig, wie ich das machen soll, aber naja, es wird sich schon geben. Und wenn nicht, dann mach ich einfach eine Lächeltherapie beim kleinen Mann.

© frhoppe 08.08.2013

07.08.2013 Plötzlich neu verliebt!

Immer öfter, wenn ich Baby sehe, dann empfinde ich plötzlich solche Liebe und solchen Stolz, dass es mich fast umhaut. Ich stehe dann da und bin völlig überwältigt von diesem kleinen Wesen, das es binnen einer Zehntelsekunde schafft, mich zum Lächeln zu bringen und das mich so tief und monumental empfinden lässt, wie ich es mir vorher nicht einmal vorstellen konnte – und ich dachte eigentlich immer, dass ich ein emotionaler Mensch bin!

Ich kann einfach nicht anders, als zu lächeln, wenn der kleine Mann aus tiefster Versunkenheit heraus aufblickt, mich sieht und übers ganze Gesicht grinst. Wenn ich seinen kleinen Bauch knutsche und darauf puste, dann lacht er so herzhaft, dass ich mitlachen muss. Und wenn er mich morgens nach dem Aufwachen ganz zärtlich anlacht, dann wird mir ganz warm vor lauter Glück.

Ich liebe diesen kleinen süßen Mann so tief und innig und so unaufhörlich, dass ich es manchmal selbst kaum glauben kann.

© frhoppe 07.08.2013

06.08.2013 Immer noch kein Mietvertrag!

Seit geraumer Zeit haben wir eine neue Wohnung in Aussicht. Schnuckelige 56qm im ersten Stock, mit verglastem, aber komplett zu öffnenden Südbalkon und zweieinhalb Zimmern in ruhiger, aber verkehrsnaher Lage, mit einem wunderschönen Park gleich um die Ecke und Supermärkten in der Umgebung. Und das ganze sogar bezahlbar – also, für uns, meine ich!

Eigentlich ist auch alles geklärt. Schufa ist super, Bürgschaft haben wir auch, Ämter spielen mit – alles klar also! Wäre da nicht die vermaledeite Technik. Egal was unsere Vermieterin – wir sind Mitglieder einer Genossenschaft – nämlich versucht, sie kann mit unseren Mitgliedsdaten keinen neuen Vertrag anlegen. Bereits seit eineinhalb Wochen werden wir jetzt schon vertröstet, was besonders deswegen ärgerlich ist, weil wir den Mietvertrag brauchen, um beim Amt den Umzug zu beantragen.

Ich scharre also mit den Hufen, stehe in den Startlöchern, nerve den Papa mit Umzugsvorbereitungen, einfach damit ich nicht zu zweifeln beginne. Der Umzug muss einfach klappen, immerhin habe ich nicht nur Babys Zimmer bereits komplett in Gedanken eingerichtet.

© frhoppe 06.08.2013

05.08.2013 Gott sei Dank – keine Flecken mehr!

Bereits gestern waren die Flecken zurück gegangen, sodass wir guter Hoffnung waren, was den heutigen Tag angeht. Und siehe da, Baby war wieder fleckenfrei!

Dieses gefiel uns aus zwei Gründen. Der erste – nicht so schwerwiegende – war der, dass wir nun als Familie zum Geburtstag von Papas bestem Freund konnten. Ich wäre zwar auch mit dem kleinen Mann zu Hause geblieben, aber ich freute mich schon auch, dass wir den Papa begleiten konnten. Der zweite – und für mich wesentlich wichtigere – Grund war der, dass uns, vor allem aber Baby ein weiterer Arztbesuch erspart blieb.

Ich bin tatsächlich kein großer Freund von übermäßigen Konsultationen beim Kinderarzt. Versteht mich nicht falsch, ich bin mir der Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen und Krankheitsdiagnosen bewusst, aber ich bin mir eben auch dessen bewusst, dass jeder Arztbesuch für die kleinen Würmchen Stress bedeutet. Da muss man sich nur mal zurück erinnern, wie es einem selber geht, wenn man krank ist. Man möchte am liebsten das Haus nicht verlassen, schon gleich gar nicht, um Stunden beim Arzt zuzubringen. Ich bin erwachsen, ich kann mir ein Buch mitnehmen. Der kleine Mann sitzt dort im Wartezimmer auf meinem Schoß – sorry, aber bei aller Coolness, aber krabbeln lass ich den da nicht – und langweilt sich irgendwann zu Tode. Es ist laut, unruhig, tausend Krankheitskeime fliegen herum und wenn man dann endlich nach geraumer Zeit zu Frau/Herr Doktor rein darf, beginnt die Prozedur der Untersuchung, die zumindest unser Baby nicht besonders unterhaltsam findet.

