31.05.2013 Mittagsschlaf und Regengüsse!

Dein Mündlein gähnt, die Augen sind klein,

Du reibst immer mehr vom Schlafsand hinein.

Du bist so müde, kannst kaum mehr gucken,

geschweige denn, deinen Mittagsbrei schlucken.

Und doch kämpfst du immer noch tapfer weiter,

lächelst mich an, ganz lieblich und heiter,

als bräuchtest du gar keinen Schlaf.

Doch Mama ist älter, sie kennt die Zeichen,

dem Mittagsschlaf kann niemand entweichen.

Und schon gehen sie zu, die Äuglein, ganz sacht,

Mama wünscht noch ganz leis‘ eine gute Nacht.

Ihr Halstuch ganz fest ans Gesichtchen gedrückt,

schlummerst du ein und lächelst entrückt.

Bestimmt siehst du im Traum ein Schaf.

 

PS: Soeben haben wir unseren ersten Gewitterschauer ganz bewusst erleben dürfen. Wir standen in der Balkontür und sahen den Wassermassen zu und ich konnte förmlich sehen, was Baby dachte. Der kleine Mann starrte mit großen Augen auf den Regenguss, dann wanderte sein Blick zurück ins Wohnzimmer und wieder zurück zum Regen. Das war ein riesiges Wunder für ihn, dass vor ihm nasses Zeug vom Himmel kommt und hinter ihm alles trocken ist. Und ich bin gerade so dankbar, dass mein Sohn mir zeigt, dass so ein Regenschauer so ein völlig unbegreifliches Wunder sein kann.

© frhoppe 31.05.2013

 

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30.05.2013 Die 5. Untersuchung!

Was mein überhaupt nicht subjektives Mutterherz bereits wusste, wovon ich felsenfest überzeugt war – keiner hätte mich mit Logik oder stimmigen Argumenten verwirren können – wurde uns heute bei der U5 bestätigt.

Der kleine Mann ist „Super entwickelt!“

Also nicht nur „altersgerecht“, sondern „super entwickelt“! Stolze 71 cm hat er schon und wiegt 9680g – wir sind gerade ganz erleichtert, dass er die 10kg noch nicht geknackt hat ;). Er hat alles ganz brav mitgemacht, wenngleich er am Anfang ein bisschen skeptisch schaute, als Frau Doktor sich über ihn beugte. Er hat sogar ein bisschen zu weinen versucht, bis sie ihm sagte, dass sie ihm heute nicht wehtut, sondern nur guckt, was er schon alles kann. Da hat er sie dann ganz breit angegrinst und die körperliche Untersuchung über sich ergehen lassen. Besonders die Untersuchung der Ohren war süß, da hat er nämlich versucht sich das Ohrguckdingens zu schnappen, was Frau Doktor allerdings verweigerte. Sie wollte das partout selbst machen. Im Anschluss hat sich Baby ganz brav auf den Bauch gerollt und angefangen nach dem Spielzeug zu greifen. Und als es dann darum ging, ob er, an den Händen gehalten schon steht, da stand er so super, er wollte gar nicht mehr runter.

Ein bisschen irritiert war ich allerdings. Da ich ja Brei selber koche, fragte ich die Ärztin, ob es etwas gebe, dass ich dabei noch beachten müsse, außer den üblichen Dingen. Man will ja schließlich nur das Beste fürs Kind. Sie meinte daraufhin, also ihrer Meinung nach seien Gläschen das Beste, weil die Hersteller so stark kontrolliert seien, da wären garantiert keine Gifte drin. Bei selbstgemachten Brei könne ich das nicht so genau wissen. Naja, ich habe das mal unkommentiert stehen lassen und koche weiterhin selbst 😉

Aber dafür bietet sie etwas ganz tolles an – und zwar ohne es bezahlt zu bekommen schon seit 20 Jahren: Sie findet den Abstand zwischen U5 und U6 zu groß und darum können Eltern, so sie denn wollen, mit ihrem Kind im 9. Monat noch mal zur Entwicklungskontrolle kommen. Finde ich klasse, denn auch wenn der kleine Mann jetzt „super entwickelt“ ist, kann in einem halben Jahr viel passieren. Und wenn man zwischendurch schon etwas feststellt, kann man vielleicht schon präventiv tätig werden.

