31.03.2013 Zeitumstellung – vielen Dank, du Arsch!!!

Noch darf ich lästerlich fluchen, weil der kleine Mann es nicht versteht, also mache ich heute davon auch Gebrauch. Denn mit der Zeitumstellung hat uns der Osterhase ja wirklich ein tolles Ei ins Nest gelegt. Keiner will sie, keiner braucht sie, eigentlich macht sie nur Umstände und doch müssen wir sie jedes Jahr mitmachen. Ich war noch nie ein Freund dieser blöden Umstellerei – im Winter zurück, im Sommer vor oder doch andersrum oder vielleicht doch ganz anders. Ich bin jedes Mal wieder froh, dass das von Samstag auf Sonntag passiert, denn sonntags hat man in der Regel keine Termine – wobei ich mich jedes Mal frage, wie viele Menschen wohl nach der Zeitumstellung zum Gottesdienst zu spät kommen.

Jetzt, wo wir Eltern sind, kommt noch eine neue Dimension dazu, denn was uns nur ärgert, wir uns aber noch logisch erklären können, stößt beim kleinen Mann auf völliges Unverständnis. Der weiß nämlich nichts davon, dass die Uhr jetzt um sieben und damit Schlafenszeit sagt. Sein kleiner Körper behauptet steif und fest, es sei erst um sechs und um sechs gehen wir sonst nie ins Bett. Hat er ja Recht, aber heute und das nächste halbe Jahr ist es eben schon um sieben. Nur können wir ihm das noch nicht erklären. Dazu kommt, dass es ja mit der dämlichen Umstellerei schlagartig um sieben noch taghell ist. Bis jetzt konnte sich der kleine Mann langsam an die immer längere Helligkeit gewöhnen. Heute lag er im Bett und sah mich mit großen Augen an: „Wie jetzt, schlafen? Ist doch noch hell?“

Warum hat eigentlich keiner von diesen schlauen Erfindern der Sommerzeit den Biorhythmus der Menschen bedacht oder noch viel besser, das Nervenkostüm der Eltern – mir graust es nämlich schon vor der Zeit, wenn unser Kind darüber diskutieren kann, ob er müde ist oder nicht. Zumal ja der eigentliche Zweck der Zeitumstellung – die Einsparung von Strom nämlich – nicht erfüllt wird!

Vielleicht ignorieren wir die Zeitumstellung nächstes Jahr einfach, hat ja heute auch schon gut funktioniert. Da haben wir nämlich die einzige Uhr, die noch nicht umgestellt war, als Orientierung genommen und sind prompt eine Stunde zu spät losgegangen. Dabei zeigte sich aber ein Vorteil der Elternschaft, denn unser Gastgeber hatte die Schuld für unsere Verspätung schon ganz automatisch dem Kind zugeschoben. Passiert ja schließlich öfter, dass man in den Startlöchern steht und dem kleinen Mann einfällt, dass ihm seine Windel eigentlich zu leer ist.

© frhoppe 31.03.2013

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30.03.2013 Baby- oder doch besser Uni-Blues?

Ob’s das miese Wetter zu Ostern ist oder der Wachstumsschub des kleinen Mannes oder vielleicht auch der Schlafmangel im Moment, irgendwie macht es mich heute so richtig fertig, dass ich nächsten Montag – also am 08.04. – wieder in die Uni muss. Ich weiß, dass andere Mamis viel früher wieder ran müssen und dann auch gleich fünf und nicht „nur“ drei Tage, aber das ändert nichts daran, dass ich noch nicht bereit dafür bin. ICH WILL NICHT!!! – und ja, jetzt stampfe ich gerade mit dem Fuß auf und verschränke bockig die Arme vor der Brust.