Da ist es mir doch um Längen lieber, wenn wir uns hier zu Hause auskurieren können und dabei noch Zeit miteinander verbringen können, weil der kleine Mann immer besonders kuschlig wird, wenn er sich nicht wohl fühlt.

© frhoppe 05.08.2013

04.08.2013 Mama rückt näher!

Ich lausche den Klängen,
bin richtig verzückt.
Du lässt dich nicht drängen.
Ich werd‘ noch verrückt.

So nah ist das eine entscheidende Wort,
so nah und dennoch so fern.
Die Silben sind schon am richtigen Ort
und du wiederholst sie auch gern.

Doch noch weißt du nur, dass ich komm, wenn du’s sagst.
Weißt noch nicht, dass ich dieses „Mama“ bin.
Ich warte darauf, dass du zu erfassen vermagst,
dass diese Silben ergeben auch Sinn.

Denn ich weiß, dieser Tag wird sicherlich kommen
und ich sehne ihn innigst herbei.
Denn hat eine Mutter dies Wort erst vernommen,
ist alle Trauer und Missmut vorbei.

© frhoppe 04.08.2013

03.08.2013 Kein Fieber, aber mehr Flecken!

Glücklicherweise hatte Baby über Nacht kein Fieber bekommen und erwachte so munter wie eh und je. Beim morgendlichen Kuscheln bemerkten wir es nicht, aber als wir Baby schließlich wickelten, mussten wir leider feststellen, dass nun Babys gesamter Oberkörper mit diesen rötlichen Flecken bedeckt war. Auch an den Oberarmen und Oberschenkeln waren nun Flecken aufgetaucht.

Wir überlegten kurz, ob wir trotzdem zu Uromas und Uropas Brunch gehen sollten, entschieden uns dann aber dafür. Schließlich ging es dem kleinen Mann gut und er zeigte auch keinerlei Anzeichen, dass ihn die Flecken irgendwie störten oder beeinträchtigten. Zudem hatte uns die befreundete Ärztin versichert, dass Röteln nur für schwangere Frauen gefährlich sind und die gab es an diesem Samstag nicht. Das Drei-Tage-Fieber ist in 95% aller Fälle bis zum 3. Lebensjahr erledigt und auch da bestand kein Grund zur Vorsicht.

Und wenn ich bedenke, wie viel Spaß der kleine Mann heute hatte, war es ganz richtig so. Schließlich ist Lachen für die Genesung unheimlich wichtig. Wobei ich tatsächlich gut darauf hätte verzichten können, jedem Familienmitglied einzeln zu erklären, das Baby keine Hitzepickel hat und was eigentlich das Drei-Tage-Fieber ist.

© frhoppe 03.08.2013

02.08.2013 Da denkst du es ist vorbei…

… und dann bekommt dein Kind auf einmal hinter den Ohren, im Gesicht und am Hals lauter rote Flecken. Erst dachte ich noch, dass es eventuell eine allergische Reaktion auf irgendetwas ist, aber wir hatten eigentlich nichts Neues eingeführt. Im Laufe des Tages breiteten sich die Flecken schließlich aus bis runter zu den Windeln und zwar vorne und hinten.

Die modernen Eltern von heute googeln dann natürlich erstmal, waren aber hinterher noch beunruhigter als vorher – was eigentlich zu erwarten war bei undefinierbaren Punkten. Dachten wir vorher noch an einfache Hautirritationen, hatten wir jetzt die muntere Auswahl an Masern, Röteln und Windpocken, aber auch das Drei-Tage-Fieber war ein heißer Kandidat im Rennen um die Lösung des Problems.