© frhoppe 30.05.2013

 

29.05.2013 Ätsch! Er kann das doch!!!

In relativer zeitlicher Nähe zur Geburt des kleinen Mannes nahmen wir den obligatorischen Termin zum Hüftultraschall wahr. Der Doktor war durchaus nett und machte einen kompetenten Eindruck auf uns, gleichwohl ereignete sich dort etwas, dass ich bis heute nicht vergessen habe – und ja, das mag nachtragend und empfindlich sein, aber ich mag es einfach nicht, dass auf das Gewicht frischgebackener Mamis geschaut wird!

Über dem Untersuchungstisch hing ein Bild von einem Baby, das auf dem Rücken liegend, mit allen vieren – also auch mit den Füßen – eine Flasche hielt und diese zum Mund geführt hatte. Der Doktor bestätigte uns, dass mit den Hüften des kleinen Mannes alles in Ordnung ist und meinte dann auf das Bild zeigend: „Schau mal, das kannst du dann also auch!“ Und dann kam es! Er warf einen Blick auf mich und meinen Bauch, wandte sich wieder dem kleinen Mann zu und sagte: „Na obwohl, wenn ich mir die Mama anschaue, wird das eher nichts!“

HALLOOOO?!!! GEHTS NOCH?!!!

1. Ich habe gerade erst ein Kind auf die Welt gebracht – entschuldigen Sie bitte, dass ich nicht gertenschlank und durchtrainiert bin!

2. Selbst wenn ich Übergewicht habe und auch schon vor der Geburt hatte, heißt das nicht automatisch, dass ich mein Kind mit ungesundem Scheiß vollstopfe und nicht auf seine Ernährung achte!

Und jetzt sag ich Ihnen mal was Herr Doktor – ganz kleinlich und kindisch: ÄTSCH!!! Mein Sohn kann das sehr wohl. Und nicht nur das, er kann nämlich auch sein Füße vor der Brust zusammen führen und beide große Zehen in den Mund nehmen! Was sagen sie nun dazu, hm? 😉

© frhoppe 29.05.2013

28.05.2013 Volle Breitseite!

Wow, da hat sie mich heute voll erwischt, die Breitseite. Peng aus dem Hinterhalt und ohne sich anzukünden war es plötzlich da, das tiefe schwarze Loch. Und da bin ich einfach so reingefallen, ganz plötzlich von jetzt auf gleich. Auf einmal war es mir zu viel, dass ich den kleinen Mann drei Mal die Woche abgeben muss, dass ich ihn so oft teilen muss, dass ich ihn in der letzten Woche wirklich wenig gesehen habe. Alle wollen sie den kleinen Mann sehen, betreuen und wenn wir einmal eine Woche ausfallen lassen müssen, dann bekommen sie Entzugserscheinungen und wollen ihn an einem anderen Tag sehen. Und ich? hat es auf einmal ganz laut in mir geschrien. Das ist mein Sohn, ich will ihn bei mir behalten, für immer, ganz nah bei mir.

Das geht natürlich nicht, das ist mir ganz klar. Es ist gut und auch absolut richtig, dass Baby so viele Bezugspersonen hat, alles Menschen, die ihn lieben und die er liebt. Ich bin auch unendlich dankbar, weil alle diese lieben Menschen es mir ermöglichen, mein Studium doch noch abzuschließen. Und als mein kleiner Engel dann um viertel sieben endlich nach Hause kam und mich anlachte, mit den Beinen strampelte und sich in einem monströsen Kraftakt seiner winzigen Bauchmuskeln aus einer halb liegenden Position in den Sitz erhob, da ging es mir auch gleich nicht mehr ganz so schlecht.