Das blöde ist, dass es keine Alternative gibt, wenn ich mein Studium noch abschließen will. Ich habe nämlich nur noch bis März 2014 Zeit und mindestens ein Semester braucht man für die Magisterarbeit. Also muss ich alle noch nötigen Kurse in diesem Sommersemester abarbeiten. Eigentlich sind es nur 8 Kurse – sechs, wenn sich die Prüfungsvorsitzende in Französisch gnädig zeigt und mir die zuviel besuchten Kurse aus dem Grundstudium anerkennt – aber die sind so blöd verteilt, dass ich eben an drei Tagen in die Uni muss, statt nur an zweien. Und die haben es dann auch noch in sich. Dadurch, dass ich eineinhalb Stunden bis zur Uni brauche – und das gleiche dann noch mal zurück – muss ich Dienstags um acht aus dem Haus und bin abends um halb acht wieder zu Hause und Mittwochs muss ich um sechs los, bin aber dafür schon um halb vier wieder da. Ich sehe also am Dienstag meinen kleinen Mann GAR nicht – erst recht, wenn ich danach noch zum Chor gehe, der bis um neun probt. Ich will das nicht, ich möchte das nicht, ich mag das nicht und ja, ich habe Angst davor!

Denn die Konsequenz aus der ganzen Uni-Fahrerei ist natürlich auch, dass ich, da ich noch voll stille, in der Uni abpumpen muss, damit der kleine Mann nicht hungern muss und auch damit die Milch weiter in der richtigen Menge produziert wird – je weniger ich stille respektive abpumpe, desto weniger Milch produziert der Körper nämlich. Heißt also: trotzdem regelmäßig abpumpen. Schaffe ich das zwischen den Kursen? Und wohin mit der Milch? Gibt es an der Uni eine Kühlmöglichkeit? Oder muss ich das wegschütten? Im Moment schießen mir einfach all diese Fragen durch den Kopf und irgendwie werden die immer größer und durcheinanderer – ich weiß das Wort gibt’s nicht, aber es passt!

Mein Trost ist, dass der kleine Mann gut versorgt ist, wenn ich nicht da bin. Aber auch wenn ich weiß, dass ich ohne all die lieben, hilfsbereiten Omis und Opis mein Studium in den Wind schreiben könnte, sagt da dieses leise Stimmchen: Das ist mein Baby, ich muss mich doch drum kümmern!

© frhoppe 30.03.2013

29.03.2013 Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt!

Man, der stresst mich heute irgendwie – oooh guck doch mal wie süß der ist! So oder so ähnlich ging es heute den ganzen Tag, denn anscheinend hatten wir heute beide so einen „Mit-dem-linken-Fuß-aufgestanden“-Tag. Also Baby und ich!

Der kleine Mann ist ja im Moment sowieso immer sehr wechselhaft in seinen Stimmungen. Was gerade eben noch lustig war, kann im nächsten Moment herzerweichendes Weinen auslösen. Hinlegen ist auch nicht gerade sein Freund im Moment und wehe, WEHE!, der Papa wagt es etwa zu niesen, dann ist Land unter – na ja, zu Babys Verteidigung, der niest aber auch laut. Und vor allem plötzlich, ganz ohne Vorwarnung. Im Wesentlichen aber doch alles wie immer – Wachstumsschub halt! Nur heute kam dazu, dass ich angesichts des Wetters – HALLO FRÜHLING? ES IST OSTERN – WIE WÄRS MAL MIT SONNE UND SO!!! – das uns höhnisch mit einem weißen Wunderland begrüßte, nicht die allerbeste Laune und auch schlecht geschlafen hatte und allgemein etwas leidend war. In Kombination mit der Tatsache, dass der kleine Mann heute wirklich jede Stunde trinken wollte und wir – dank des Mistwetters – nicht spazieren gehen konnten, so dass Baby bei mir im Tragetuch sein Schläfchen halten musste*, war ich dann irgendwann etwas angestrengt, als der kleine Mann zum zwanzigsten Mal ohne ersichtlichen Grund anfing zu weinen.