Ich beschloss erst einmal nicht in Panik zu geraten, da Panik unweigerlich in der Rettungsstelle irgendeines Krankenhauses geendet hätte – Lektion Nr.1: Wenn mit Kindern etwas nicht in Ordnung ist, dann grundsätzlich Freitags abends – und rief eine sehr gute Freundin an, die praktischerweise Ärztin ist. Nach eingehender Befragung meiner Wenigkeit zur Problematik der Symptome konnten wir Windpocken und Masern sehr schnell ausschließen – Windpocken erkennt man, weil das nicht nur rote Flecken sind und Masern gehen eigentlich immer mit hohem Fieber und allgemeine schlechter Verfassung des Kindes einher. Da der kleine Mann kein Fieber mehr hatte und auch sonst munter wie immer nur eben fleckig war, blieben also nur noch Röteln und das Drei-Tage-Fieber übrig. Allerdings trafen auch auf keine der beiden Fleckenverursacher alle Symptome zu. Röteln gehen nicht selten ebenfalls mit Fieber einher und verbreiten sich über den gesamten Körper, was bei Baby nicht der Fall war, Arme und Beine waren nämlich fleckenlos. Beim Drei-Tage-Fieber allerdings taucht der Ausschlag normalerweise unmittelbar nach dem Abklingen des Fiebers auf und es gibt lediglich hohes Fieber und keine begleitenden Erkältungserscheinungen. Zwischen Fieber und Ausschlag lagen beim kleinen Mann immerhin vier Tage und er hatte zudem eine fette Erkältung.

Wir kamen zum Schluss, dass es beides sein könnte, wir aber eher zum Drei-tage-fieber tendieren. Da nun aber beides virale Erkrankungen sind, die weder besonders gefährlich noch konkret behandelbar sind – man kann lediglich Symptome wie Fieber oder Husten/Schnupfen bekämpfen – entschieden wir nach dem Gespräch mit der befreundeten Ärztin, dass wir abwarten werden. Sollte Baby Fieber bekommen, geht es sofort zur Rettungsstelle und wenn die Flecken bis Montag nicht verschwunden sein sollten, dann werden wir ihn noch einmal der Kinderärztin vorstellen.
Das einzige worüber ich in dieser Situation wahnsinnig froh bin, ist, dass ich dem kleinen Mann das Antibiotikum nicht gegeben habe. Denn da Babys Erkrankung höchstwahrscheinlich viral ist, hätte ich ein Mittel verabreicht, das nichts hilft und dabei noch Babys Darm schadet. Manchmal ist Bauchgefühl eben doch ein guter Ratgeber.

© frhoppe 02.08.2013

01.08.2013 Das entscheidende Wort – es rückt näher!

Bereits seit einiger Zeit brabbelt der kleine Mann munter und sehr deutlich vor sich hin. Blabla, Dada, Atta, Krrr, Agngudaba und noch einige andere Kombinationen. Es ist eine wahre Freude, ihm dabei zuzuhören, wie er die Sprache für sich entdeckt.

Zu Anfang dieser Woche kam dann ein neuer Laut dazu, ein heiß ersehnter neuer Laut. „Ma!“ tönte es aus Babys Mund, dicht gefolgt von „MmmmMam!“ Mir ist vor freudiger Erwartung fast das Herz stehen geblieben. Da Baby ja schon fast von Beginn an „Baba“ artikulierte, stand zu erwarten, dass sein erstes Wort „Papa“ sein würde. Und auch wenn mir diese Art von Wettbewerb fremd ist, wäre ich, wenn ich ganz ehrlich bin, ein bisschen traurig, wenn es nicht „Mama“ ist. Keine Frage, dass ich natürlich sofort begann wie eine Idiotin immer wieder zu sagen: „Ja, ich bin die Mama! Mama!! MAma!!! MAMA!!!! Ma-Ma!!!“ Das hatte sogar einen Effekt, nämlich das Baby ganz begeistert Mamamamamamamamam sagte. Und auch wenn das schon Musik in meinen Ohren war, ging es nicht darüber hinaus.

Und an dieser Stelle muss ich einmal betonen, wie sehr ich meinen wunderbaren Mann liebe. Sofort, als Baby anfing „Baba“ zu sagen, begann er verstärkt, das Wort „Mama“ zu benutzen. Ohne dass ich es ihm gesagt hätte – ich schwöre, ich habe keinen Ton gesagt – spürte er, dass es mir irgendwie – ich gebe zu absurderweise – wichtig ist, dass Baby zuerst „Mama“ sagt. Jetzt, wo der kleine Mann endlich den Laut „Ma“ für sich entdeckt hat, arbeitet der Papa unermüdlich daran, dass daraus ein „Mama“ wird.

Und so kam es dann, das der kleine Mann heute ein ganz zartes „Mama“ von sich gab. Ich weiß, dass es noch nicht in Bezug auf mich geschah, denn es war eher ein voneinander getrenntes „Ma Ma!“, aber ich bin mir sicher, das ist der Anfang. Bald kann er diese beiden simplen Laute der Frau zuordnen, die ihn bis jetzt 19 Monate mit Nahrung – und noch vielem mehr, aber für die kleinen Wurmis ist ja Nahrung primär wichtig 😉 – versorgt hat.

© frhoppe 01.08.2013