© frhoppe 28.05.2013

27.05.2013 Kino oder Mami-Sein???

…na natürlich immer Mami-Sein!

Aber schon mit ein wenig Wehmut! Denn eigentlich hatte ich mich heute mit meiner besten Freundin zum Kino verabredet. Alle Filme, die jedoch in unseren Augen sehenswert oder besser sehenwollenswert waren, fingen spätestens 17:45 Uhr an. Da ja aber der kleine Mann erst um sieben ins Bett geht – und ich lege den beim besten Willen nicht um fünf ins Bett, nur damit ich weg kann … schlafen würde der mit dem Einschlafritual, aber ich bin doch nicht bekloppt, wisst ihr wann der dann wieder wach ist? – entschieden wir uns schweren Herzens, dass wir das Kino auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Denn auch wenn der liebste Papa den kleinen Mann ganz wunderbar allein ins Bett bringen kann, ist es mir doch sehr wichtig, das mit ihm zu tun, wenn es geht. Das heißt dann allerdings unter Umständen, dass ich nicht ins Kino gehen kann, weil eben um acht kein Film mehr läuft, den meine beste Freundin und ich sehen wollen.

Überhaupt ist mein Sozialleben recht beschränkt, seit Baby da ist und da sind wir irgendwie einfach so reingerutscht. Zusammen weggehen, ist ja schon per se schwierig, einfach wegen der zu klärenden Babysitterfrage. Irgendwie fühle ich mich nämlich immer ein bisschen doof, jemanden abends von seiner gemütlichen Couch zu holen, nur damit wir ins Kino können. Aber auch alleine klappt das irgendwie nicht. Bevor man sich’s versieht, ist wieder ein Monat rum, in dem man die besten Freunde bestenfalls einmal gesehen hat.

Warum ist das so?

Es war doch früher auch ganz einfach, zum Telefon zu greifen und zu fragen: „Mensch Süße, wie sieht’s aus Kino heute Abend oder einen kleinen Cocktail schlürfen?“ Natürlich ist der Cocktail jetzt noch alkoholfrei, aber alles andere hat sich nicht geändert, oder?

Eben doch – zumindest für mich!

Ich liebe die Zeit mit meinem Sohn, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und ich liebe das alles so sehr, dass ich leider oftmals vergesse, dass es da draußen eine Welt gibt, bis der kleine Mann im Bett liegt. So ist mir heute gar nicht in den Sinn gekommen, dass man sich ja nicht nur zum ins Kino-Gehen treffen kann, sondern auch einfach so – sosehr war ich in Gedanken beim Sohn! Und darum hier der Aufruf an alle meine Liebsten: Ruft mich an, fragt mich, ladet mich/uns zum Spaziergang ein! Holt mich aus meiner Babywelt heraus. Vielleicht sage ich auch Nein, aber dann nicht, weil ich nicht mit euch zusammen sein will, sondern weil es sich organisatorisch nicht einrichten lässt. Und auch wenn ich mich nur einmal im Monat mit dem obligatorischen „Ihr fehlt mir sosehr!“-Aufschrei melde – wie es eine sehr gute Freundin kürzlich nannte – fehlt ihr mir nicht nur einmal im Monat, sondern eigentlich sogar sehr häufig.

© frhoppe 27.05.2013

26.05.2013 Freundlicher kleiner Kerl!

Da die werte Mama ja heute unbedingt wieder einmal weg musste – heute war’s der Probentag vom Chor – und sie gestern keine Möglichkeit hatte, irgendwelche Milch abzupumpen – in diesem gesamten Haus gestern gab es keinen Ort, wo das ging, man schickte mich auf die Toilette, nur gab es da keinen Strom und außerdem TOILETTE, HALLO?* – standen der kleine Mann und sein Papa heute ohne Nahrungsgrundlage da. Sicherlich hätte der Papa auftauen können, aber so langsam gehen uns diese Vorräte auch zur Neige und so beschlossen wir kurzerhand, die relative Nähe des heutigen Probenortes zu unseren Gunsten zu nutzen.