Das tolle ist aber – und ich glaube, das hat Mutter Natur extra so eingerichtet – dass unsere kleine Stresspustel immer genau in dem Moment, wo ich anfing gestresst zu sein, irgendetwas so Süßes gemacht hat, dass ich gar nicht anders konnte, als zu lachen und wieder gut zu sein. Erst hat er ganz glucksend aus dem Zwerchfell heraus gelacht – ich liebe dieses herzhafte Kinderlachen -, dann hat er mühsam versucht, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen und sah dabei unfreiwillig so komisch aus, dass ich nicht anders konnte, als zu lachen und immer wieder hat er es geschafft uns ein verliebtes Lächeln inklusive „Du bist so süß“ zu entlocken, indem er aus tiefstem Leiden, glücklich lächelte, nur weil er einen von uns entdeckte. Und schlussletztendlich ist er heute wieder ganz ohne Probleme eingeschlafen.

Ich danke dir, du kleines Wunder, dass du es mir unmöglich machst, lange genervt von dir zu sein!

 

* Unser kleiner Mann schläft tagsüber wahnsinnig schlecht. Allerhöchstens mal eine halbe Stunde am Stück, sofern er nicht im Kinderwagen spazieren gefahren wird oder im Tragetuch an meiner Brust schlafen darf.

 

© frhoppe 29.03.2013

28.03.2013 Jedes Detail ist wichtig!

Wir sind tatsächlich zu SOLCHEN Eltern geworden. Solchen Eltern, die auf die einfache Frage „Wie geht es euch?“ einen kompletten Ablauf des Tagesverlaufs ihres Babys mitsamt Schlafdauer, Häufigkeit der Mahlzeiten und ja auch Einzelheiten über den Stuhlgang preisgeben. Ich möchte mich an dieser Stelle mal dafür entschuldigen, denn wir können nicht anders.

Es ist einfach alles, ALLES so wichtig und entscheidend und überhaupt weltbewegend. Und wir haben auch einfach kein Verständnis dafür, dass es anderen angesichts unseres phänomenal tollen Babys etwa nicht so gehen könnte. Wie kann es nicht wichtig sein, ob der kleine Mann fast sieben oder acht Stunden geschlafen hat – okay, das kam jetzt schon länger nicht mehr vor, aber so vom Prinzip her, meine ich. Wie kann es denn uninteressant sein, dass das kleine Fressmonster andauernd trinken möchte – zumindest kommt es Mama Milchkuh so vor – und wie kann es denn für andere nicht komisch sein, dass unser Baby schon wieder seine Windel gesprengt hat, wo wir doch beinahe am Boden lagen vor Lachen?

Nun, die denke, der entscheidende Faktor ist, dass wir die Eltern dieses Wunderwesens sind. Genetisch bedingt, finden wir Dinge grandios, die anderen ein müdes Heben der Augenbraue entlocken, schließlich stammt der kleine Mann jeweils zur Hälfte von Mama und Papa ab. Wäre ja blöd, wenn wir uns selber nicht gut finden würden.

© frhoppe 28.03.2013

27.03.2013 Wohnungen? Hier? – Na ich bin mal gespannt!

Man könnte sagen, jetzt ist die schöne Zeit endgültig vorbei. Nicht nur, dass ich in zwei Wochen wieder an drei Tagen die Woche in die Uni muss – oh mein Gott, wie soll ich es nur schaffen, so oft von meinem Baby getrennt zu sein – es steht auch die Mutter aller Übel an: Die Wohnungssuche!!!

Nachdem unser kleiner Mann munter weiter futtert und wächst, so dass absehbar ist, dass er in kürzester Zeit nicht mehr in sein Beistellbett passt, müssen wir uns auf Wohnungssuche begeben. Wir haben nämlich keinen, aber auch wirklich so gar keinen Platz für ein Kinderbett. Also los geht’s! Was schon normalerweise nervig genug ist, wird umso nervenzehrender, da die Wohnungssituation in unserer näheren und weiteren Umgebung unmöglich ist. Man bekommt zwar Wohnungen, aber entweder sind das Eigentumswohnungen oder der Mietpreis lässt die berechtigte Frage zu, ob man die Immobilie nicht doch auf Raten kauft. Wohnungen, die in unserem Budget liegen, sind zwar vorhanden, aber zum einen nicht in unserer Nähe – wir sind ja auf Betreuung des Kindes durch diverse Omas und Opas angewiesen – und zum anderen meistens leider unsanierte Plattenbauwohnungen im 7. Stock! Oder so.

