28.02.2013 Singen ist das Atmen der Seele!

Gerade las ich den Kommentar zum Thema Babys erster Ball! Die Autorin zeigte sich zum einen erstaunt darüber, dass wir so viel singen und zum anderen brachte sie Zweifel zum Ausdruck, ob sie gut genug sänge, um später mit ihren Kindern viel zu singen. Das brachte mich zum Nachdenken, denn für mich ist Singen so selbstverständlich und wichtig wie atmen und ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass wir verhältnismäßig so viel mit Baby singen.

Singen ist – neben dem Vorlesen – eines der schönsten Dinge, die man für und mit seinem Kind tun kann. Und damit kann man auch nicht früh genug anfangen. Schon im Mutterleib nehmen Babys Lieder und Gesang war und – davon bin ich felsenfest überzeugt, denn die Lieblingslieder unseres kleinen Mannes sind die aus der Schwangerschaft – erinnern sich später an das, was sie in Mamas Bauch gehört haben. Darüber hinaus lieben Babys Töne aller Arten und Formen. Es spielt für sie keinerlei Rolle, ob Mama oder Papa „gut“ singen oder eben „schlecht“. Hauptsache sie tun es – und zwar oft und mit viel Spaß. Für Kinder hat das Singen unzählige Vorteile – es macht fit, schlau und fördert spielerisch die Sprachentwicklung. Die Atmung verbessert sich, wird tiefer und ruhiger – ausgebildete Sänger haben oft ein fantastisches Lungenvolumen – und wirklich viele Muskeln werden trainiert – kleine Anmerkung: Ich hatte in der Schwangerschaft und auch danach kaum bis gar keine Probleme mit dem Beckenboden, weil der durch das Singen sowieso trainiert war und auch mein gerader Bauchmuskel war kaum in Mitleidenschaft gezogen.* Und was am wichtigsten ist: Singen macht glücklich. Es entlastet, entspannt, befreit – im Gehirn werden Glücksbotenstoffe und Oxytocin – das berühmte Kuschelhormon – ausgeschüttet.

Also liebe Eltern: singt was das Zeug hält. Immer und überall. Egal wie oft man euch gesagt hat, ihr seid nicht „gut“, euren Kindern ist das egal. Sie brauchen Töne und Musik in ihrem Leben und sie brauchen das von euch und nicht von der CD. Und wenn euch jemand schräg anguckt, weil ihr mit eurem Kind schräg mitten auf der Straße singt, dann werft ihm einen mitleidigen Blick zu und erklärt eurem Kind ganz laut: Es gibt halt Menschen, die wissen nicht, dass Singen das Atmen der Seele ist!

 

* Während der Schwangerschaft werden die geraden Bauchmuskeln durch die wachsende Gebärmutter derart beansprucht, dass sich zwischen ihnen ein Spalt bildet, der sich aber nach der Schwangerschaft im Idealfall wieder zusammenzieht. Nähere Infos dazu findet ihr hier.

© frhoppe 28.02.2013

 

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Ein Gedanke zu „28.02.2013 Singen ist das Atmen der Seele!

  1. Man wird immer und überall von den Menschen angestarrt, wenn man von der Norm abweicht, aber das interessiert Baby nicht. Ihr scheint das großartig zu machen! (:

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