Kurz: Der Papa kam mich mitsamt Sohn in der Mittagspause besuchen, so dass ich stillen konnte! Den Brei verschoben wir ganz revolutionär auf den Nachmittag.

Nun wurde also der kleine Mann in seinem Wagen in die Mitte vieler Leute geschoben, von denen er nur wenige gut, einige wenig und wieder andere kaum kennt und nachdem er sich ausgiebig über den Anblick meiner Wenigkeit aka Mama gefreut hat und auf meinem Arm thronte, lachte er erst einmal fröhlich in die Runde. Jeder bekam sein Lächeln ab und das, obwohl Baby Mordshunger gehabt haben muss, denn er hatte seit dreieinhalb Stunden nichts gegessen. Da geht mein Mutterherz auf 😉

Leider ging der Tag nicht ganz so fröhlich weiter: Der Papa berichtete mir, das der Sohn bereits bei der Breifütterung aus heiterem Himmel wie am Spieß anfing zu schreien und erst nach einiger Zeit wieder zu beruhigen und weiterzufüttern war. Als ich ihn dann nachmittags in seine Wiege legte, wiederholte sich ebenjener spitze, hochfrequente Schrei, gefolgt von herzzerreißendem Weinen. Wir versuchten zu trösten, Nucki zu geben, zu singen und schließlich gaben wir dem kleinen Mann den gekühlten Beißring und es war schlagartig erleichterte Ruhe. Also vielleicht kommen ja diesmal wirklich die Zähne!

Und trotz der Schmerzen lachte er uns zwischendurch immer wieder an, schäkerte mit uns und war gut drauf – freundlicher kleiner Mann!

*Eine liebe Freundin, welche die Veranstalterin kennt, meinte, ich solle dieselbe fragen, ob ich in ihr Büro darf, aber erstens war sie nicht aufzutreiben und zweitens war mir das dann doch zu blöd – nur um der Vollständigkeit Genüge zu tun!

© frhoppe 26.05.2013

25.05.2013 Der plappert, was das Zeug hält!

Und wieder gibt es eine Geschichte zur Nacht, denn heute war die Mama den ganzen Tag unterwegs – die alte Rumtreiberin – dementsprechend, kann sie natürlich auch nicht viel erzählen zum Thema: „Was hat mein Kind heute gemacht!“ Es reicht aber auch was er letzte Nacht gemacht hat! Dieses Mal hat er sich nämlich zwar nicht vollgepinkelt und auch alle anderen unschönen Dinge da gelassen, wo sie hingehören, dafür hat er uns auf andere Weise zum Lachen gebracht.

Nachdem ich den kleinen Mann gestillt und der Papa den Windelwechsel zur Nacht vorgenommen hatte, bekam Baby noch die andere Brust, zum Einschlafen. Das machen wir nach dem ersten Wachwerden immer so, dann schläft er nämlich länger. Jedenfalls dauerte es nicht lange und der kleine Mann war wieder in tiefem Schlummer versunken, so dass ich das Zimmer noch einmal verlassen konnte. Kaum war ich jedoch draußen, ging das Geplapper los: Bababab, Dada – tiefer Seufzer – in höherer Tonlage dann weiter mit Babaaga, dadadada – wobei er immer tiefer wurde – dann folgte wieder ein Seufzer von Herzen und so ging das ganz bestimmt 10 Minuten lang. Eine richtige Geschichte hat Baby da erzählt, wenngleich der Zuhörer, dem Seufzen nach zu urteilen wohl etwas begriffsstutzig war. Warum sonst hätte der kleine Mann ihm alles zweimal erzählen müssen.