Kürzlich gab es einen Lichtstreif am Horizont – in unserer Genossenschaft war die perfekte Wohnung frei. 3 Zimmer, 67 qm, Wannenbad, verglaster Balkon, nur ein paar Straßen weiter und das alles zu einem halbwegs bezahlbaren Preis. Bekommen haben wir sie nicht. Nicht etwa, weil wir keine Chance gehabt hätten. Nein! Weil die Wohnung WBS-pflichtig* war. Wir bekommen definitiv einen. Nur zieht sich die Bearbeitung unseres Antrages auf WBS jetzt seit etwa drei Monaten hin und wie mir unsere Genossenschaftsdame erklärte, wird das auch noch etwa drei Monate dauern, der Bezirk in dem wir wohnen, brauche dafür am längsten, woanders dauere das zwei Wochen. Und da sie bereits ein Paar habe, bei dem der Schein vorliegt, könne sie uns leider nicht bevorzugen. Die Frechheit daran ist, dass die WBS-Wohnungen auf Anordnung der Ämter zu solchen gemacht werden mussten. Dann sollen die doch bitte dafür sorgen, dass ausreichend Personal da ist, um die Anträge zeitnah zu bearbeiten!!!

Ein Gutes hatte die Sache doch. Die Dame von der Genossenschaft ist jetzt im Bilde, dass und – dank eines Bewerberbogens, den sie sogar persönlich abgeholt hat – was wir suchen und hat uns versprochen uns immer sofort anzurufen, wenn sie die Kündigung einer passenden Wohnung in der Hand hält. Es gibt also noch Hoffnung, dass wir unser Kind nicht demnächst in einer Hängematte unter der Decke schlafen lassen müssen!

 

*Wohnberechtigungsschein

© frhoppe 27.03.2013

26.03.2013 Lieben & Hassen

Ich liebe es, wenn du glücklich bist,

Wenn alles an dir ein Lachen ist,

Wenn du strahlst, sobald wir den Raum betreten.

 *

Ich liebe es, wenn deine Augen strahlen,

Wenn ich dir zuhören darf, beim Laute malen,

Wenn du ganz mutig all die Dinge probierst.

 *

Ich liebe es, dass du schon deinen Namen kennst,

Dass du manchmal schon sieben Stunden pennst,

Dass du glücklich bist, wenn wir dich einfach nur halten.

 *

Ich hasse es, wenn du weinst vor Schmerz,

Ich hass’ es zutiefst, aus ganzem Herz,

wenn dein Bäuchlein dir wieder mal Ärger macht.

 *

Ich hasse es, wenn du unglücklich bist,

wenn alles an dir nur noch Weinen ist,

wenn nichts, was ich tue, dir helfen kann.

 *

Doch auch wenn ich es hasse, weiß ich eines gewiss:

Dass es allein meine Nähe ist,

die jedes Leid dir erträglich macht.

 *

Ich liebe es, dass dies genug für dich ist,

dass du mit Liebe zufrieden bist,

dass Liebe für dich noch das wichtigste ist.

© frhoppe 26.03.2013

25.03.2013 Ich kenne meinen Namen!!!

Wie ich ja schon ein paar mal geschrieben hatte, übernehmen montags immer die lieben Urgroßeltern das Babyhüten, damit Mama wenigstens ab und zu mal dazu kommt, was für die Uni zu machen. Heute war also wieder Oma- und Opa-Tag.