Wir waren hin und weg, von dem fröhlichen Gequassel, dass schon richtig nach Inhalt klang, den wir nur nicht verstehen können. Und als wir uns dann leise anschlichen und um die Ecke spähten, welches Gesicht unser Sohn wohl beim Erzählen macht, schaute er uns so ertappt mit großen Augen an, dass wir beide einfach lachen mussten. Dies wiederum entlockte dem kleinen Sonnenschein in so strahlendes Lächeln, dass wir völlig vergaßen, dass er ja eigentlich schlafen sollte und nicht quatschen.

© frhoppe 25.05.2013

24.05.2013 Baby in Hochform!

Gestern Nacht, es mag so gegen 1 Uhr gewesen sein, erwachte der kleine Mann wie immer mit GROSSEM Hunger. Er konnte es gar nicht erwarten, dass ich ihm die Quelle anreiche, so dringend war sein Bedürfnis nach Nahrung – selber schuld! Wer abends lieber mit seiner Spieluhr spielt, statt zu trinken, hat halt nachts Hunger!

Wie immer war nach dem Stillen das nächtliche Windeln dran. Da wird dann die tagsüber völlig genügende Discount-Windel gegen den Ferrari unter den Windeln ausgetauscht, weil die eben wirklich länger trocken hält. Bei zwei bis drei Stunden gibt es da noch nicht wirklich einen Unterschied, auch noch nicht bei drei bis vier, aber nach 9 Stunden Schlaf ist der Pöter des kleinen Mannes mit dem Ferrari halt doch wesentlich trockener, als mit dem Volkswagen.

Ich hatte nun Baby gerade von seinem Volkswagen befreit, um ihm den Ferrari anzulegen, als ich daran dachte, ihm ein Taschentuch über seinen gefährlichen kleinen Wutz zu legen – Schaden macht ja bekanntlich klug und er hatte uns schon des Öfteren angepinkelt! Ich wähnte mich also ob der Taschentuchsperre in Sicherheit und in der Tat, ich war es auch. Nicht so Schlafanzug und Body des kleinen Mannes. Baby schaffte es nämlich tatsächlich, am Taschentuch vorbei, beides komplett vollzupinkeln. Naja, alle Eltern wissen, welche Freude es macht, nachts dass Kind komplett neu anzuziehen – wobei ich präzisieren muss: dem Kind bereitet dies durchaus große Freude! Vor lauter Freude hat er dann gleich noch mal gepinkelt. Und weil ich ja nicht davon ausging, dass in dem Kind noch was drin ist, hatte ich das durchweichte Taschentuch bereits von Babys Wutz entfernt. In der Folge pinkelte er nicht nur seine frisch untergelegte Ferrari-Windel, sondern auch sich und dann noch meine eilig über den Wutz gehaltene Handfläche voll. Gott sei Dank hatte ich noch keine neuen Klamotten in Reichweite gelegt.

Keine Frage, dass nach dieser Aktion der kleine Mann hellwach war!

Dafür hat er aber heute nicht nur bis halb zehn geschlafen – nur von einem kurzen Stillen gegen sechs unterbrochen – sondern auch den gestern mühsam hergestellten Möhren-Kartoffel-Brei mit einem solchen Genuss gegessen, dass alles andere wieder vergessen war.

© frhoppe 24.05.2013

23.05.2013 Das Chaos …

… nimmt seinen Lauf, und zog in unsere Küche ein!

Völlig erschöpft sitze ich hier und versuche nicht an den katastrophalen Zustand meiner Küche zu denken! Aufmerksame Leser erinnern sich an unseren festen Vorsatz Babys Brei selbst zu kochen. Nun, der steht auch noch, allerdings gestaltet sich das in meiner Küche – ungefähr ein halber Quadratmeter Arbeitsfläche, wenn ich die zugeklappte Waschmaschine berücksichtige – doch etwas schwieriger als gedacht. Vor allem, wenn man – so wie wir zwei Chaoten -.-‚ – gleich ganz ambitioniert drei verschiedene Breis kochen will und das, während Mama die Migräne ihres Lebens hat.