Nach einer mehr oder weniger guten Nacht – immerhin durfte ich fast sechs Mal eineinhalb Stunden schlafen, nur leider nicht am Stück – hatte ich schon die Befürchtung, dass es heute wieder ein etwas schwierigerer Tag wird. Davon hatten wir nämlich in letzter Zeit einige, was vielleicht doch an einem von den berühmten Schüben liegt.* Tatsächlich ist es so, dass unser Baby weniger – sprich kürzer – schläft, wieder öfter trinken will, sich dabei aber schnell ablenken lässt und – mangels eines besseren Begriffs, den folgenden finde ich nämlich für Babys grundsätzlich nicht zutreffend – launisch ist. Von einer Sekunde auf die andere kann seine Stimmung umschlagen. Dafür kann er aber, wie ich gestern erwähnte, immer mehr neue Sachen.

Heute hat er sich wieder eine dreiviertel Stunde mit seinem Rainforest Activity-Center beschäftigt, indem er durch wilde Bewegungen immer wieder die Musik angemacht hat – die Erkenntnis, dass er durch seine Handlung die Musik beeinflussen kann, hatte er neulich noch nicht und sie bereitet ihm große Freude. Auch seine Bewegungen werden immer koordinierter. Bei den Urgroßeltern hat er nachmittags seinen Plastiklöffel immer ganz gezielt in den Mund genommen und das obwohl er noch voll gestillt wird und daher keine Erfahrungen mit Löffeln hat. Das war aber noch nicht alles. Als der Opa ihn heute bei seinem Namen rief, hat er das erste Mal ganz bewusst darauf reagiert, indem er aus tiefster Versunkenheit heraus, erfreut den Opa ansah. Das war so wunderschön mit anzusehen, wie er wirklich und wahrhaftig seinen Namen gehört und dann daraufhin den Kopf in die Richtung gedreht hat.

Im Moment passieren einfach so viele Sachen. Ich habe den Eindruck, dass der kleine Mann täglich etwas Neues lernt. Wir Erwachsenen können uns gar nicht mehr vorstellen, wie viel Kraft das kostet. Und da ist es dann auch völlig in Ordnung, wenn Baby etwas weinerlicher als sonst ist und wieder etwas mehr bei Mama sein möchte.

 

* Nach den in „Oje, ich wachse“ besprochenen Schüben, findet um die 19. Lebenswoche herum der vierte Schub des Babys statt. Wen eine ausführliche Beschreibung des vierten Schubes interessiert, der lese doch bitte auf Seite 129 in „Oje, ich wachse!“ von Hetty van den Rijt und Frans X. Plooij nach.

© frhoppe 25.03.2013

24.03.2013 Endlich mal wieder…!

Heute war ein toller Tag mit Baby! So ein richtig typischer fauler Sonntag. Na ja, nicht ganz so faul, weil der Papa sich um den Haushalt gekümmert hat und wir einen schönen langen Spaziergang gemacht haben, aber vom Grundsatz her war’s einer.

Wir haben nämlich endlich mal wieder als kleine Familie so richtig viel Kuschelzeit verbracht. Ganz viel Schmusen mit Mama und Papa, das fand der kleine Mann so richtig toll. So toll sogar, dass er heute aus dem Quatschen nicht mehr heraus kam. Wie ein Wasserfall gurgelte – ich meine nicht das Sabbern, auch wenn es mengenmäßig hinkommen würde – und quietsche Baby vor sich hin. Uff, Ooh, Aaagh, Chrr, Grrr, Hei und noch allerhand andere Geräusche. Und überhaupt war er heute unglaublich aktiv. Auf dem Bauch liegend, hat er das Köpfchen so hoch wie noch nie gehoben und im Flieger hat er sich heute nicht nur gestreckt, sondern auch eindeutige Krabbelbewegungen gemacht. Auch sein Regenwald-Activitycenter wurde heute exzessiv bespielt. Das hat so eine Funktion, bei der die Musik stoppt und nur weiterspielt, wenn der kleine Mann ordentlich strampelt. Das hat Baby heute das erste Mal ganz bewusst ausgetestet. Strampeln – Musik kommt – FREEEEEUUUU!!!! Dann kurz zuhören, bis die Musik aufhört und dann wieder: Strampeln – Musik kommt – FREEEEEUUUU!!! Sooooo süß!!! Und als dann noch Mamas beste Freundin für ein Stündchen vorbei kam, war der Tag für Baby perfekt, denn die Gute hatte noch genug Kraft in den Armen um noch einmal ausgiebig den Flieger zu praktizieren. Das süßeste dabei war, dass er sich – an ihren Beinen lehnend – immer schon durchstreckte wie im Flieger, obwohl er noch unten war. Als wollte er sagen: „Noch mal, ja?“