Aber von vorne: Es sollte also Möhren-Kartoffel-Brei geben, ebenso Sellerie-Hirse-Brei, ferner noch Kürbis-Kartoffel-Brei mit Reisflocken! Zunächst ganz einfach, allerdings begann das Problem schon bei den Reisflocken. Ich schickte den Mann einkaufen und ooh Wunder, er fand keine Reisflocken beim Discounter mit dem großen blauen A, hatte aber auch keinen Nerv mehr, noch in den ebenfalls im Center befindlichen weiteren Einkaufsgelegenheiten nach welchen zu suchen. Also keine Reisflocken! Naja, das Baby-Kochbuch sagte, Reisflocken sind im Prinzip Reis, nur leichter zu verarbeiten, als derselbe, also nahm ich dann einfach Reis.

Das nächste Problem tauchte in der unscheinbaren Gestalt eines Gemüseschälers auf, von welchem wir nur ein Exemplar besitzen! Möhren = Schale, Sellerie = Schale, Kürbis = Schale, Kartoffeln = Schale und dann nur ein Schäler. Es dauerte also alles etwas länger. Nun Gott sei Dank war die liebe Oma mit dem kleinen Mann ausgiebig spazieren und den Opa besuchen, so konnten wir dann wenigstens das Gemüse schon einmal präparieren. Zwischenzeitlich bin ich dann immer mal wieder auf der Couch in einem unfreiwilligen, von den Kopfschmerzen geforderten Schläfchen zusammengesunken, aber schließlich waren wir dann doch mit der Schnippelei fertig.

Das Kochen lief dann halbwegs reibungslos – okay, die doofe Hirse ist ein bisschen angebacken, aber das wars dann auch schon – und dann kam das einmachen! Wir haben uns nämlich ganz schlau gedacht, dass man den Brei ja ganz wunderbar in diesen Babygläschen einmachen könnte, so wie Marmelade und Apfelmus halt auch! Denkste Puppe. Zunächst einmal sind nicht alle Deckel kompatibel mit jedem Glas. Der Herr, der mit seinem Namen für sein Produkt steht, will offenbar nicht, dass seine Gläschen mit dem Deckel einer Fremdmarke verschlossen werden – umgedreht passt allerdings jeder Deckel auf seine Gläschen. Da steht man dann und hat Gläschen, auf die kein Deckel mehr passt, und muss rausfinden, wo jetzt der Fehler liegt – ist ein bisschen wie die Lösung des berühmten Zauberwürfels. Schließlich hatte dann aber jeder Topf einen Deckel und weil aber dieser Vorgang so lange gedauert hatte, beschlossen wir, die Gläschen noch mal einzukochen, damit sie auch wirklich verschlossen sind – wie bei Marmelade oder Apfelmus halt auch! Denkste Puppe. Ganz offensichtlich sind die Gläschen nicht dafür gedacht, noch einmal befühlt und verschlossen zu werden. Es gab einen Knall und alle Deckel lagen wieder lose auf den Gläschen. Wenigstens war aber der Brei noch drin und keine Wasser eingedrungen.

Wir haben dann beschlossen, dass wir ab sofort doch alles portionsweise einfrieren. Apropos, hat jemand Eiswürfelbehälter, die er gerade nicht braucht?

© frhoppe 23.05.2013

22.05.2013 Dieses Lächeln!

Dieses Lächeln, dass du jeden Morgen schenkst,

dieses Lächeln ganz breit und verschmitzt,

dieses Lächeln, dass immer ganz plötzlich erscheint

und hinter dem reine Freude steckt.

*

Dieses Lächeln, das zeigt, dass du an uns denkst,

dieses Lächeln, wenn du endlich sitzt,

dieses Lächeln, dass Schalk und Liebe vereint

wird niemals von Arglist verdeckt.

*

Und egal, wohin deine Wege du lenkst,

auch wenn du im Zorn dich erhitzt,

ich hoffe, dass stets dieses Lächeln keimt

und stets zur Sonne sich reckt!

© frhoppe 22.05.2013