Heute ist wieder so ein Tag, wo ich voller Verwunderung darüber bin, wie viel Liebe auf einmal man für ein so kleines Wesen empfinden kann. Vergessen sind Rücken- und Kopfschmerzen, Schlafmangel und lahme Arme. Und das alles nur, weil der kleine Mann so einen tollen Tag hat.

© frhoppe 24.03.2013

23.03.2013 Mein Baby!

Du bist mein Baby, du bist mir so wichtig,

Ich möchte dich nie mehr missen.

Möchte dich knuddeln und lieben und herzen und küssen

Alles andre wird null und nichtig.

 *

Ich liebe dich ewig und jeden Tag mehr.

Mein Herz quillt fast über vor Liebe für dich.

Am liebsten hätt’ ich dich immer für mich.

Doch auch die anderen lieben dich sehr.

 *

Sie wollen dich sehen, vermissen dich herzlich,

wenn du lang nicht bei ihnen bist.

Und was eigentlich Grund nur zur Freude ist,

empfinde ich manchmal auch schmerzlich.

 *

Ich muss dich teilen, bin doch noch nicht so weit,

dich so bald ziehen zu lassen.

doch weiß ich genau, ich muss mein Herz fassen

denn für dich ist es längst schon so weit.

 *

Sie alle, sie haben so viel Liebe zu geben,

werden sich nie weit von dir entfernen.

Und um wirklich richtig fliegen zu lernen,

brauchst du Unmengen an Liebe im Leben.

© frhoppe 23.03.2013

22.03.2013 IMFEN – Die vorerst letzte Klappe!

Tja, kaum aus dem Urlaub zurückgekehrt, stand heute der nächste Kinderarzttermin an. 10 Uhr morgens bei Frau Doktor in der Praxis – zum Impfen! Wir haben das Ganze ja immerhin schon zweimal durch, wussten also so langsam was auf uns zukommt – dachten wir zumindest…

Dieses Mal hatte der kleine Mann erstaunlich gute Laune, als er zu Frau Doktor rein musste. Gelacht hat er, gegurrt und geschäkert, dass sich die Ärztin richtig gefreut hat. Und dann kamen die Spritzen. Wie immer: Eine links in den Oberschenkel, eine rechts. Heute hat mal der Papa das Kind gehalten. Sah auch ganz gut aus, denn die erste Spritze ging sogar ganz ohne Protest rein. Frau Doktor äußerte sich sogar schon erfreut. Vielleicht war es das, vielleicht auch die Tatsache, dass er mich etwas entfernt sitzen sah … auf jeden Fall begann er auf einmal ganz herzerweichend zu weinen. Soweit, so schlecht, das kannten wir ja auch schon. Womit wir nicht gerechnet hatten, war die Tatsache, dass so ein kleines Würmchen mit vier Monaten schon so viel Ausdruck im Gesicht hat. Wie er mich angesehen hat … dicke Tränchen kullerten, die Augen weit aufgerissen, die Unterlippe vorgeschoben und dann dieses zitternde Schluchzen … furchtbar!!! Unser Trost ist, dass wir jetzt ein Jahr Ruhe haben, bevor die nächsten Impfungen dran sind.

Ach ja und natürlich der Umstand, dass sich unser Sohn wieder einmal aus Rache derartig beschissen hat, dass wir ihn komplett umziehen mussten. Und das hat er nicht etwa gleich gemacht. Nein, er hat bis ungefähr 10 Minuten bevor der Fotograf kam, gewartet.

© frhoppe 22.03.2013